Sparen durch gebrauchte Elektronik – Genial oder ein Fehler?

Hand aufs Herz: Die neusten Generationen an Elektronikartikeln ist nicht wirklich viel spannender als die älteren Generation davor, oder? Besonders bei Smartphones ändert sich nicht mehr besonders viel. Klar – es gibt immer kleine Verbesserungen. Beispielsweise in der Performance, der Akkulaufzeit oder dem Design. Allerdings sind die extrem hohen Preise mittlerweile meistens nicht mehr durch den Mehrwert der Geräte gerechtfertigt. Daher stellen wir uns in diesem Artikel die Frage, ob man durch gebrauchte Elektronik richtig sparen kann, oder ob sich das nicht wirklich lohnt, weil man mehr Ärger als Freude hat. Teilt uns gerne eure Erfahrungen mit gebrauchter Elektronik in den Kommentaren mit! Sparen durch gebrauchte Elektronik – so geht’s!

Sparen durch gebrauchte Elektronik   Genial oder ein Fehler?

Refurbishing – Sparen durch gebrauchte Elektronik

Zu allererst geht es natürlich darum, wie und an welcher Stelle man überhaupt mit gebrauchter Elektronik sparen kann. Es gibt einige Händler, die sich genau auf diesen Geschäftszweig spezialisiert haben. Mittlerweile gibt es sogar einen Fachbegriff dafür, gebrauchte Waren zu prüfen, wieder aufzuarbeiten und anschließend wieder zu verkaufen: Refurbishing. Besonders üblich ist das im Bereich von Elektronikartikeln. Es gibt verschiedene Arten, durch die man mit gebrauchter Elektronik sparen kann:

  1. Durch den Kauf von Refurbished-Ware
  2. Durch den Kauf von B-Ware
  3. Durch den Kauf von C-Ware
  4. Durch den Kauf von Vorführware
  5. Durch den Kauf von gebrauchten Artikeln durch Privatpersonen
  6. Durch den Kauf von defekter Ware
Vergleich von Arten, gebrauchte Elektronik zu kaufen
Bezeichnung der Ware Herkunft Mängel OVP tendenziell vorhanden Prüfung des Händlers Min. 12 Monate Gewährleistung
Refurbished-Ware Kundenretouren, Firmenrückläufer ✅ ⛔
B-Ware Kundenretouren, Produktionsfehler Optische Gebrauchsspuren ✅ ⛔
C-Ware Kundenretouren Mängel in Optik, Funktion, Verpackung und Vollständigkeit möglich
Vorführware Musterstücke im Verkauf Optische Gebrauchsspuren ✅ ⛔
Gebrauchte Artikel von Privatpersonen Private Haushalte Optische Gebrauchsspuren, technische Fehler möglich ✅ ⛔
Defekte Ware Alles oben genannte möglich Optische Gebrauchsspuren möglich, Gerät funktioniert nicht

Durch Refurbished-Ware sparen

Refurbished heißt auf Deutsch nichts anderes als „renoviert“. Das bedeutet also, dass Artikel, die als Refurbished-Ware bezeichnet werden hauptsächlich aus Kundenretouren stammen oder Firmenrückläufer sind, die kaum benutzt und ohne Gebrauchsspuren und unbeschädigt wieder in den Verkauf gegeben werden. Dennoch werden diese Artikel meist günstiger verkauft, als die Ware, die direkt aus dem Werk kommt. Leider gibt es diese Angebote für eigentlich neuwertige Ware nicht besonders häufig – daher solltet ihr schnell zuschlagen und auf dem Laufenden bleiben.

Merke: Refurbished-Waren sind Artikel, die zuvor von Kunden ohne Gebrauchsspuren und voll funktionsfähig wieder an den Händler zurückgeschickt wurden. Sie werden anschließend vergünstigt wieder verkauft.

