
Wer gerne mal in einem CafĂ© oder Restaurant eine Speise oder GetrĂ€nk zu sich nimmt und mit der Karte zahlen möchte, bekommt beim Zahlungsvorgang hĂ€ufig einen Bezahlterminal gezeigt, mit dem digital gezahlt werden kann. HĂ€ufig sind auf diesen Displays nicht nur die Kosten fĂŒr Speisen und GetrĂ€nke aufgelistet, die man begleichen soll, sondern auch Trinkgeld-Optionen.
Statt selber einen Trinkgeld-Betrag nennen zu können, schlagen diese Zahlungsterminals automatisch eigene Trinkgelder mit 10, 15, 20 oder mehr Prozent vor. Genau diese Praxis sorgt jetzt fĂŒr Kritik. Die Verbraucherzentrale hat in Brandenburg einen Betreiber mehrerer CafĂ©-Filialen abgemahnt, da die Gestaltung dieser Trinkgeld-Option Kunden unzulĂ€ssig beeinflussen soll.
Was genau wird von der Verbraucherzentrale kritisiert?
Die Option wĂ€hrend der Zahlung Trinkgeld zu geben stöĂt den VerbraucherschĂŒtzern nicht auf. Eher die Gestaltung in den Terminals. Bei den kritisierten GerĂ€ten ist nach Ansicht der VerbraucherschĂŒtzer die Option kein Trinkgeld zu geben zu schlecht zu finden oder erst nach weiteren Eingaben verfĂŒgbar.
Als Fachbegriff wird hier das sogenannte âDark Patternâ genannt, was umgangssprachlich eine Designentscheidung des Betreibers ist, um Kunden unbewusst zu einer bestimmten Handlung zu bewegen. In diesem Fall ist es der umstĂ€ndliche Weg kein Trinkgeld geben zu wollen, da dies weiterhin eine freiwillige Entscheidung sein sollte und nicht durch eine BenutzeroberflĂ€che beeinflussen soll.

Kunden fĂŒhlen sich unter Druck gesetzt
Unter anderem fĂŒhrt laut Verbraucherzentrale diese Option dazu, dass Kunden und GĂ€ste sich zum Beispiel durch groĂen Andrang an der Kasse fĂŒr einen der vorgeschlagenen Trinkgeld-Optionen entscheiden, anstatt den Verkehr durch das Suchen nach dem âKein Trinkgeldâ aufzuhalten zu wollen.
Aber auch, dass diese Trinkgeld-Abfragen schon in anderen GeschĂ€ften auftauchen, wie zum Beispiel in SchuhgeschĂ€ften stöĂt dem Verbraucherschutz auf.
Verbraucherschutz nicht alleine mit kritischer Meinung
Wer nun vermuten mag, dass nur der Verbraucherschutz sich an dieser Praxis stört, wird ĂŒber die Meinung der Verbraucher erstaunt sein. Ăber eine YouGov Umfrage, die von der dpa erstellt wurde, hatten auch Verbraucher das Recht ihre Meinung zu Ă€uĂern.
Im Ergebnis der Umfrage wurde deutlich, dass mehr als die HĂ€lfte der Befragten digitale Trinkgeld-Auswahlfelder als âschlechtâ oder âeher schlechtâ empfinden. Nur ca. ein Drittel störte sich nicht an der Option. Auch wurde seitens der Befragten und Verbraucher bemĂ€ngelt, dass voreingestellte ProzentsĂ€tze unangenehm anfĂŒhlen oder eine Art Druck auslösen.

Was bedeutet die Abmahnung fĂŒr die Zukunft?
Die von dem Verbraucherschutz ausgelöste Abmahnung an den Betreiber in Brandenburg ist zum aktuellen Stand ein Einzelfall. Ob weitere Betreiber ebenfalls abgemahnt werden, bleibt aktuell offen. Denkbar könnte es aber sein.
Der Verbraucherschutz hat den Hintergrund, dass Bezahlterminals so gestaltet werden sollen, dass alle Auswahlmöglichkeiten gleichwertig dargestellt werden. Konkreter gesagt: Wer kein Trinkgeld geben möchte, sollte dies genauso einfach tun können, wie jemand der 10 oder 20 Prozent auswÀhlt.
Trinkgeld bleibt weiterhin freiwillig
Die Abmahnung und Kritik an dieser Systeme soll aber nichts an der aktuellen Gesetzeslage Ă€ndern. Trinkgeld soll weiterhin gezahlt werden können und dies auch weiterhin auf komplett freiwilliger Basis fĂŒr guten Service.

