12
Jun
2017

Wie funktioniert Spotify? So kitzelst Du alles aus dem Streaming-Dienst raus

Schallplatten und CDs kaufen war gestern – heutzutage wird gestreamt. Viele Anbieter im Internet bieten ein unfassbar großes Angebot an Musik jeglicher Couleur an. Diese Musikstücke können ganz einfach am Smartphone oder am PC angehört werden. Dazu muss man nicht einmal online sein. Einer der Anbieter ist Spotify.

Aus dem Englischen „to spot“ (entdecken) und „identify“ (identifizieren) setzt sich der Name Spotify zusammen. Der Dienst stellt musikalische Werke der Firmen Sony, EMI, Warner und Universal zur Verfügung. Mit Streaming-Diensten werden heruntergeladene mp3-Files oder CDs bald unnötig. Alles was man braucht, ist ein internetfähiges Handy oder einen Computer. Auch mit einigen Internetradios ist das Abspielen der Spotify-Musik möglich.

Was ist Spotify?

Über 30 Millionen Songs sind im Spotify-Angebot enthalten. Sie werden direkt aus dem Internet gestreamt und können unbegrenzt angehört werden. Allerdings besitzt Du die Lieder nicht. Du darfst sie nur anhören. Entweder gegen eine Gebühr (ohne eingeblendete Werbung) oder kostenlos (dann musst Du nach einigen Songs mit ein paar Werbespots leben). In der kostenpflichtigen Version kannst Du Deine Lieblingssongs sogar auf den Smartphone oder deinen Computer herunterladen. Das hat den Vorteil, dass Du nicht online sein musst, um Musik zu hören.

Wie funktioniert Spotify? So kitzelst Du alles aus dem Streaming Dienst raus

Egal von wo auf der Welt: Auf Spotify findest Du eine große Zahl an Musikdateien. Bildquelle: Gil C – 293278169 / Shutterstock.com

Was kostet Spotify?

Spotify ist kostenlos. Du kannst alle Musikdateien unbegrenzt hören, musst aber mit ein paar Werbespots leben, die nach einer gewissen Anzahl von Songs eingespielt werden und nicht weggeklickt werden können. Die kostenpflichtige Spotify-Premium-Version kostet 9,99 Euro im Monat. Damit bleibt Dir die Werbung erspart und Du kannst die Files auf Dein Smartphone laden, um sie im Offline-Modus zu hören. Das ist besonders praktisch, wenn Du Dein Handy zum Beispiel an Deinem Radio im Auto anschließt, wo Du vielleicht kein Internet hast. Auch überall, wo Du nicht auf ein WLAN-Netz zurückgreifen kannst oder Deine mobilen Daten nutzen möchtest, ist die Download-Option interessant. Außerdem verbessert sich für Premium-Mitglieder die Tonqualität. Die ist zwar auch im kostenlosen Abo nicht schlecht, aber Premium-Mitglieder bekommen ihre Songs in HD.

Tipp: Hast Du Deinen Spotify-Account mit Deinem Facebook-Konto verbunden, kannst Du die Titel sehen, die Deine Freunde hören, wenn sie diese Option ebenfalls nutzen. Außerdem kannst Du mit Deinen Freunden dann Titel oder ganze Alben zum Anhören austauschen.

Wer sich zum allerersten Mal bei Spotify anmeldet, zahlt für die ersten drei Monate nur 99 Cent. Anschließend kostet der Dienst dann die oben erwähnten 9,99 Euro im Monat.

Spotify Family kostet 14,99 Euro monatlich und gilt für Dich und bis zu 5 Familienmitglieder.

Studenten zahlen für ihr Premium-Abo nur 4,99 Euro monatlich.

Angebote von Mobilfunkanbietern

Einige Mobilfunkanbieter haben spezielle Tarife für Menschen, die Spotify unbegrenzt und ohne aufs Datenvolumen zu achten, nutzen wollen. Die Telekom zum Beispiel bietet die Option „Music Plus“ an. Dabei gibt es Spotify für 9,95 Euro im Monat dazu.

Wie funktioniert Spotify? So kitzelst Du alles aus dem Streaming Dienst raus

Spotify ohne Datenbegrenzung immer auf dem Smartphone dabei: Bei der Telekom gibt es einen speziellen Tarif dafür. Bildquelle: telekom.de

Auf wie vielen Geräten kann man Spotify nutzen?

