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*UPDATE* NEWS: Bikesharing-Anbieter oBike ist offenbar pleite

Ende Juni hat der Bikesharing-Anbieter oBike überraschenderweise seinen Dienst in Singapur, der eigentlichen Heimat des Unternehmens, eingestellt. Das liegt vermutlich daran, dass die Verkehrsbehörde Singapur Lizenzgebühren für Leihfahrräder eingeführt hat. Grund dafür ist der bis dahin unkontrollierbare Wachstum der Anzahl von Leihfahrrädern, die die gesamte Stadt belasten. Aber wie sieht die Situation von oBike in Deutschland aus?

Kunden in Singapur warten auf Kaution

*UPDATE* NEWS: Bikesharing Anbieter oBike ist offenbar pleite

Von 臺東縣政府新聞傳播科 – http://www.taitung.gov.tw/News_Content.aspx?n=E4FA0485B2A5071E&sms=E13057BB37942D3F&s=B1E72D8C30101EEA, Attribution, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=58321180

Nachdem in Singapur nun also unter anderem für jedes einzelne Leihfarrad von Bikesharing-Unternehmen eine Gebühr verlangt wird, hat sich oBike am 25. Juni 2018 offiziell aus dem Markt verabschiedet. Nun gibt es noch zwei wesentliche Probleme, mit denen oBike zu kämpfen hat: Wohin mit den vielen oBike Rädern vor Ort und wovon soll oBike die von den Nutzern anfangs hinterlegte Kaution wieder zurückzahlen? Natürlich steht jedem oBike Nutzer die Rückzahlung der hinterlegten Kaution zu. Dennoch hat oBike mit der Umsetzung der Rückzahlungen Schwierigkeiten. Denn offensichtlich rieselten nach der offiziellen Ansage der Einstellung des Dienstes mehrere Tausend Beschwerden bei Behörden ein. Nutzer, die einst eine Kaution bezahlt hatten, verlangten darin ihre geleisteten Sicherheiten von 19 oder 49 Singapur-Dollar (etwa 12 bis 30 Euro) von oBike zurück. Es gibt nun Gerüchte, dass oBike nicht in der Lage sei, diese Zahlungen zu tätigen. Denn angeblich hätte das Unternehmen die Kautionen der Nutzer für den laufenden Betrieb verwendet, anstatt die umgerechnet etwa 4 Millionen Euro bei Seite zu legen. Ob das tatsächlich stimmt, wird gerade von einem Insolvenzverwalter geprüft. Dann wäre da auch noch das zweite Problem: Wohin mit den oBikes? Behörden in Singapur hätten das Unternehmen angeblich bereits mehrfach dazu aufgefordert, die Fahrräder zu entfernen. Bisher hat oBike angeblich erst rund 1.000 Fahrräder von den Straßen Singapurs entfernt. Wie viele Räder oBike genau in Singapur platziert hat, ist unklar. Angaben schwanken von Quelle zu Quelle zwischen 14.000 und 70.000 Rädern.

Wie sieht es mit Obike in Deutschland aus?

Zugegeben: Wenn man das alles so liest, bekommt man etwas Bedenken zur Situation in Deutschland. Denn auch hier ist der Bikesharing-Anbieter in insgesamt vier Städten vertreten: Berlin, München, Frankfurt am Main und Hannover. Bisher hat noch keine Behörde bekanntgegeben, Informationen über einen Rückzug von oBike erhalten zu haben. Doch es kursieren Gerüchte über einen kompletten Rückzug auch aus Deutschland. Dann müssen Nutzer auch hierzulande auf die Rückerstattung ihrer getätigten Kaution hoffen. Ein weiteres Problem liegt auch in Deutschland noch vermeintlich auf der Entfernung der Räder aus den deutschen Städten. Denn in München stellt sich oBike bisher immer noch tot, nachdem der Start dort etwas holperig verlief und ihr Versprechen aus diesem Frühjahr von dem Bikesharing-Anbieter immer noch nicht eingehalten wurde: Denn nach dem schlechten Start in München hatte oBike bereits angekündigt, eine große Anzahl an oBikes wieder aus der Stadt zu entfernen. Bisher sei dort noch kaum etwas passiert. Versucht man sich mit dem Unternehmen in Verbindung zu setzen, kommt entweder keine Antwort oder die Telefonnummer sei nicht vergeben. Sollte oBike sich auch aus Deutschland zurückziehen, müssen Kunden nicht nur auf die Rückzahlung ihrer Kaution hoffen, sondern sich die Städte und Bezirke auch noch selbst um die Entfernung der Fahrräder kümmern.

