📩 EU Zoll auf PĂ€ckchen aus China: Seit Juli gilt ein neuer Zoll & GebĂŒhr đŸ«°

Seit Juli wird Shoppen bei AliExpress, Temu und Shein fĂŒr SchnĂ€ppchenjĂ€ger spĂŒrbar teurer. Grund dafĂŒr sind neue Zoll- und Abgabenregelungen fĂŒr Kleinsendungen aus China, die vor allem gĂŒnstige Produkte im Bereich von 1 bis 5 Euro betreffen. ZusĂ€tzlich fĂŒhrt die EU jetzt eine PauschalgebĂŒhr von mindestens 3€ pro Bestellung bzw. Warenkategorie ein, die direkt auf solche Billigpakete erhoben wird.

Bisher konnte man viele dieser Artikel nahezu abgabenfrei bestellen. Genau das machte die Plattformen so attraktiv: Kleinteile, Gadgets oder Deko landeten oft fĂŒr wenige Euro im Warenkorb. Mit den neuen Regelungen fallen nun jedoch hĂ€ufiger zusĂ€tzliche GebĂŒhren an – entweder direkt beim Kauf oder spĂ€testens bei der Zustellung. Zu diesen festen 3€ kommt wie bisher die Einfuhrumsatzsteuer von in der Regel 19 Prozent auf Warenwert plus Versand dazu.

Kurz: Gerade fĂŒr typische SchnĂ€ppchenbestellungen mit vielen unterschiedlichen kleinen Artikeln kann man so schnell bei mehreren 3‑Euro‑GebĂŒhren landen, obwohl jeder Einzelartikel nur wenige Euro kostet.

📩 EU Zoll auf PĂ€ckchen aus China: Seit Juli gilt ein neuer Zoll & GebĂŒhr đŸ«°FĂŒr KĂ€ufer bedeutet das: Der Endpreis steigt deutlich. Ein Artikel, der frĂŒher 3 oder 4 Euro gekostet hat, kann schnell bei 7 bis 9 Euro landen. Neben der Einfuhrumsatzsteuer spielen auch BearbeitungsgebĂŒhren der Versanddienstleister eine Rolle, die den Preis weiter nach oben treiben. Gerade bei typischen „Mitnahme-Artikeln“ stellt sich damit die Frage, ob sich der Kauf ĂŒberhaupt noch lohnt.

Viele Angebote wirken auf den ersten Blick weiterhin gĂŒnstig, verlieren aber durch die Zusatzkosten ihren eigentlichen Reiz. Plattformen wie AliExpress, Temu und Shein reagieren teilweise bereits und zeigen Preise inklusive Abgaben an. Trotzdem lohnt es sich, genauer hinzuschauen und den finalen Preis zu prĂŒfen, bevor man bestellt.

Unterm Strich verĂ€ndert sich das SchnĂ€ppchen-Game deutlich: SpontankĂ€ufe fĂŒr ein paar Euro werden seltener, wĂ€hrend man bewusster auswĂ€hlt und eher grĂ¶ĂŸere Bestellungen bĂŒndelt. Wer weiterhin sparen will, sollte Preise vergleichen, auf EU-Lager achten oder gezielt nach Aktionen suchen, bei denen Steuern und die neue 3‑Euro-GebĂŒhr bereits im angezeigten Preis enthalten sind.

Grundstruktur der Abgaben

  • Einfuhrumsatzsteuer: 19% (DE) auf Warenwert plus Versand, fĂŒr alle Sendungen.
  • Pauschalzoll: 3€ pro Warenart/Warenkategorie (HS‑ bzw. KN‑Code) in einer Sendung, solange der Gesamtwarenwert unter 150€ liegt

Nach Warenwert

  • Warenwert unter 150€
    • 3€ Pauschalzoll pro Warengruppe (z. B. „Bekleidung“, „Elektronik‑Zubehör“). EnthĂ€lt ein Paket mehrere Warengruppen, fallen die 3€ mehrfach an
    • ZusĂ€tzlich 19% Einfuhrumsatzsteuer und ggf. Verbrauchsteuern (z. B. fĂŒr Alkohol)
  • Warenwert ĂŒber 150€
    • Keine 3‑€‑Pauschale mehr, stattdessen regulĂ€re Zoll­sĂ€tze je nach Tarifnummer (Prozentsatz vom Warenwert)
    • ZusĂ€tzlich weiterhin 19% Einfuhrumsatzsteuer

Nach Warengruppe / Beispiel

  • Nur T‑Shirts im Paket (eine Warengruppe „Bekleidung“)
    • 3€ Pauschalzoll einmalig fĂŒr die Warengruppe, egal ob ein oder fĂŒnf T‑Shirts
  • T‑Shirt + HandyhĂŒlle + Dekoartikel (drei verschiedene Warengruppen)
    • 3€ fĂŒr Bekleidung + 3€ fĂŒr Elektronik‑Zubehör + 3€ fĂŒr Deko = 9€ Pauschalzoll
    • Dazu Einfuhrumsatzsteuer auf den gesamten Warenwert plus Versand
  • Mischpaket ĂŒber 150€ Warenwert
    • RegulĂ€re ZollprozentsĂ€tze je Warengruppe, keine 3‑€‑Pauschale, aber weiterhin EUSt.

Wann und wie zahlt man die GebĂŒhren

Variante 1: Alles schon im Kaufpreis drin

📩 EU Zoll auf PĂ€ckchen aus China: Seit Juli gilt ein neuer Zoll & GebĂŒhr đŸ«°Viele große Plattformen wie AliExpress, Temu und Shein nutzen das IOSS‑Verfahren und teilweise „DDP“ (Delivered Duty Paid). Dann werden Einfuhrumsatzsteuer und die neue 3‑Euro‑PauschalgebĂŒhr bereits beim Checkout berechnet und vom Anbieter an den Zoll abgefĂŒhrt – man bekommt das Paket einfach geliefert, ohne noch etwas nachzahlen zu mĂŒssen. Erkennbar ist das an Hinweisen wie „VAT included“, „Einfuhrabgaben enthalten“ oder daran, dass der Endpreis fix bleibt und keine „möglichen Zusatzkosten bei Lieferung“ erwĂ€hnt werden.

Variante 2: Nachzahlung ĂŒber Paketdienst / Zoll

Wenn der Shop die Abgaben nicht vorab abfĂŒhrt, wird die Sendung bei der Einfuhr verzollt und versteuert. In der Praxis kassieren dann meist DHL, Hermes & Co. die 3€ Pauschalzoll plus Einfuhrumsatzsteuer und oft noch eine eigene Servicepauschale, entweder an der HaustĂŒr oder per Benachrichtigung (Zollamt / Online-Zahlung). Man bekommt dann eine Nachricht („Sendung liegt beim Zoll“, „Bitte GebĂŒhren zahlen“) oder der Zusteller verlangt die Summe direkt bei Übergabe – zahlt man nicht, geht das Paket zurĂŒck.

Woran man sich orientiert

Wenn der Checkout klar mit „inkl. Steuern/Zoll“ arbeitet, zahlt man alles beim Anbieter und hat Ruhe. Fehlt dieser Hinweis oder steht dort „GebĂŒhren können bei Lieferung anfallen“, muss man damit rechnen, dass die 3€ plus Steuer spĂ€ter ĂŒber Paketdienst/Zoll kommen.