2
Sep
2017

Änderungen bei bargeldlosen Zahlungsverkehr und Kreditkartengebühren 2018

Ob online oder im Laden vor Ort – beim Shoppen bezahlen immer mehr Menschen mit Kreditkarte. Denn das ist besonders bequem und das Geld wird nicht sofort vom Girokonto abgebucht.

Doch es kommt noch besser: Ab 2018 musst Du keine Gebühren mehr bezahlen, wenn Du mit Visa oder Mastercard bezahlst! Erfahre hier, was sich beim bargeldlosen Bezahlen ab 2018 für Dich alles ändert.

Ab 2018 in der Regel keine Kreditkartengebühren mehr

Änderungen bei bargeldlosen Zahlungsverkehr und Kreditkartengebühren 2018Seit Februar ist es beschlossene Sache: Ab 2018 dürfen Händler keine zusätzlichen Gebühren mehr erheben, wenn Du mit „besonders verbreiteten bargeldlosen Zahlungsmitteln“ bezahlst, wozu Kreditkarten eindeutig gehören. Beim Shoppen im Geschäft vor Ort oder Online wird es für Dich also billiger.Das neue Gesetz ist eigentlich nicht neu, sondern einfach nur die Umsetzung der zweiten Zahlungsdiensterichtlinie der Europäischen Union in deutsches Recht. Durch diese Richtlinie sollen europaweit die Gebühren für Lastschrift, Überweisung und Kartenzahlung abgeschafft und der Zahlungsverkehr soll vereinfacht werden. Deshalb dürfen auch für die Zahlweisen Lastschrift und Überweisung ab 2018 in der Regel keine Extra-Gebühren mehr verlangt werden!

Anders als beim Bezahlen mit Kreditkarten ändert sich durch das Gesetz auch nichts an den Bargeldabhebungsgebühren und den Fremdwährungsgebühren.

Doch keine Regel ohne Ausnahme. Denn unter „besonders verbreiteten bargeldlosen Zahlungsmitteln“, wie es im Gesetz heißt, sind in Deutschland vor allem Visa und Mastercard zu verstehen. Hast Du eine Kreditkarte von American Express oder Diners Club, wirst Du auch weiterhin mit Gebühren rechnen müssen.

Hier kannst Du ab 2018 mit Visa und Mastercard sparen

Transaktionsgebühren für Kreditkartenzahlungen werden derzeit hauptsächlich beim Online-Shopping erhoben, im stationären Einzelhandel haben sich solche Gebühren nicht durchgesetzt. Ob Mode, Beauty-Produkte oder Technik-Neuheiten – Online-Shopping wird für Dich durch das Gesetz ab 2018 entsprechend günstiger.

Auch beim Urlaub zahlt sich das neue Gesetz für Dich aus: Für Fluggesellschaften gilt zwar schon lange, dass sie zumindest ein Bezahlverfahren anbieten müssen, für das keine zusätzlichen Gebühren anfallen. Aber bisher blieb den Unternehmen immer noch die Möglichkeit, einen wenig verbreiteten Kreditkartenanbieter dafür auszuwählen. Ab 2018 kannst Du Flüge mit Visa oder Mastercard auf jeden Fall gebührenfrei bezahlen, was Deinen Urlaub zumindest ein paar Euro günstiger machen kann. Das Gleiche gilt auch für Bahn-Tickets, bei Bezahlung per Kreditkarte entfallen ab 2018 in diesem Bereich ebenfalls die derzeit noch üblichen Extrakosten.

Mehr Sicherheit beim bargeldlosen Zahlungsverkehr

Änderungen bei bargeldlosen Zahlungsverkehr und Kreditkartengebühren 2018Bis jetzt musst Du bei nicht autorisierten Zahlungen, also falls Deine Kreditkarten von einem Betrüger verwendet wird, mit 150€ haften. Das neue Gesetz senkt allerdings die Haftungsgrenze ab 2018 auf 50€. Dabei darf der Kreditkartenbesitzer natürlich nicht fahrlässig gehandelt oder gar selbst betrogen haben, was ihm aber der Kreditkartenanbieter mit stichhaltigen Beweismitteln nachweisen müsste.

Das neue Gesetz schreibt auch noch mal fest, das fälschlich abgebuchte Lastschriften immer innerhalb von 8 Wochen zurückgebucht werden können. Zudem soll es ab 2018 auch einfacher werden, bei Fehlüberweisungen wieder ans eigene Geld zu kommen. Das ist ein wichtiger Punkt, denn seit Einführung der unübersichtlichen IBAN-Nummern kommt es immer öfter zu versehentlichen Fehlüberweisungen.

Besserer Kontodatenschutz bei PayPal-Zahlungen

Auch sogenannte Zahlunsgauslösedienste wie PayPal sind vom neuen Gesetz betroffen, denn sie werden ab 2018 der Finanzdienstleistungsaufsicht unterstellt. Außerdem müssen diese Anbieter künftig Deine Kontodaten besser schützen, indem sich Kunden vor einer Transaktion beispielsweise mit Karte und elektronischem Fingerabdruck doppelt ausweisen müssen.

Fazit – Alle wichtigen Infos in Kürze

  • Gebühren bei Kreditkartenzahlung für Visa und Mastercardfallen ab 2018 weg.
  • Auch für Überweisungen und Lastschriften fallen dann in der Regel keine Gebühren mehr an.
  • Der Gebührenwegfall gilt online und an der Ladentheke.
  • Bargeldabhebungsgebühren und Fremdwährungsgebühren sind weiterhin erlaubt.
  • Die Haftung des Verbrauchers bei Missbrauch wird von 150€ auf 50€ reduziert.
  • Fehlüberweisungen können ab 2018 einfacher zurückgeholt werden.
  • Zahlunsgauslösedienste wie Paypal müssen Kontodaten besser schützen.
Installiere Dir unsere App für iOS, Android oder Windows und bleibe auf dem Laufenden. Wir sind auch bei Facebook & Twitter. Oder erhalte aktuelle Deals per RSS-Feed und via WhatsApp.

Schreibe einen Kommentar

4 Kommentare zu "Änderungen bei bargeldlosen Zahlungsverkehr und Kreditkartengebühren 2018"

Informiere mich
avatar
 
smilegrinwinkmrgreenneutraltwistedshockunamusedcooloopsrazzeeklolmadsadexclamationquestionchucklesillyenvy
Bzzzzzzt
Gast

Ich zahle eigentlich alles mit Karten und mir ist noch nie eine Gebpgr aufgefallen bei der Kreditkarte.
Kann mich da jemand etwas aufklären?!?
Sind die Gebühren zur Zeit noch extra aufgeführt oder wie kann ich mir das vorstellen?

Markus
Editor

Moin, es gibt auch einige Kreditkarten, bei denen du ohnehin gebührenfrei bist, bzw. nur Säumnisgebühren zahlst. Kann also gut sein, dass deine Kreditkarte gebührenfrei ist. wink

MacDeal
Gast

Steht ja auch genau so da. „Fremdwährungsgebüren sind weiterhin erlaubt“

Conny
Gast

Wie ihr ja selber in Text schreibt gilt diese „keine Gebühren“ Regelung nur im europäischen Raum wink
Außereuropäisch wird bei Kredikartenzahlung schon mal gerne ein Zuschlag verlangt

wpDiscuz
We love Deals - made with love in Wetschen.