Fazit: Komfort oder Manipulation?
Es ist bekanntlich bequem mittlerweile in nahezu jedem Restaurant oder CafĂ© einfach per Karte zahlen zu können. Doch stellt diese Trinkgeld-Praxis genau diese Zahlmethode auf dem PrĂŒfstand?
Was haltet ihr von diesen Optionen der Trinkgeld-Auswahl? Hattet ihr auch schon mal Probleme kein Trinkgeld geben zu wollen, weil die Option schwer auffindbar war oder empfindet ihr die voreingestellten Trinkgeld-BetrÀge als guten Nutzen, da die Bezahlung inkl. Trinkgeld einfacher ablaufen kann?
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Diese Prozentregeln (von 10%) interessieren nicht . Ich gebe höchstens mal 5 Euro -bei einer 3-stelligen Summe. Mehr nicht! Und bei KleinbetrĂ€gen – auf die nĂ€chste oder ĂŒbernĂ€chste Zahl aufrunden:
z.B. 19 ⏠bei 17,80 ⏠– man muĂ nicht 20 geben!
AuĂerdem bekommt man dann einen Euro fĂŒr den Einkaufswagen fĂŒr reweđ – wo oft kein Plastik-Chip angenommen wird
Wenn schon, denn schon: weitere Felder wie âFreundlichkeitâ,âSchnelligkeitâ, Sauberkeitâ, âKĂŒcheâ usw. antippen âŠ. dann gern auch die 10/15/20%âŠ.
Bei den Mondpreisen fĂŒr Dreck aufm Teller gehe ich, sowie die meisten im Umfeld, eh nicht mehr Essen. Vllt. einmal alle paar Monaten eine Bestellung nach Hause, natĂŒrlich ohne irgendein Möchtegern und nichtsnutz zwischen-Abzocker Ă la rando oder Yuber. Verarschen kann ich mich dann am Herd selber. Btw. und off-topic Varta ist auch Pleite, das nĂ€chste deutsche Uhrunternehmen ist Insolvent „WIR SCHAFFEN DAS!“ Â
Reine Manipulation. Da gebe ich dann aber garnichts trotz Zufriedenheit.
Aber immer mit der Bemerkung daĂ ich von Nötigung nichts halte.Â
Ich gebe gerne Trinkgeld, aber nur freiwillig. Beim BĂ€cker runde ich auf und sage in die Kaffeekasse. Oder beim Metzger kommt es in die bereitstehende SparSau. Das Personal weiĂ es zu schĂ€tzen. Sie erzĂ€hlen hĂ€ufig von den gemeinsamen Abendessen.Â
FrĂŒher gab es in der GaststĂ€tte den Hinweis oder die Bitte am Ende der Speisekarte. Mancher Gast braucht einen (krĂ€ftigen) Stupser. Den/r entspreche ich gerne wenn das Essen zu meiner Zufriedheit ausfiel und die Bedienung freundlich war. Ich frage auch hĂ€ufig ob sie das Trinkgelld ausbezahlt kommen. Diese Unterschlagung passiert hĂ€ufiger als man denkt. Einer meiner Lieblingsgastwirte (Chef) gibt das Trinkgeld das ER bekommt an die Bedienungen und an die KĂŒche weiter.Â
Trinkgeld ĂŒber die Karte auf keinen Fall !! Das Finanzamt zieht dann gleich viel zu viel Prozente ab. Das ist nicht Sinn der Sache. Ich bezahle meinen Kauf manchmal mit der Karte, Trinkgeld dann aber immer extra in Bar. Damit keine AbzĂŒge und das Personal weiĂ ob ich zufrieden war. Hilft auch fĂŒr das NĂ€chste mal (evtl. bei SonderwĂŒnschen), ich komm ja wieder. GröĂenordnung 10 Prozent oder auch zusĂ€tzlich aufrunden zum nĂ€chsten 5/10er-Betrag.Â
ja das mut dem Trinkgeld und der Kartenzahlung.
Vor ca. 15 Jahren sagte ein Ober nach Kafee und Kuchen bei der Kartenzahlung
in Augsburg, bevor du dem Chef das Tringgeld gibst lass es lieber. ich frage jetzt immerÂ
es ist unglaublich was sich da immer wieder rausstellt, im selben Lokal ist es bei verschiedenen Kellnern verschieden ob sie das Geld bekommen bei einer Kartenzahlung oder nicht.