Das jeweilige Spotify-Benutzerkonto kann auf so vielen Geräten genutzt werden, wie man will. Die Offline-Playlists, also die heruntergeladenen Songs, funktionieren allerdings nur auf drei Geräten maximal. Pro Gerät sind 3.333 Titel möglich.

Was sind die Vor- und Nachteile von Spotify?

Nicht alle lieben Spotify. Zwar hat der Streaming-Dienst eine große Anzahl an Musikdateien, die für viele Stunden unbeschwerten Musikgenuss sorgt, aber es gibt auch einige kleinere Nachteile:

Vorteile

Nachteile

  • Riesiges Musik-Angebot.
  • Auch ähnliche Künstler werden vorgeschlagen. So ist sogar das eine oder andere seltene Stück zu finden.
  • Playlists können erstellt werden.
  • Vorgefertigte Playlists können angehört werden. Wer sich nicht seine eigene Liste erstellen möchte, kann auf die fertigen zurückgreifen.
  • Bei der Anmeldung über Facebook bemängeln Kritiker, dass der Dienst zu viele Daten sammelt.
  • In der kostenlosen Version wird Werbung eingespielt.
  • Relativ hoher Datenverbrauch bei Vielhörern. Vorsicht, wenn man im mobilen Netz ist und kein WLAN hat.

Tabelle: Die Vor- und Nachteile des Musikstreaming-Dienstes Spotify.

Wie viel Datenvolumen verbraucht Spotify?

Wer Musik vornehmlich auf dem Handy hören möchte und dazu seinen Datentarif nutzt, muss aufpassen. Beim Streaming werden nämlich auch Daten heruntergeladen, die schnell die Grenze des Tarifs erreichen. Erstens wird dann in der Regel die Datenrate gedrosselt, und zweitens wird es dann teurer. Abhilfe schaffen Verträge, in denen die Nutzung von Spotify schon enthalten ist.

  • Für ein Lied von etwa 3 Minuten werden in normaler Qualität etwas über 2 Mbyte verbraucht. Für eine Stunde Musik fallen also etwa 40 bis 50 Mbyte an.
  • Wer in seinem Premium-Abo seine Songs in hoher Qualität genießt, muss mit über 3 Mbyte für ein dreiminütiges Lied rechnen. Macht unterm Strich etwa 70 Mbyte pro Stunde.
  • Auch die zwischengeschalteten Werbespots kosten Datenvolumen (gilt nicht für Premium-Kunden, da bei diesen keine Werbung gespielt wird)

Kann Spotify auch am Computer gehört werden?

Musik hören während der Arbeit, im Homeoffice oder beim Spielen – mit Spotify ist auch das möglich. Der Anbieter stellt einen Webplayer zur Verfügung. Praktisch: Damit kannst Du von überall auf Deine Lieblingssongs zugreifen, ohne extra eine App zu installieren. Natürlich sind auch die Funktionen nutzbar, die auch auf der App verfügbar sind:

  • Nach Liedern suchen
  • In Bereichen suchen („Empfohlen“, „Neuerscheinungen“, „Genres und Stimmungen“)
  • Auf die Rubrik „Deine Musik“ zugreifen
  • Künstlerseiten aufrufen

Wichtig: In den Browser-Einstellungen muss die DRM-Funktion aktiviert werden, sonst werden die Songs nicht abgespielt.

Was ist DRM?

DRM bedeutet „Digital Rights Management“. Diese Technologie schützt digitale Inhalte und hilft Urhebern, ihr Eigentum zu sichern. Den Songs bei Spotify liegen also digitale Dateien bei, die Dich als Kunden „ausweisen“ und die Dateien abspielbar machen. Mit DRM werden nicht nur Lieder, sondern auch Filme, E-Books oder PDF-Dateien gesichert.

Auch Online-Videotheken nutzen diese Technologie. So kann beispielsweise festgelegt werden, dass ein Film nur eine gewisse Zeit abspielbar bleibt. Will man ihn erneut sehen, muss man die Datei erneut herunter laden.

Wie viele Songs hat Spotify im Angebot?

Spotify wächst rasant. Im Jahr 2015 waren es noch rund 20 Millionen Songs, heute sind es rund 30 Millionen. Damit liegt der Streaming-Anbieter zwar etwas hinter seinen Konkurrenten, die stellenweise bis zu 40 Millionen Lieder im Angebot haben, aber dennoch sollte bei dieser Zahl an Liedern für jeden Musikgeschmack etwas dabei sein.

