Ein Leben ohne das Internet ist in der heutigen Zeit für einen Großteil der Menschheit nicht mehr denkbar. Innerhalb von nur wenigen Jahrzehnten ist das web zu einem essenziellen Bestandteil der zivilisierten Gesellschaft geworden. Das ist angesichts der immensen Möglichkeiten, die das Internet bietet, auch nicht weiter verwunderlich. Vor allem kostenlose Inhalte im Internet sind nachgefragt, natürlich, vor allem TV, Surfen und Streamen.

Zum Portfolio dieser Möglichkeiten gehören mittlerweile auch bekanntere und legale Dienstleistungen und Services, die kostenlos von Konsumenten genutzt werden können. Kostenlos im Internet surfen, TV schauen oder streamen; das ist heutzutage möglich, auch ohne rechtliche Konsequenzen befürchten zu müssen. Welche Anbieter, Provider und Plattformen ihre Dienste kostenfrei zur Verfügung stellen und welche Aspekte man beachten sollte, klärt dieser Ratgeber.

Kostenlos ins Internet: So schaut ihr kostenlos TV, surft im Web & streamt Filme und Serien!

Fernsehen im Internet: Kostenlos und legal TV schauen

Das Internet rückt mit seinem Spektrum an Möglichkeiten auch hinsichtlich des Empfangs von TV-Programmen immer weiter in den Fokus. Schon lange sind keine Satellitenanlage, ein Kabelanschluss oder ein DVT-T2-Zugang mehr vonnöten, um das reguläre Programm von zahlreichen Sendern zu empfangen. Nahezu jeder bekannte Sender verteilt entsprechende Signale mittlerweile auch über das Internet.

 

Kostenloses TV im Internet: Welche Anbieter gibt es?

Das Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender ist mit am breitesten gefächert. ARD und ZDF bietet neben den Live-Streams auch eine üppige Auswahl an hauseigenen Mediatheken an. Aber auch Privatsender wie die ProSiebenSat.1-Gruppe haben ihr kostenfreies Angebot beträchtlich erweitert.

Abseits der etablierten Sendeanstalten gibt es auch externe Anbieter, die das reguläre TV-Programm auf ihren Plattformen kostenfrei ausstrahlen. Einige dieser Anbieter sind im Folgenden aufgelistet samt ihrer Stärken und Schwächen.

  • Zattoo: Das Angebot von Zattoo weiß in vielerlei Hinsichten zu überzeugen. Insbesondere die breitgefächerte Senderauswahl, davon viele in HD, die ausgedehnte Plattformunterstützung sowie die Option, auf On-Demand-Inhalte zurückgreifen zu können, wissen zu gefallen. Zudem unterstützt Zattoo paralleles Streaming auf zwei Geräten sowie die Nutzung im Ausland.
  • Magine TV: Magine TV liefert ein gutes Live-TV-Gesamtpaket mit intuitiver Benutzeroberfläche, flexiblen Buchungsoptionen, vielen Sendern und einer breiten Plattformunterstützung. Im Free-Paket können die öffentlich-rechtlichen Sender in HD-Qualität empfangen werden. Die Option des Abrufs von zurückliegenden TV-Sendungen ist allerdings nur vereinzelt möglich. Bild- und Tonqualität wissen zu überzeugen. Die mobilen Apps könnten etwas mehr Personalisierungsoptionen bieten.
  • TV Spielfilm live: TV Spielfilm live bietet eine 30-tägige Gratisversion an und umfasst ein solides Gesamtpaket aus Live TV, digitaler Programmzeitschrift, Mediatheken und Cloud-Aufnahmen. Die Senderauswahl mit über 80 Sendern (50 in HD-Qualität) ist ausreichend. Die dazugehörigen Apps überzeugen mit guter Struktur und Verbindungsqualität.
  • Waipu.tv: Waipu.tv bringt das Fernsehen über das Internet auf alle erdenklichen Endgeräte – und das in einer Qualität, wie man es vom klassischen Empfang gewohnt ist. Sender wechseln sekundenschnell, Streams ebenso. Ein Glasfasernetz kann aber unter Umständen von Vorteil sein. Vorsichtig sollte man allerdings abseits des kostenlosen Probemonats sein, da Zusatzoptionen und die Premium-Variante Geld verlangen.

 

Kostenloses TV im Internet: Welche Risiken gibt es?

Wer das TV-Programm ohne jegliche Kosten im Internet schauen möchte, sollte genau hinschauen, welcher Dienst in Frage kommt. Manche vermeintlich legalen Anbieter entpuppen sich beim genaueren Hinsehen als illegal oder zumindest als rechtlich bedenklich.