..immer fragen. Dieses neue Terminal / MenĂŒ hatte ich noch bei keinem Lokal beim bezahlenÂ
Â
Â
Ich frage immer vorher, ob das Trinkgeld wirklich ankommt. Wenn Zweifel bestehen, gebe ich es demjenigen in bar, der es auch verdient hat.
Auch interessaant ist, dass bei Kartenzahlung hÀufig nur Zwischenbelege gezeigt oder ausgestellt werden. Diese können aus der Kasse wieder gelöscht werden und die Rechnung geht an der Steuer vorbei. Mahlzeit!
10 bis 20 % Trinkgeld wird automatisch vorgeschlagen? Danke fĂŒr den Hinweis. Das wusste ich noch nicht. Da bezahle ich lieber in bar, falls dies möglich ist. Da hat man noch eher einen Ăberblick. Am besten, auch immer eine Rechnung verlangen.
Wenn sich das durchsetzt wird die Anzahl der Restaurantbesucher nochmals halbiert.
Die GaststĂ€ttenbetreiber zahlen dann weniger fĂŒr ihre ServicekrĂ€fte und die mĂŒssen schauen,
dass sie die GĂ€ste zu höheren Trinkgeldern verleiten um ĂŒber die Runde zu kommen.
Kann mir nicht vorstellen, dass dieser Trick funktioniert.
Trinkgeld nur noch bar oder gar nicht.
dazu gab esschon öfters Servicesendungen im TV.
ich wĂŒrde nur Bargeld dem Kellner, Kellnerin geben. Damit diese es auch tatsĂ€chlich erhalten.
Die Prozente sind in den USA vielleicht ĂŒblich, da ist das Trinkgeld auch Bestandteil des Gehaltes, aber hier ? Nein
Geld in Bar, wenn Service gut.
Und das nÀchste, landen die 10-20% auch wirklich beim Kellner ?
Ich mag diese vorgegebenen Prozente auch nicht und tendiere dann eher dazu, kein Trinkgeld zu geben. Kann die nette Bedienung nichts fĂŒr, aber vielleicht merkt es die Chefin dann irgendwann. Wenn der Service gut war, gibt es was bar auf die Hand.
Kurz, diese Prozente sollten verboten werden. Nervt nur.
Wenn man kein Trinkgeld geben möchte sucht man schon etwas.. Könnte man bestimmt transparenter gestalten..Â
Wenn der Kartenzahlprozess zu kompliziert ist, lasse ich das Personal ĂŒbernehmen oder bitte alternativ um eine Postzustellung der Rechnung. Hat bisher immer gut funktioniert, warum sollte ich auch deren Aufgaben ĂŒbernehmen… Von mir gibt es Trinkgeld nur in bar. Und das auch nur entsprechend dem besonderen Service, was bedauerlicherweise fĂŒr mein Empfinden in letzter Zeit allgemein stark gegen Null tendiert. GlĂŒcklicherweise gibt es aber noch genĂŒgend Alternativen, die wissen, wie man sich zahlenden GĂ€sten gegenĂŒber zu verhalten hat.
Ăbers Terminal oder Bargeldlos gibts kein Trinkgeld. Mir erzĂ€hlte ein Fahrer eines Essenslieferdienstes, dass sie das Trinkgeld nicht bekĂ€men. Kann ich nicht prĂŒfen, daher drĂŒcke ich es ihm in Hand. Im Restaurant genauso: ich zahle mit Karte den Rechnungsbetrag, und dem Service drĂŒcke ich das Trinkgeld in die Hand. Allerdings gehe ich bei den aktuellen Preisen defacto in kein Restaurant mehr.Â
Die Menschen sollten so gut bezahlt werden, dass Trinkgeld nicht notwendig sein mĂŒsste. Und sie sollte gleichzeitig so gut verdienen, dass sich leisten können ein gutes Trinkgeld zu geben.
Ich bezahle immer mit Karte (dann kann ich die Punkte fĂŒr Amazon mitnehmen đ). Trinkgeld gebe ich aber immer in bar, von Mensch zu Mensch. Hat bisher immer fĂŒr Zufriedenheit und ein echtes „Dankeschön“ gesorgt.
Ist mir auch schon passiert. Ăber die Karte geb ich grundsĂ€tzlich nichts. Wenn ich möchte gebe ich der Bedieung etwas in bar.
10,20,30% ist eine wundbare Nötigung. Pflicht sollte auf jeden Fall auf der gleichen Seite – kein Trinkgeld sein-
Finde ich richtig so. Wer Trinkgeld geben möchte tut das sowieso unaufgefordert – meine Meinung