Die Anzahl der Songs solltest Du aber von der Anzahl der Downloads trennen. Denn wer Lieder offline speichern möchte (geht nur bei Premium-Kunden), hat Platz für „nur“ 3.333 Titel. Dabei werden nicht nur die Lieder selbst gezählt, sondern auch die Alben und Playlists. Wenn Du Dir also 10 Songs in Deine Playlist lädst, werden diese 10 Lieder plus die Playlist, also 11 Songs gezählt. Weil Premium-Kunden Spotify aber auf bis zu drei Geräten nutzen dürfen, gilt die 3.333er-Grenze pro Gerät. Insgesamt stehen Dir also 9.999 Songs zu.

Was ist Spotify Family?

Letztendlich ist Spotify Family dasselbe, wie die Premium-Mitgliedschaft. Allerdings dürfen dann alle Familienmitglieder einen Zugang nutzen. Bis zu 5 Personen dürfen hinzugefügt werden. Mit Dir also insgesamt 6 Personen. Dabei ist es egal, ob alle zusammen unter einem Dach leben oder in Deutschland verteilt. Streng genommen kannst du dir den Account auch mit Freunden und Bekannten teilen, das überprüft keiner. Alle dürfen dann unabhängig voneinander Musik hören, eigene Playlists anlegen und sich ihr individuelles Konto anlegen. Dieser Service kostet 14,99 Euro monatlich.

Wer also eine Familie hat, profitiert von Spotify Family. Denn es wird deutlich günstiger, als wenn jedes Familienmitglied eine eigene Premium-Mitgliedschaft hat, die jeweils 9,99 Euro monatlich kostet. Das Angebot lohnt sich mit seinen 14,99 Euro monatlich also schon ab zwei Personen.

Bietet Spotify nur Musik an?

Nein. Bei Spotify gibt es neben Millionen von Songs auch Podcasts, Hörbücher, Hörspiele und Videos. Allerdings ist es etwas schwierig, zum Beispiel Hörbücher zu finden. Denn eine Kategorie dafür gibt es nicht. Man muss schon gezielt nach einem Hörbuch suchen, um es zu finden. Auch der Name des Autors kann zum Ziel führen.

Wie funktioniert Spotify? So kitzelst Du alles aus dem Streaming Dienst raus

Wer in der Suche den Begriff „Hörbücher“ eingibt, wird fündig. Auch der Name des Autors führt zum gewünschten Hörbuch. Quelle: Spotify

Wie wird bei Spotify bezahlt?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, seine Mitgliedschaft bei Spotify zu bezahlen. Dabei sind die heutzutage üblichen Wege möglich:

  • PayPal
  • Kreditkarte
  • Lastschrift
  • Rechnung

Wie kann ich Spotify kündigen?

Wer das umfangreiche Angebot nicht mehr nutzen möchte oder zu einem anderen Anbieter wechseln will, kann seine Mitgliedschaft monatlich kündigen. Das geht ganz einfach:

  1. Anmelden und Kontoseite aufrufen
  2. Auf Abonnement auf der linken Seite klicken
  3. Auf „Abo kündigen“ klicken und die weiteren Schritte durchführen
  4. Passwort eingeben und zum Schluss auf „Mein Abo kündigen“ klicken – fertig!

Im Anschluss siehst Du, zu welchem Zeitpunkt sich Deine Premium-Mitgliedschaft in eine kostenlose Mitgliedschaft ändert. Auch dann sind alle Playlists und Lieblingslieder weiter vorhanden. Nur wird dann eben wieder Werbung eingespielt.

Welche anderen Musikstreaming-Anbieter gibt es?

Nicht nur Spotify bietet Musikgenuss vom Feinsten. Auch andere Anbieter warten mit einem interessanten Angebot auf Kunden. Vor allem Apple steht in direkter Konkurrenz zu Spotify. Bei Apple Music gibt es sogar die längste Testphase. Satte 90 Tage darfst Du den Dienst kostenlos nutzen. Danach muss es allerdings kostenpflichtig weitergehen. Ansonsten kannst Du den Dienst nicht mehr nutzen.

Dass der Streaming-Markt hart umkämpft ist, sieht man unter anderem daran, dass sogar der Discounter Aldi mittlerweile einen Streaming-Dienst anbietet. Über 40 Millionen Songs sind dort im Angebot. Deezer, Google Play Music, Juke, Napster und wie sie alle heißen – sie alle wollen sich ein Stück vom Streaming-Kuchen abschneiden. Dabei unterscheiden sich die Preise nur gering. Am billigsten sind Aldi und Prime Music.