Möchte man bedenkenlos kostenfreies Online-Fernsehen in Anspruch nehmen, fährt man in der Regel am besten mit den Angeboten der etablierten Sender. Aber auch die oben aufgeführten Plattformen und ähnliche Vertreter bewegen sich im legalen Raum. Jedoch ist darauf zu achten, dass manche lediglich einen kostenlosen Probemonat anbieten. Andere wiederum zeigen in den freien Paketen die SD-Variante der wichtigsten TV-Sender.

 

Kostenloses TV im Internet: Mediathek als Alternative

Wem das Programm von ARD und ZDF sowie der Spartensender ausreicht und wer auf ein Live-Signal verzichten kann, sollte einen Blick auf die Mediatheken werfen. In diesem Zusammenhang glänzt das Programm Mediathekview mit seinem Service.

Die Software durchsucht die Online-Mediatheken verschiedener Sender des öffentlichen Rundfunks und listet die gefundenen Sender auf. Die Liste kann mit verschiedenen Filtern nach Beiträgen durchsucht werden. Mit einem individuell ausgewählten Programm können die Filme, Serien oder Dokus angesehen und auch aufgezeichnet werden. Zudem lassen sich Abos anlegen und neue Beiträge automatisch herunterladen.

 

Kostenloses TV im Internet: Benötigte Hardware und Internetzugang

Grundvoraussetzung für das Fernsehen über das Internet ist selbstverständlich eine entsprechende Internetleitung. Mit einer schwachen Leitung wird man allerdings wenig Freude mit HD-Sendern haben. Eine Verbindungsgeschwindigkeit von mindestens 5 – 6 Mbit/s sollte es für das richtige TV-Vergnügen schon sein.

Mit VDSL ab 25 Mbit/s ist man auf der sicheren Seite und kann sogar mehrere Streams parallel schauen. Welche Geschwindigkeit die eigene Leitung hergibt, kann in den Vertragsunterlagen oder mit DSL-Speedtests, die gratis im Internet absolviert werden können, überprüft werden.

Stellt die eigene Leitung die entsprechende Bandbreite zur Verfügung, muss das Bild noch auf den Fernseher übertragen werden. Es sei denn, man möchte am Smartphone, Tablet oder PC schauen – das unterstützen die meisten Dienste von Haus aus. Hierfür werden lediglich die Apps der jeweiligen Anbieter benötigt.

Beim TV funktioniert dieser Vorgang ebenfalls, zumindest wenn man im Besitz eines Smart-TVs ist. Dort kann im entsprechenden App-Store nachgeschaut werden, ob für den gewählten Dienst eine App zur Verfügung steht. Andernfalls hilft ein Streaming-Player.

Bedenken solltet ihr, dass diese Optionen übrigens nur für TV in Deutschland gelten. Möchtet ihr deutsches Fernsehen kostenlos im Ausland schauen, braucht ihr andere Tricks.

 

Kostenlos Surfen: Internet zum Nulltarif

Free Wi-Fi und kostenloses WLAN prangt oftmals an den Eingangstüren vieler Cafés, Restaurants, Einkaufszentren und U-Bahnhöfen. Vielerorts kann man sich vorübergehend oder dauerhaft kostenlos mit dem WLAN verbinden. Doch abseits dieser Möglichkeiten gibt es auch verborgene und vor allem sichere Tipps, an kostenloses Internet zu kommen.

 

Kostenloses WLAN finden

Mithilfe von verschiedenen Apps lässt sich der nächste Ort mit fähigem WLAN ausfindig machen. Die unterschiedlichen Anwendungen können bequem auf das eigene Smartphone heruntergeladen werden und bieten allesamt differenzierte Vorgehensweisen.