*UPDATE 13.07.2018*

Nun ist eine offizielle Twitter-Meldung von oBike aufgetaucht. In dieser Meldung heißt es, dass die Betriebseinstellung in Singapur keinerlei Auswirkungen auf den europäischen Markt hätte. Das klingt erstmal nach einer guten Nachricht. Vor allem deshalb, weil oBike sich seit der Insolvenz in Singapur auch in Deutschland „tot gestellt“ hatte. Des Weiteren bestätigt das Bikesharing-Unternehmen, Anträge auf Rückzahlungen von Kautionen in Deutschland regelmäßig zu bearbeiten und zurückzuzahlen. Zusätzlich will oBike ab nächster Woche keine Kaution mehr für die Nutzung der Leihräder in Deutschland verlangen. Leider ist die Meldung, die über den deutschen oBike Twitter-Account veröffentlicht wurde nicht offiziell geprüft. Deshalb sind Experten noch immer der Meinung, dass die Angaben nicht der Wahrheit entsprechen könnten. Denn bisher hat das Unternehmen dennoch noch keine Anstalten gemacht, viele der ungenutzten Räder in Deutschland zu entfernen.

Was haltet ihr davon?

Seid ihr oBike-Nutzer und habt zum Start eine Kaution hinterlegt? Was sind eure Bedenken – oder habt ihr gar keine? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen!

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10 Kommentare zu "*UPDATE* NEWS: Bikesharing-Anbieter oBike ist offenbar pleite"

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  • Conny
    16. Juli 2018 um 20:07
    Antworten

    Gerade gelesen : bei uns nun neu am Start “ mobike “ als Bikesharing Anbieter shock
    Ein chinesisches Unternehmen. Die Räder sehen zumindest nicht so schlecht aus
    https://www.ksta.de/image/30967222/2×1/940/470/a61d945782c7122f8ec650e0955872b6/Di/mobikes-stehen-jetzt-auch-in-koeln.jpg

  • Ifm
    Ifm
    16. Juli 2018 um 11:17
    Antworten

    Der Gründer und CEO hat paralell dem Handelsblatt ein zum Tweet gleichlautendes Interview gegeben: https://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/familienunternehmer/bikesharing-o-bike-gruender-shi-yi-dementiert-rueckzug-aus-deutschland/22793730.html

    Im Gegenzug gibt es eine nur zwei Tage älteren Bericht im Spiegel, laut dem der Rückzug aus Europa definitiv sein soll: https://web.archive.org/web/20180711150105/http://www.spiegel.de/auto/aktuell/obike-ist-pleite-und-hinterlaesst-tausende-fahrraeder-a-1217679.html

    Bleibt IMHO die Frage, ob oBike bei seinem Dienstleister die schlechten Räder loswerden will (und ihn vera…) oder ob alle anderen vera… werden sollen.

  • Gast
    9. Juli 2018 um 23:31
    Antworten

    Die in München massenhaft verteilten Räder sind der letzte Schrott, zu dem von der Größe vielleicht für Chinesen geeignet. Vielen „nette Mietbürger“ haben den gleich den Rest gegeben. Jetzt liegt der Schrott überall rum und versaut die Landschaft.
    Irgendwo habe ich gelesen, dass die Mietbedingungen bestenfalls als unseriös zu bezeichnen sind: Der letzte Mieter soll noch 48 Stunden nach Abstellen mit seiner Kaution (79 Euro) für Vandalismus haften.

    Wer so etwas mietet, ist selber Schuld. Die Pleite ist mit Ansage.

  • Conny
    9. Juli 2018 um 20:37
    Antworten

    Seltsam – hatte von oBike bisher noch nichts gehört.
    Vielleicht, weil die in „meiner“ Stadt nicht vertreten sind.

    Soweit ich das sehe, ist der Markt bereits aufgeteilt. DB Bike/Ford Bike Pass und Nexgo sind da eindeutig Marktführer.
    Um auf dem Markt bestehen zu können, benötigt man viele Fahrräder und eine super Infrastruktur.
    Zu den Bikezahlen von oBike in Deutschland schreibt ihr leider nichts.
    Die geschätzte Zahl in Singapure ist schon beachtlich.
    Schade, dass dort das Geschäftsmodell durch die Einführung von Lizenzgebühren kaputt gemacht wurde, wo Fahrräder doch Abgasfrei unterwegs sind und deshalb gefördert gehören

  • Chacruna
    9. Juli 2018 um 13:39
    Antworten

    Nutzt doch niemand. Wer will denn auf dem verschwitzten Sattel anderer fahren. Noway.

  • Gast
    9. Juli 2018 um 12:40
    Antworten

    wäre ziemlich froh, wenn ich diesen ganzen Schrott nicht mehr täglich in der Stadt sehen müsste – unsägliches Geschäftsmodell!

    • Benny
      9. Juli 2018 um 13:08
      Antworten

      Deine Argumente zur möchtegern Kritik ist völlig falsch: Das Modell des Sharings (egal ob Auto, Roller oder Fahrrad) ist die Zukunft, was viele Unternehmen vor große Herausforderungen stellt; denn wie sollen die Verkaufszahlen noch stimmen, wenn aus den Großstädten (nicht nur Diesel) zum größten Teil verboten sein werden.
      Die Umsetzung gilt es zu kritisieren, indem Städte mit minderwertigen Produkten zugespamt werden – und selbst da geht die Kritik eher an die Gesellschaft, die mit Rädern (die ihnen nicht gehören) Türme bauen, oder die QR-Codes verschmieren.
      Ich bin Kunde von oBike und habe mich schon länger damit abgefunden, dass ich meine Kaution nicht mehr wieder sehen werde.

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