
Seit 2006 ermöglicht das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) Bürgern, Journalisten und Organisationen Einblicke in die Arbeit von Bundesbehörden zu erhalten. Verträge, E-Mails oder interne Dokumente konnten bislang grundsätzlich ohne Begründung angefordert werden.
Doch genau das könnte sich nun ändern. Die Bundesregierung plant eine Reform des Gesetzes, die den Zugang zu staatlichen Informationen deutlich einschränken könnte. Kritik kommt bereits von Datenschützern, Journalisten und Transparenzorganisationen.
Was ist das Informationsfreiheitsgesetz?
Das sogenannte und abgekürzte IFG regelt den Anspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen von Bundesbehörden. Aktuell und bis zum jetzigen Zeitpunkt galt bislang:
- Keine Begründung notwendig
- Jeder kann Anfragen stellen
- Behörden müssen grundsätzlich Auskunft erteilen
- Ablehnungen sind nur in Ausnahmefällen zulässig
Das Gesetz gilt als wichtiges Instrument für Transparenz und investigative Recherchen. Zahlreiche politische Affären und Berichte der vergangenen Jahre wurden mithilfe des IFG aufgedeckt.

Diese Änderungen könnten künftig anstehen
Nach den aktuellen Beschlüssen des Koalitionsausschusses sollen Anfragen künftig an neue Voraussetzungen geknüpft werden. Geplant sind weitreichende Entscheidungen, wie zum Beispiel einen Nachweis nach berechtigtem Interesse, Beschränkungen auf natürliche Personen, Prüfung einer Einschränkung auf Deutsche und in Deutschland lebende EU-Bürger, sowie nur die Auskunft, wenn keine anderen Informationsrechte bestehen.
Massive Kritik an den Plänen
Ungewöhnlich ist die große Kritik an den geplanten Reformplänen. Bundesdatenschutzbeauftragte sprechen darüber, dass die Überlegungen problematisch sind und einen Rückschritt bei den Bürgerrechten auslösen wird. Des Weiteren mahnen auch Transparency International, Journalistenverbände und die Plattform „FragDenStaat“ vor den Plänen. Genauer gesagt spricht man von einem „Generalangriff auf die Informationsfreiheit“.

Gesetz außerordentlich wichtig für Journalisten
Am meisten würden Medien und investigative Journalisten von der Planänderung betroffen sein. Unter anderem wurde das IFG in den vergangenen Jahren genutzt, um unter anderem Informationen zu erhalten über:
- Ministeriumsverträge
- Terminpläne von Politikern
- Interne E-Mails
- Gutachten und Behördenakten
Genau diese Zugänge waren in den vergangenen Jahren für Recherchen und auch Einschätzungen von Experten notwendig.
Änderung geplant: Aber warum eigentlich?
Auch in diesem Fall begründet die Bundesregierung die Reform unter anderem mit dem Bürokratieabbau, sowie dem Schutz vor sensibler Informationen. Außerdem soll geprüft werden, ob bestehende Informationsrechte ausreichen und Behörden entlastet werden können. Kritiker halten dagegen, dass Datenschutz und Sicherheitsinteressen bereits heute umfassend im Gesetz berücksichtigt werden.

Die Entscheidung ist noch nicht final, denn die Änderungen sind bislang lediglich politische Beschlüsse und noch kein geltendes Recht. Um die Änderung wirksam zu machen, müssten die üblichen Gesetzgebungsprozesse durchlaufen werden. Somit ist die Chance hoch, dass einige Punkte oder gar die gesamte Reform gekippt wird.
Wie findet ihr diese Beschlüsse? Sollte jeder weiterhin ohne Begründung Informationen von Behörden und Politik anfordern können oder braucht es diese neuen strengen Regeln?
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Danke für die Info, das Volk muss immer wieder als Korrektiv an der Regierung beteiligt werden, leider erfolgt das viel zu selten über direkte Abstimmung/Volksentscheide, die Wahlprogramme sind leider auch nicht bindend und werden bei Koalitionsverhandlungen schnell in die eigene Richtung korrigiert.
Wie weit man durch Lobby Arbeit am Bürgerwillen und Wahlergebnis vom rechten Weg abkommen kann zeigt Frau Reiche.
Leider setzt sie genau das fort was sie unter Peter Altmeier begonnen hat.
Wir werden uns noch wundern was diese Missachtung des Wählers in Zukunft für Konsequenzen hat.
Russland greift die Ukraine unter dem Vorwand einer Nazi Regierung an, eventuell wird das bei einem Angriff auf Deutschland der korrekte Grund sein
Danke, dass ihr darüber sensibilisiert und den Menschen aufklärt. Man erfährt es ja sonst leider nicht.
Ich bin mit der Politik auch nicht zufrieden, aber die blauen sind das aller allerletzte und das auch noch mit größtem Abstand, was ich in diesem Staat wählen würde. Am Schluss will es dann keiner mehr gewesen sein, wenn man sich mit Geschehnissen von vor 100 Jahren konfrontiert, sieht…
Was macht diese Regierung eigentlich positives für das Volk?
Bei „Zum Deal“ wäre ein Link zur entsprechenden Petition nützlich gewesen:
https://weact.campact.de/petitions/spd-stoppt-den-frontalangriff-auf-die-informationsfreiheit
Habe ich bereits unterzeichnet.
Danke, das habe ich gesucht!
Danke für diese Info ich mit dabei !!!
Das kann kein Bürger gut finden. Also Nein und nochmals 🙂↔️.
Die Altparteien formen die BRD immer mehr zur DDR 2.0. DSA, Netzdurchsetzungsgesetz, Meldestellen, Planwirtschaft (Energie-Wirtschafts-u.Verkehrswende) §188StGB. Die Ossis kennen das noch von früher und wählen blau!
Nicht nur das aber auch mich anlasslose Chat Kontrolle seitens der EU
Ich möchte nur sagen das ich es zu schätzen weiß das hier darüber aufgeklärt wird.
Vielen Dank 🙂
Hier fehlt der Button „zum Deal“ oder soll das der politischen Meinungsbildung in einer Schnäppchen-App dienen?
Was für eine politische Meinungsbildung? Wir müssen nichts „einordnen“. Wir berichten.
Hier hast du die Infos, macht damit was du willst.
Danke, dass ihr darüber informiert. finde ich Klasse von euch. Vielen Dank.
Und deswegen bitte unterzeichnen, denn nur dann haben wir die Chance etwas zu verändern
https://weact.campact.de/petitions/spd-stoppt-den-frontalangriff-auf-die-informationsfreiheit
Die Regierung möchte ihre eigenen Fehlverhalten besser vertuschen können, aber andererseits den Bürger mehr kontrollieren und überwachen, siehe den neuen Vorschlag der EU für “ Social Media Plus“
Das nennt man Doppelmoral.