  • Facebook Wi-Fi-Finder: Eine App, die mit großer Wahrscheinlichkeit schon auf vielen Smartphones installiert ist, kann nach einem Update WLAN-Verbindungen finden. In der Rubrik Option der Facebook-App steht zwischen Seiten und Gespeichert der neue Eintrag WLAN Finden. Die Login-Daten für das entsprechende WLAN-Netz hat Facebook von den Restaurant- oder Cafébesitzern auf deren Facebook-Seiten ausgelesen. Ist das eigene Datenvolumen verbraucht, kann sich notdürftig von WLAN zu WLAN gehangelt werden.
  • Instabridge: Diese App lädt nach dem ersten Start eine Offline-Karte für die eigene Region herunter und bietet eine Download-Sektion für weitere WLAN-Karten an. Abhängig vom ermittelten Standort wird über bekannte Netze in der Nähe informiert. Äußerst praktisch: Die App wählt das Endgerät automatisch mit den passenden WLAN-Passwörtern ein. Man kann sogar das eigene WLAN-Netzwerk teilen und anderen zur Verfügung stellen. Neigt sich die Datenflatrate gen Ende, ist Instabridge der Retter in der Not.
  • OpenSignal WifiMapper: Auf der Suche nach kostenlosem Internet sollte der WifiMapper von OpenSignal ebenfalls eine Alternative sein. Anders als bei Instabridge müssen die Hotspots allerdings online bezogen werden. Zudem kennt die App nicht für alle der aufgezählten Netze das Passwort. Für den harten Offline-Einsatz eignet sich WifiMapper daher nicht.
  • Hotspots der Provider: Vodafone und Telekom bieten jeweils ein bundesweites Hotspot-Netz an. Ist man jedoch kein Kunde der beiden Anbieter, darf man, wenn überhaupt, nur vorübergehend gratis surfen. Danach werden Gebühren verlangt. Vodafone-Kunden zahlen 4,99 Euro pro Monat zusätzlich, während Kunden der Telekom die Hotspots mit ihrer Kennung ohne Zusatzkosten nutzen dürfen.

 

Freie öffentliche WLAN Versorgung

Nicht erst seit gestern haben auch die öffentlichen Verwaltungen Wind davon bekommen, dass eine WLAN-Versorgung nicht ganz so übel ist. Viele Städte und Gemeinden haben daher eigene Hotspot-Netze aufgebaut, damit Bürger und auch Touristen surfen können.

Allerdings hat sich diese Information noch nicht überall in der Republik herumgesprochen. Genau aus diesem Grund informieren die Kommunen auf Webseiten über ihre jeweiligen Projekte. Dazu gehören unter anderem die Großstädte Frankfurt, München, Berlin, Köln und Hamburg.

Neben Restaurants und Cafés sind offene WLAN-Netzwerke an Flughäfen und Bahnhöfen keine Seltenheit mehr. Jedoch sollte man mit einem gewissen Bewusstsein in diesen Netzwerken surfen, da meistens eine zeitliche Reglementierung für den kostenfreien Zugang besteht. Die fällt je nach Flughafen oder Bahnhof unterschiedlich aus. Nach Ablauf des Zeitrahmens fallen Gebühren an.

 

Mobile Daten ohne Kosten

Einige wenige Mobilfunk-Provider bieten die Möglichkeit an, ganz ohne Kosten mobil im Internet zu surfen. Die verfügbaren Angebote im Überblick.

  • netzclub
    • Mobilfunknetz der Telefónica
    • LTE ist möglich
    • Downstream bis zu 21,6 Mbit/s
    • Prepaid-Basis
    • Datenvolumen: 200 MB pro Monat
    • Drosslung auf maximal 64 Kbit/s
    • Telefonie: 9 Cent/Minute in alle Netze
    • SMS: 9 Cent
    • Voraussetzung: Innerhalb von 30 Tagen 10 Euro aufladen

 

  • blau Prepaid mit Mini-LTE-Paket
    • Datenvolumen: 10 MB pro Monat
    • Keine monatlichen Grundgebühren
    • Telefonie: 9 Cent pro Minute
    • SMS: 9 Cent
    • LTE ist vorhanden
    • Downstream: 21,6 Mbit/s
    • Kostenfalle: Bei Überschreitung des Datenvolumen werden 24 Cent je übertragenen Megabyte vom Prepaid-Guthaben abgezogen

 

  • WhatsApp SIM
    • Keine Grundgebühr
    • LTE ist vorhanden
    • Telefónica-Netz
    • Datenflatrate
    • Schmalband-Internet-Zugang: 32 Kbit/s

 

Kostenlos Surfen: Risiken und Sicherheitswarnungen

Offene WLAN-Netzwerke sind aus mehreren Gründen ein Sicherheitsrisiko. Geübte Betrüger können einen Hotspot mit demselben Namen eröffnen und Daten abfischen. Zudem sind die Verbindungen und Passwörter unverschlüsselt und somit aus technischer Sicht für jedermann einsehbar.

Im Idealfall sollte eine VPN-Verbindung mit einem VPN-Server des Vertrauens hinzugezogen werden. Erst mit solch einer Verschlüsslung ist die nötige Sicherheit geboten, private oder geschäftliche Angelegenheit über ein kostenloses WLAN-Netz abzuwickeln.