Die verschiedenen Musikstreaming-Anbieter im Vergleich

Anbieter Zahl der Songs insgesamt Preis im Einzelabo
 Wie funktioniert Spotify? So kitzelst Du alles aus dem Streaming Dienst raus über 40 Millionen 7,99 €
 Wie funktioniert Spotify? So kitzelst Du alles aus dem Streaming Dienst raus über 40 Millionen ab 3,99 €
 Wie funktioniert Spotify? So kitzelst Du alles aus dem Streaming Dienst raus über 30 Millionen 9,99 €
 Wie funktioniert Spotify? So kitzelst Du alles aus dem Streaming Dienst raus über 40 Millionen 9,95 €
 Wie funktioniert Spotify? So kitzelst Du alles aus dem Streaming Dienst raus über 35 Millionen 9,99 €
 Wie funktioniert Spotify? So kitzelst Du alles aus dem Streaming Dienst raus über 40 Millionen 29,50 € für 3 Monate

58,00 € für 6 Monate

 Wie funktioniert Spotify? So kitzelst Du alles aus dem Streaming Dienst raus über 35 Millionen 9,99 €

Tabelle: Die Preise und das Musikangebot der einzelnen Streaming-Anbieter (Stand: Juni 2017)

Das Angebot von Aldi ist auch in Verbindung mit einem Mobilfunk-Tarif zu haben. Aldi greift auf die Musikdatenbank von Napster zurück.

Wie funktioniert ein Musikstreaming-Dienst?

Nahezu alle Dienste nutzen eine intelligente Suchfunktion. So werden beim Eintippen der ersten Buchstaben in der Suche bereits die ersten Vorschläge angezeigt. Das erleichtert die Suche, weil das passende Ergebnis direkt angetippt werden kann. Außerdem „merken“ sich die Systeme, welche Musik Du gerne hörst und schlagen Dir entsprechende Songs vor. Weil sie lernfähig sind, werden diese Vorschläge laufend aktualisiert.

Streaming-Dienste auch auf anderen Geräten hören

Die meisten internetfähigen Endgeräte spielen Musik diverser Streaming-Dienste ab. Moderne Hi-Fi-Anlagen haben eine Software an Bord, die zum Beispiel Spotify ins Angebot mit einbindet. Aber auch wenn dies nicht der Fall ist, kannst Du Dein Handy mit zahlreichen Drittgeräten verbinden. In der Regel funktioniert das über Bluetooth. Aber auch kabelgebundene Lösungen sind auf dem Markt.

Die Vorteile beim Musikstreaming

Eine eigene CD- oder LP-Sammlung hat etwas, keine Frage. Allerdings nimmt eine solche Sammlung auch jede Menge Platz weg. Von der Schlepperei bei einem eventuellen Umzug gar nicht zu reden. Einfacher und wesentlich komfortabler geht es, wenn man die Musik in die Hosentasche stecken kann. 40 Millionen Titel sprechen hier eine sehr deutliche Sprache. Wer noch dazu das gelegentliche Einspielen von Werbung akzeptieren kann, bekommt diese Vielfalt sogar oft umsonst.

Wer sich nicht jedes Mal aufs Neue durch die riesige Bibliothek der Anbieter quälen möchte, legt sich eigene Playlists an. Darin sind dann nur die Titel abgelegt, die auch wirklich gehört werden. Und wenn man die Playlist nicht mehr hören will, legt man einfach eine neue an.


Bildquelle:

Gil C – 293278169 / Shutterstock.com

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4 Kommentare zu "Wie funktioniert Spotify? So kitzelst Du alles aus dem Streaming-Dienst raus"

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dese
Mitglied

ich suche noch nach „Familienmitgliedern“ kosten werden gerecht geteilt. Noch 2 Plätze frei. Gern hier per PM oder Mail dese77@googlemail.com

Tsche
Gast

Meines Wissens müssen die Mitglieder einer Spotify Family gerade nicht alle in einem Haushalt leben, es können sich also auch Freunde etc. zusammentun. Einer muss halt für alle zahlen und das Geld dann eintreiben.

Florian
Admin

In der Tat hast Du vollkommen Recht. Ich lasse das mal korrigieren, danke!

Micha
Admin

Wurde korrigiert, danke.

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