Durch B-Ware sparen

Anders als bei Refurbished-Ware, handelt es sich bei B-Ware um ganz klassische Mangelware, die optische Gebrauchsspuren aufweist. Das kann durch Kundenretouren oder Produktionsfehler passieren. Doch auch hier gibt es tolle Schnäppchen zu holen, denn beispielsweise bereits kleine Kratzer auf der Rückseite eines Smartphones machen den Verkauf als Neuware beinah unmöglich. Daher führen oft die kleinsten oberflächlichen Mängel an Geräten bereits dazu, dass diese als günstige B-Ware verkauft werden, obwohl sie eigentlich einwandfrei funktionieren! In unserem ausgiebigen Ratgeber könnt ihr mehr zum Thema B-Ware erfahren.

Merke: Als B-Waren deklarierte Artikel sind Waren zweiter Wahl, die optische Mängel aufweisen. Entweder sie stammen aus Retouren oder die Produkte weisen Produktionsfehler auf. Als B-Ware Produkte sollten einwandfrei funktionieren.

Durch C-Ware sparen

Die Reihenfolge des Alphabets prägt auch die Namensgebung der A-, B- und C-Ware. Bei C-Ware handelt es sich dementsprechend um Artikel dritter Wahl, die retourniert wurden und ohne Prüfung wieder in den Verkauf gehen. Dementsprechend gibt es hier zwar keine Garantie auf Optik, Funktion, Verpackung und Vollständigkeit – dennoch kann man auch hier richtige Schnäppchen abgreifen. Denn nur, weil die Artikel nicht geprüft wurden, heißt das nicht automatisch, dass sie nicht mehr funktionieren. C-Ware ist oftmals deutlich günstiger als A- oder B-Ware.

Merke: Als C-Ware gelten Produkte dritter Wahl. Die Artikel stammen oft aus Retouren und werden von Verkäufern meist ungeprüft wieder für den Verkauf freigegeben. Daher gibt es keine Garantie.

Durch Vorführware sparen

Wir haben es sicherlich alle bereits einmal getan: Die Vorführware aus dem Elektronikmarkt zu einem günstigeren Preis erstanden. Beispielsweise, wenn ein Artikel nicht mehr nachbestellt wird, suchen Händler gerne nach Abnehmern für ihre Vorführwaren. Diese funktionieren einwandfrei, haben allerdings manchmal kleine Gebrauchsspuren, da sie ja als Musterstücke bereits in Benutzung waren. Zusätzlich fehlt oft die Originalverpackung. Das positive am Kauf von Vorführwaren ist, dass man sie vor dem Kauf vor Ort ausgiebig prüfen kann, bevor man entscheidet einen Artikel zu einem günstigeren Preis zu kaufen.

Merke: Ausstellungs- oder Musterstücke werden manchmal als Ausstellungsstücke vergünstigt verkauft. Diese sollten einwandfrei funktionieren, können aber optische Gebrauchsspuren aufweisen.

Gebrauchtware von Privatpersonen kaufen

Jemand hat einen unerwünschten Elektronikartikel als Weihnachtsgeschenk bekommen und möchte sich für das Geld lieber etwas anderes kaufen – ab zu eBay damit! Das denken sich viele Menschen, die ihre oftmals nur einmal ausgepackten Elektronikwaren wieder für weniger Geld online verkaufen möchten. Einziges Problem beim Kauf von Privatpersonen: Diese müssen keine Garantie geben. Der Kauf erfolgt also auf Vertrauensbasis, daher sollte man anhand des Preises abwägen, ob sich das Risiko wirklich lohnt.

Merke: Privatpersonen können ihre gebrauchten Elektronikartikel einfach weiterverkaufen. Allerdings müssen diese nach dem Verkauf weder Garantie geben, noch besteht führ sie eine Gewährleistungspflicht. Der Kauf ist also mit Risiken verbunden.

Durch den Kauf von defekter Ware sparen

Klingt absurd, ist es aber nicht: Wer Spaß am Schrauben und Basteln hat und Ahnung hat von dem, was er da tut, der kann durch den Kauf von defekter Ware richtig sparen! Manchmal sind nur Kleinigkeiten defekt, die für den Laien unersichtlich sind. Wer einen solchen Artikel entdeckt, der kann für meist richtig wenig Geld einen ursprünglich teuren Elektronikartikel erstehen!

