
Die EU berĂ€t sich gerade darĂŒber, um im Kampf gegen Kindermissbrauch weitere Mittel einsetzen zu können. Hier ist aber der private Datenschutz in Gefahr, denn es ist geplant, dass Chats aus Messenger, wie WhatsApp, Signal, Telegram und Co. schon vor dem Abschicken der Nachricht gescannt und ausgewertet werden sollen und das im Klartext!
Um was geht es bei diesen PlÀnen?
Um gegen Kindesmissbrauch vorgehen zu können und schon vor der groĂen Straftat agieren zu können, möchte die EU ein sogenanntes âClient-Side-Scanningâ von den Diensten fĂŒr Messaging erwirken.
Mit dieser zusĂ€tzlichen âHintertĂŒrâ soll es möglich werden, dass schon vor Absenden einer Nachricht, Fotos und auch Videos, die Inhalte automatisch gescannt und mit einer Datenbank abgeglichen werden soll. Falls in diesen Inhalten etwas VerdĂ€chtiges gefunden werden sollte, wird die entsprechende Behörde informiert.
Das Ende der Ende-zu-Ende-VerschlĂŒsselung?
Aktuell sind Messenger so programmiert, dass nur Sender und EmpfĂ€nger die Nachrichten und andere Medien im Klartext anschauen und lesen können. Dazwischen werden die Nachrichten sicher verschlĂŒsselt, damit selbst, wenn sie abgefangen werden sollten, fĂŒr Hacker nicht lesbar sein können.

Dieses etablierte und vor allem auch sichere System soll ausgehebelt werden, da in der jeweiligen App vorsorglich die Möglichkeit integriert werden, schon vor der VerschlĂŒsselung die Daten auszuwerten und auch ohne VerschlĂŒsselung an Server oder Behörden senden zu können.
Datenschutz sieht anders aus
Nicht nur bei physischen Briefen, sondern auch bei digitalen Nachrichten gilt weiterhin das Briefgeheimnis. In diesem Fall eben das digitale Briefgeheimnis, welches sich nicht von dem normalen unterscheidet.
Falls diese PlĂ€ne umgesetzt werden, könnte es zu einer flĂ€chendeckenden Ăberwachung aller Nutzer kommen und da die Daten von einem automatischen System, sicherlich auch per KI gestĂŒtzt, die Daten auswerten soll, können durch technische Fehler oder aber auch FalscheinschĂ€tzung ehrliche BĂŒrger zu einer Straftat verdĂ€chtigt werden.
Signal Messenger Chefin droht mit dem Verlassen des EU-Markts
Die Chefin des Signal-Messengers âMeredith Whittakerâ möchte die VerschlĂŒsselung ihrer Messenger App schĂŒtzen und erwĂ€gt sogar bei entsprechender Entscheidung sich von dem EU-Markt komplett zurĂŒckzuziehen. Dabei ist es ihr wichtig, dass der Datenschutz der App nicht untergraben wird. Signal gilt als sehr gut verschlĂŒsselter Messenger, der viel Wert auf Datenschutz und AnonymitĂ€t legt.

Kritik von DatenschĂŒtzern und auch von der Bundesregierung
DatenschĂŒtzer und auch IT-Experten empfinden diesen Schritt in eine falsche Richtung, gerade weil ein Scan der privaten Daten schon vor dem Verschicken ermöglicht werden soll.
Die Deutsche Bundesregierung hat sich aktuell noch ihrer Stimme enthalten, aber da im aktuellen Koalitionsvertrag festgehalten ist, dass man grundsĂ€tzlich die Vertraulichkeit privater Kommunikation schĂŒtzen möchte, ist es sehr wahrscheinlich, dass Deutschland sich gegen dieses Vorhaben stellen wird.
Ebenso hat schon EU-Parlament diese Art von Ăberwachung abgelehnt. Problematisch ist es nur, dass RĂ€te der anderen Mitgliedstaaten fĂŒr eine Kontrolle sprechen und somit den Druck deutlich erhöhen. Die Abstimmung war zum 14. Oktober geplant, hat sich aber ohne konkretes Datum verschoben.
