💸 Wegen KI Boom: Smartphones, PCs, Laptops und Konsolen werden teurer

Da die künstliche Intelligenz immer mehr Einzug in den Alltag bekommt, bedeutet dies auch milliardenschwere Investitionen in neue Rechenzentren. Was uns dadurch aber noch stärkere künstliche Intelligenz beschert hat einen entscheidenden Haken, denn die Nebenwirkung bedeutet, dass auch normale Technik deutlich teurer wird.

In Smartphones, Notebooks, PCs und auch Konsolen stecken verwandte Speichertechnologien, die auch für den Aufbau der riesigen KI-Infrastruktur benötigt werden. Die enorme Nachfrage sorgt dafür, dass Speicher nicht nur teurer wird, sondern auch knapper. Hersteller reagieren damit, dass günstige Speichervarianten teilweise verschwinden und auch die Auswahl eingeschränkt wird.

KI sorgt für enorme Nachfrage nach Speicher

Viele verbinden eine Rechenarbeit der künstlichen Intelligenz mit Nvidia-Grafikkarten. Das ist soweit korrekt, doch ein Detail wird oftmals vergessen. KI-Server benötigen riesige Mengen an normalen Speicherplatz.

Aufgrund dessen reagieren riechen Hersteller ein größeres Geschäft mit Server, High Bandwidth Memory und auch Enterprise-Produkte. Daher werden die Produktionen daran angepasst, was den Verbrauchermarkt büßen lässt. Geräte mit KI verwenden große Mengen DRAM- und NAND-Speicher. Daher bleibt das Angebot knapp und die Preise steigen weiter.

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Speicherpreise sind explodiert

Marktforscher haben sich die aktuellen Zahlen und die Entwicklung angeschaut. Das Marktforschungsunternehmen TrendForce erwartete aufgrund der Situation allein im Quartal 2026 einen Preisanstieg von 58 bis 63 Prozent gegenüber dem vorherigen Quartal. Bei NAND Flash waren es sogar 70 bis 75 Prozent.

Die Prognosen zeigen für das dritte Quartal einen weiteren, aber nicht so extremen Anstieg. Prognostiziert werden weitere Steigerung von:

  • 13 bis 18 Prozent bei DRAM
  • 10 bis 15 Prozent bei NAND Flash

Das Niveau der Preise ist also aktuell schon besonders hoch.

Smartphones trifft es besonders

Die Preise für aktuelle Smartphones sind mit den Jahren schon gestiegen. Laut dem Counterpoint Research stiegen die Preise für Smartphone-Speicher allein im zweiten Quartal 2026 um mehr als 80 Prozent gegenüber dem vorherigen Quartal.

Durch diese Entwicklung hat der DRAM bei manchen Geräten den Rang als teuerstes Bauteil den sonst am teuersten Prozessor überholt. Dadurch steigen auch die Preise bei Low-End-Geräten massiv. So stiegen die Bauteilkosten für solche Geräte um rund 70 Prozent als im Jahr davor. Und dies nur aufgrund der verbauten Speicher.

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Hersteller versuchen die Mehrkosten zu schlucken

Damit eine Preissteigerung von bis zu 80 Prozent nicht direkt beim Kunden ankommt, da es eigentlich nur den Produktionskosten zugerechnet wird, fangen viele Hersteller diese Kosten mit ihren Margen ab. Durch weiterhin steigende Preise und wenig Verfügbarkeit können die Hersteller aber nicht auf Dauer die Preise auffangen und müssen sie an ihre Kunden weitergeben. Dabei bleiben nur drei Möglichkeiten über:

  • Preise erhöhen
  • Ausstattung reduzieren
  • Weniger Modelle anbieten

Einige Hersteller reagieren schon mit Downgrades

Bei vielen Marken und Herstellern fällt nach und nach auf, dass zum Beispiel einige Smartphones schon gar nicht mehr als 128GB Variante angeboten werden. In solchen Fällen wird sich auf die besonders gefragten Modelle konzentriert, die dann nur noch mit weniger Speichervarianten bestellbar sind. Das bedeutet zum Beispiel nur noch 256GB, 512GB und 1TB Geräte.

Dadurch reduziert man in der Produktion die Komplexität und ermöglicht dadurch größere Stückzahlen einzelner Varianten, da keine Einstiegsmodelle nebenher produziert werden. Daher werden Kunden im schlimmsten Fall deutlich weniger Auswahl finden können.

Auch Konsolen, PCs und Notebooks betroffen

Sony hat schon bekannt gegeben, dass steigende Speicherpreise die Material- und Herstellungskosten von Konsolen erhöht. Für 2026 hat der Konzern vorgesorgt und die benötigten Speichermengen bereits gesichert und Preise teilweise vereinbart.

Bei Nintendo ist ein Preisanstieg schon real geworden. Die Nintendo Switch 2 hat seit dem 1. September 2026 einen Preissprung von 469,99 Euro auf 499,99 Euro erlebt. PCs und Notebooks trifft das Problem schon länger. Arbeitsspeicher und SSD gehören zu den zentralen Komponenten. So ist es aktuell nicht besonders lukrativ sich einen eigenen Computer aus Einzelteilen zusammenzubauen, da dort dann die Preise am höchsten sein werden.

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Warum wird nicht einfach mehr produziert?

Das Problem ist nicht, dass Hersteller wie Samsung, SK Hynix, Micron und andere Hersteller mehr produzieren können. Das Problem hierbei liegt an den Kapazitäten der Fabriken. Für neue Halbleiterfabriken müssen die Hersteller Milliarden in die Hand nehmen und eine Planung einer neuen Fabrik dauert meist mehrere Jahre für die Planung, Bau und Inbetriebnahme.

Auch muss der Hersteller direkt entscheiden, welche Speicherprodukte in einer neuen Fabrik gefertigt werden sollen. Und genau hier gewinnt das KI-Geschäft. Die klassische Unterhaltungselektronik konkurriert mit dem Ausbau der KI-Infrastruktur.

Wie wird es weitergehen?

IDC meldete für das erste Quartal 2026 einen Rückgang der weltweiten Smartphone-Auslieferungen um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Grund ist die Speicherverfügbarkeit und auch die Rekordpreise, die von vielen Kunden nicht mehr bezahlt werden wollen.

Sollten sich dieser Trend noch weiter verschlechtern, geht man davon aus, dass die Verkaufszahlen noch weiter sinken könnten. Dies gilt dann auch nicht nur für Smartphones, sondern gerade auch Konsolen, PC-Komponenten oder Notebooks. Ob man jetzt zugreifen sollte, bleibt abzuwarten, da man den Markt beobachten sollte. Hier sind auch Preisvergleiche und weitere Sparmaßnahmen im aktuellen Stadium sehr entscheidend. Es lohnt sich also öfters bei uns vorbeizuschauen, um eventuelle IT-Deals nicht zu verpassen?

Was haltet ihr von der aktuellen Situation, Preisanstieg und auch den Grund durch die künstliche Intelligenz und dessen Hunger nach IT-Ressourcen?