Merke: Wer wissentlich defekte Elektronik kauft, der sollte auch wissen, was er tut. Ansonsten haben sich Geld und Aufwand nicht gelohnt. Dieser Tipp ist also nur etwas für Bastler oder die, die es werden wollen.

was sind die Vor- und Nachteile von gebrauchter Elektronik?

Das klingt doch alles beinah zu gut, um wahr zu sein, oder? Finden wir auch – daher haben wir in der folgenden Tabelle nochmal alle or- und Nachteile vom Kauf von gebrauchter Elektronik für euch zusammengefasst:

Vor- und Nachteile vom Kauf von gebrauchter Elektronik
Vorteile Nachteile
Günstigerer Preis Originalverpackung oftmals nicht mehr vorhanden
Ressourcenschonung Oftmals keine Herstellergarantie mehr
Oftmals nur optische Mängel Prüfung durch Händler muss nicht immer erfolgen
14 Tage Rückgaberecht Beim Kauf von Privatleuten hohes Risiko
Gesetzliche Gewährleistung von min. 12 Monaten (nur wenn Verkäufer gewerblich)

Wo kann man gebrauchte Elektronik kaufen?

Wir haben in diesem Beitrag euer Interesse für gebrauchte Elektronik geweckt? Dann seht euch doch mal bei einem dieser Händler nach eurem nächsten durchdachten Schnäppchen um!

 Shop Art der Gebrauchtware Link
Sparen durch gebrauchte Elektronik   Genial oder ein Fehler? Gebrauchte Notebooks, Laptops, Computer und Monitore zum vergünstigten Preis. zum Shop
Sparen durch gebrauchte Elektronik   Genial oder ein Fehler? Refurbished-Waren im Bereich Technik. Artikel aller Art zu finden. Beispielsweise Laptops, Smartphones, Drucker, usw. zum Shop
Sparen durch gebrauchte Elektronik   Genial oder ein Fehler? Generalüberholte und dennoch vergünstigte Smartphones, die als B-Ware deklariert sind. zum Shop
Sparen durch gebrauchte Elektronik   Genial oder ein Fehler? B-Ware und generalüberholte Artikel aus verschiedenen Bereichen: Darunter u.a. Hardware, Bürobedarf und Camping. zum Shop
Sparen durch gebrauchte Elektronik   Genial oder ein Fehler? B-Ware und Demoware aus allen erdenklichen Bereichen: Von Baumarkt-Artikeln über Haushaltswaren bis hin zu Gaming. zum Shop
Sparen durch gebrauchte Elektronik   Genial oder ein Fehler? B-Ware und generalüberholte Artikel aus verschiedenen Bereichen: Darunter u.a. Hardware, Bürobedarf und Camping. zum Shop
Sparen durch gebrauchte Elektronik   Genial oder ein Fehler? Aus verschiedensten Gründen als B-Ware Produkte aus dem Technikbereich: Apple, Fernseher, Audio & Video uvm. zum Shop
Sparen durch gebrauchte Elektronik   Genial oder ein Fehler? B-Ware Geräte aller Art: Smartphones, Kameras, Notebooks, Werkzeuge, Gamingartikel usw. zum Shop
Sparen durch gebrauchte Elektronik   Genial oder ein Fehler? Als B-Ware deklarierte Artikel u.a. aus den Bereichen Apple, Notebooks, PCs, Fotos, Haushalt. zum Shop
Sparen durch gebrauchte Elektronik   Genial oder ein Fehler? B-Ware und Demoware aus dem Technikbereich. Darunter vor allem Smartphones und Gaming-Artikel. zum Shop
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Fazit – Sparen durch gebrauchte Elektronik