Was bedeutet das fĂŒr euch? Wie wĂŒrdet ihr reagieren, wenn diese Kontrolle wahr werden sollte?
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Anbei ein Link zur Weact-Petition, der auch nochmal die Schattenseiten der drohenden Datenschutzaufgabe aufzeigt.
https://weact.campact.de/petitions/chatkontrolle-stoppen?utm_medium=email&utm_source=campact_mailing&utm_campaign=20251006-wa-test-up-chatkontrolle-segment-verbraucherinnenschutz&utm_content=variation-b&utm_term=hier-klicken-und-petition-unterzeichnen&bucket=20251006-wa-test-up-chatkontrolle-segment-verbraucherinnenschutz&source=20251006-wa-test-up-chatkontrolle-segment-verbraucherinnenschutz
Guter Hinweis! Danke
Richtig & Wichtiges Thema. Sehr gut das ihr hier drĂŒber auch berichtet. Im Endeffekt kann man wenig bis gar nichts gegen tun. Ich meine, selbst der 0815 BĂŒrger beginnt doch zu meckern wenn er sowas liest aber benutzt Facebook und WhatsApp in denen Metadaten gespeichert und ausgewertet werden.
Wenn keine grundsĂ€tzliche Neustrukturierung im Sinne von Apps oder Handys kommt dann ist doch eh gelaufen. Ps: gibt bereits Handys die relativ viel fĂŒr Datenschutz machen.
Schöne neue Welt! Ich empfehle Aldous Huxley, George Orwell und Ray Bradbury als Lesematerial.
Erst wird gemeckert, dass mitgelesen werden kann, fordert sie auf auf eigene Kosten hier Abhilfe zu schaffen. Kritik der Ermittlungsbehörden ânun wird es schwierigerâ
Und nun wieder anders, hĂ€tte man damals zugehört hĂ€tte man sich viele Gelder sparen können⊠naja zahlt ja der Steuerzahler und noch die Politiker selbst đ
⊠denn sie wissen nicht was sie tun âŠ
Link zur Petition
https://www.openpetition.eu/petition/online/eprivacy-erhalten-kinderrechte-schuetzen-stoppt-die-chatkontrolle
Bitte nicht löschen
Wie oder wo soll man die Petition unterschreiben?
Ich lese nur:“…wurde nicht eingereicht “ und
Petition gestartet: 30.06.2021
Sammlung endet: 30.06.2022
Also was soll das?
Bitte um KlÀrung.
Kranke Welt einfach nur blablabla
GEHT GAR NICHT! Immer groĂ von Datenschutz reden und die EU im Vergleich zu den USA hervorheben und dann sowas.
Wo ist die Petition dagegen?
Wann wird die EU auch noch mein Schlafzimmer oder KĂŒhlschrank etc. kontrollieren wollen?
Unfassbar diese GĂ€ngelung und Ăberwachung der BĂŒrger.
Bald hat die Post und der geschriebene Brief bzw. die Schreibmaschine wieder ihre Renaissance
Was die sich da alles erlauben unter dem Decknamen „GeldwĂ€sche und Kinderschutz“ geht eindeutig zu weit!!!
Datenschutz ist dann nur eine Floskel – das muss unbedingt verhindert werden – Fehlauswertungen sieht man doch regelmĂ€Ăig bei TikTok, wo eigene Kommentare gesperrt werden, nur weil KI das nicht richtig interpretiert….
Gibt es hier möglicherweise eine Petition dagegen?
Am besten wir laufen alle nackt rum, generell ist der Kinderschutz wichtig, wir sehen aber immer wieder anhand groĂer Datenlecks, dass gesammelte und ausgewerte Daten nicht sicher sind und nun will man noch mehr Speichern.
Am Ende ist der BĂŒrger eh alleine, wenn IdentitĂ€tsdiebstahl und andere Dinge mit seinen Daten geschehen.
Bis man mal vor Gericht recht bekommt sind die Kriminellen eh ĂŒber alle Berge