Wie steht es eigentlich um die Störerhaftung? WLAN-Hotspots waren bis zum Oktober 2017 bislang rechtlich problematisch. Falls ein Nutzer im eigenen Netzwerk urheberrechtlich geschütztes Material heruntergeladen hat, drohten einem selbst Schadensersatzforderungen und eine Abmahngebühr. Seit der gesetzlichen Änderung ist die tückische Störerhaftung abgeschafft.

Kostenlos Streamen: legale kostenlose Streamingdienste

Filme und Serien illegal online zu schauen ist bequem und günstig. Wer sich allerdings nicht strafbar machen möchte und bereit ist, auf die aktuellsten Blockbuster zu verzichten, kann mit einigen Alternativen seine Freude haben.

Der wohl bekannteste Vertreter für illegales Online-Streaming ist wohl Kinox.to. Dennoch gibt neben gängigen Bezahlmodellen wie Netflix, Amazon Prime oder Sky auch legale Streaming-Portale, die das kostenlose Anschauen von Filmen ermöglichen. Ein Manko gibt es dabei: Auf die ganz neuen Titel aus der Schmiede Hollywoods muss man unter Umständen etwas länger warten.

 

Kostenlos Streamen: Welche Portale gibt es?

Je nachdem, ob man deutsche oder englische Filme präferiert, gibt es auch verschiedene Online-Streaming-Angebote. Doch sie haben auch alle etwas gemeinsam. Die übliche Kategorisierung der Genres darf natürlich nicht fehlen, wie etwa Drama, Romantik, Horror oder Science-Fiction.

Auch das japanische Genre der Animes gehört mittlerweile oftmals zum üppigen Repertoire. Serien und Filme, die nicht aus dem englischsprachigen Raum kommen, haben ebenfalls ihre Daseinsberechtigung.

  • Netzkino: Das Portal Netzkino bietet den Vorteil, dass völlig legal und kostenlos über 2.500 Filme und Serien angeschaut werden können. Die benötigten Lizenzen wurden vom Betreiber im Vorfeld gesichert. Eine Anmeldung ist zudem nicht vonnöten. Die Finanzierung erfolgt durch Werbeeinspielungen während der Filme.
  • Yahoo View: Der Dienst Yahoo View kooperiert mit Hulu und bietet in der Regel die fünf aktuellsten Episoden amerikanischer Serien im Stream an. Das Manko: Hulu ist Teil der US-Sendergruppen NBC, FOX und ABC, deren Titel das Programm bei Yahoo View bestimmen. Auch wenn das Geoblocking abgeschafft wurde, könnte es trotzdem zu Komplikationen kommen.
  • YouTube Kanal CiNENET: Über YouTube kostenlos Filme schauen? Das ist tatsächlich möglich. Das Video-Portal verfügt mehr als nur über die bekannten Formate. Eine gute erste Anlaufstelle ist der Kanal CiNENET Deutschland, der sowohl ganze Kinofilme als auch TV-Folgen zum Streamen anbietet.
  • Watchbox:: Klingelt es beim Namen Clipfish? Das Portal Watchbox ist der Nachfolger der einstigen Video-Plattform und wurde ebenfalls von RTL ins Leben gerufen. Nutzer sollen hier kostenlos und ohne Anmeldung oder Abo mehr als 1.300 Filme und 3.000 Serien-Episoden streamen können. Die passende App erlaubt außerdem, die Filme via Smartphone oder Tablet zu schauen.
  • Internet Archive: Wer eine Vorliebe für englischsprachige Klassiker, Dokumentationen und Propaganda-Filme hat, kommt um das Portal Internet Archive nicht herum. Tausende Filme, die der Beschreibung Gemeingut gerecht werden, können gesammelt gefunden werden. Wer seine Favoriten markieren oder teilen möchte, erstellt einen Account. Alle anderen können unkompliziert und mit nur wenigen Klicks kostenlose Filme schauen.

 

Kostenlos Streamen: Lohnt sich das überhaupt?

Sind die neuesten Blockbuster aus Hollywood ein Muss, beeindruckt die Auflistung der Streaming-Portale nicht wirklich. Für alle anderen, die es mit dem eigenen Filmgeschmack eher unorthodox halten und bei denen der Filmgenuss im Vordergrund steht, finden sich im Netz allerhand legale Alternativen, um kostenlos Filme zu schauen.