Durch gebrauchte Elektronik kann man also wirklich Geld sparen. Allerdings sollte man immer das Risiko mit dem gesparten Geld vergleichen und abwägen, ob es sich wirklich lohnt oder nicht. Manche Gebrauchtwaren eignen sich auch wirklich nur für Kenner, wie beispielsweise der Kauf von defekten Artikeln. Wer aber in einem Online-Shop von einem Händler kauft, der kann immer von dem 14-tägigen Rückgaberecht Gebrauch machen. Des Weiteren müssen Händler eine gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung von mindestens 12 Monaten gewähren, weshalb man auch ohne eine Garantie beim Kauf von gebrauchter Elektronik von gewerblichen Verkäufern dennoch auf der sicheren Seite ist. Wichtig ist allerdings IMMER: Lest euch unbedingt die genaue Beschreibung des Artikels durch, damit ihr keine unangenehmen Überraschungen erlebt.

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13 Kommentare zu "Sparen durch gebrauchte Elektronik – Genial oder ein Fehler?"

Sag was dazu...

Dein Name*

  • bubblebraker
    8. März 2018 um 15:58
    Antworten

    Also ich kenne „refurbished“ erstmls von IBM Laptops und Notebooks. Ganz klar war hier, dass es sich sehr wohl um Geräte mit Gebrauchsspuren handelte. Da der Hersteller selbst refurbishte, kamen auch noch Originalteile zum Austausch, z.B bei einer abgenutzten Tastatur. Aber man konnte sich 99.99% sicher sein, dass die Geräte technisch einwandfrei waren, das sie vor dem wieder Inverkehrbringen getestet wurden.
    Sparen lässt sich einerseits ordentlich gegenüber der ehemaligen UVP, aber die Prozessorgeneration hängt dann halt auch 2-5 Generationen hinterher.
    Mein X60T tablet von 2005 lief bis letztes Jahr mit einem SSD Update vor 4 jahren zufriedenstellend schnell.
    Mit Video in FullHD ist bei einem Passmark von knapp 1000 nicht mehr zumutbar. Alles andere ging flott. Also 3/4 gespart, bei 7 Jahre Einsatz!

    • Markus
      8. März 2018 um 16:03
      Antworten

      Ich kaufe auch immer mal ganz gerne einfach gebraucht. Xbox One vor einem Jahr für 100€ weniger gekriegt als neu. Und läuft immer noch. 🙂 Läuft. ^^

    • Saskia
      8. März 2018 um 16:34
      Antworten

      Ich habe auch mal ein richtiges Schnäppchen geschossen, als ich das Windows Surface als B-Ware mit einem Kratzer auf der Rückseite inklusive Tastatur für nur 250€ bekommen habe. Das war damals richtig billig 🙂

  • Konrad
    8. März 2018 um 15:37
    Antworten

    „[…] die für den Leihen unersichtlich sind […]“ verursacht bei mir körperliche Schmerzen.

    • Florian
      8. März 2018 um 15:39
      Antworten

      Hehe, kann passieren, wir sind alle nur Menschen. Aber danke für den Hinweis! Dank Ibu gehen die Schmerzen schnell weg. 😉

      • Konrad
        8. März 2018 um 15:42
        Antworten

        Jetzt noch ohne „h“, dann kann ich schmerzfrei weiterlesen 😉

        • Florian
          8. März 2018 um 15:48

          Auf alle Fälle, war wohl nur die halbe Tablette. Noch mals danke.

        • Brunze
          8. März 2018 um 15:50

          Am besten NOCHMALS eine Tablette nehmen!

        • Florian
          8. März 2018 um 15:52

          Bims im Feierabend vong Kopf her.

        • Markus
          8. März 2018 um 16:04

          Oh Hilfe… Unwörter aus dem Jahr 2017. 😉

        • Saskia
          8. März 2018 um 16:33

          Me Like! 😎

        • CK
          8. März 2018 um 16:07

          Das ist die im Kopf eingebaute automatische Fehlerkorrektur 😉

        • Saskia
          8. März 2018 um 15:52

          Ist wohl nicht mein Tag heute! :S

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