
Für viele Gamer gehören Steam-Guthabenkarten seit Jahren zum Alltag. Ob als Geschenk, Taschengeld oder für den Kauf neuer Spiele. Die Karten sind in Supermärkten, Elektronikmärkten und sogar auch an Tankstellen kaum wegzudenken.
Doch genau damit soll jetzt Schluss sein. Valve (Publisher von Steam) hat angekündigt, den Verkauf physischer Steam-Guthabenkarten nach und nach einzustellen. Neue Karten werden nicht mehr an Händler ausgeliefert. Sobald die vorhandenen Bestände abverkauft sind, ist endgültig Schluss.
Betrüger sind der Hauptgrund. Valve zieht die Reißleine
Der Grund für das Einstellen der physischen Karten ist simpel. Der Hintergrund hat für den Konzern aber eine ganz andere Reichweite, die kaum vorstellbar ist. Grund sind Betrüger, die es auf diese Karten seit Jahren massiv abgesehen haben. Durch eine Reihe an Betrugsmaschen werden häufig Opfer dazu gebracht die Karten zu kaufen und den Code mit dem Guthaben an die Betrüger weiterzuleiten. Eine Rückverfolgung bei Erfolg ist äußerst schwierig und unrentabel.

Bereits bestehende Sicherheitsmaßnahmen ohne große Wirkung
Die Steam Guthabenkarten sind gerade beliebt, da nach Übermittlung der Guthaben-Codes ist das Kind meist schon in den Brunnen gefallen. Betrüger können dieses erbeutete Guthaben dann weiter verkaufen und somit einen großen Profit einstreichen, der kaum zurückverfolgbar sein wird.
Bestehende Sicherheits- und Gegenmaßnahmen wären unter anderem:
- Warnhinweise auf den Karten
- Die Zusammenarbeit mit Händlern
- Zusammenarbeit mit Behörden
- Einschränkungen bei der Einlösung
Dennoch haben sich die Betrüger immer wieder neu angepasst, sodass das Betrügen weiter seinen Lauf genommen hat.
Digitale Geschenkkarten bleiben erhalten
Kleines Aufatmen für Gamer: Ganz auf Guthaben müssten Nutzer von Steam allerdings nicht. Valve wird weiterhin digitale Steam-Geschenkkarten anbieten. Diese können direkt über die Plattform gekauft und direkt an Freunde oder Familienmitglieder verschenkt werden. Das Unternehmen betrachtet diese Variante als deutlicher sicherer und weniger anfällig für Betrug.
Das Ende und Gültigkeit bestehender Karten
Noch sind die Bestände der Supermärkte und anderen Verkaufsstellen gut gefüllt. Diese noch vorhandenen Karten können weiterhin gekauft und eingelöst werden. Der Vertrieb der Karten soll, solange weitergehen, bis wirklich alle Bestände abverkauft wurden.
Soll heißen, dass wenn an den Verkaufsstellen keine physischen Karten mehr vorhanden sind, auch keine mehr nachgeliefert werden. Somit stirbt die Guthabenkarte mit dem Abverkauf nach und nach aus. Laut Rechnung sollen vorhandene Karten noch bis Ende 2026 verfügbar sein.

Ein Stück Steam-Geschichte verschwindet
Im Jahre 2012 wagte Valve den Schritt die physischen Karten auch im Handel anzubieten. 2017 folgte die digitale Geschenkkarte. Gerade als kleine und schnelle Geschenke wurden die physischen Karten gerne noch schnell mitgenommen, wenn ein Gamer beschenkt werden soll. Ebenso war das Aufladen des Steam-Guthabens somit auch mit Bargeld möglich. Gerade Menschen, die lieber mit Bargeld, anstatt digitalem Zahlungsmittel an die Karten kommen wollten, haben hier auf jeden Fall profitiert.
Der Trend wandelt sich zudem
Aber nicht nur Betrüger haben Valve zu diesem Schritt gebracht. Das Unternehmen hat ebenso erkannt, dass der Trend für digitale Zahlungen in eine deutliche Richtung geht. Gerade die noch schnellere Verfügbarkeit durch Zahlung per Online-Banking hat zunehmend Begeisterung gewonnen.
Kurz gesagt: Für Valve scheint der Nutzen der Karten inzwischen kleiner zu sein als die Probleme durch Missbrauch und Betrugsfälle.

Eure Meinung zu diesem Schritt?
Wie werdet ihr mit dieser Umstellung umgehen? Werdet ihr euch noch mit Guthabenkarten eindecken, um diese auch weiterhin verschenken zu können oder eben auch Bar an der Kasse zu zahlen oder ist der Schritt nachvollziehbar, wenn man die Welle an Betrugsfälle betrachtet? Teilt gerne eure Meinung mit.
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