Umdenken in der Paketbranche: Zustellung an die Haustüre werden langfristig teurer

Umdenken in der Paketbranche: Zustellung an die Haustüre werden langfristig teurer

Ende vergangenen Jahres haben wir bereits über geplante Preiserhöhungen einzelner Paketdienstleister berichtet. Schon damals war die Zustellung bis zur Haustüre ein Thema, allerdings hatte man damals bereits vereinzelt die Preise leicht erhöht und dafür die für die Zustellung in Paketshops marginal gesenkt.

DPD sieht Hauszustellung als höherpreisigen Premiumservice an

Ein Sprecher des Zustellunternehmens DPD hält eine Preissteigerung bei Zustellung bis an die Haustüre für unvermeidbar:

Wir erwarten, dass sich die Haustürzustellung branchenweit zu einem höherpreisigen Premiumservice entwickelt

Dass hierfür vorab erst einmal ein gut dimensioniertes und engmaschiges Netz an Paketshops mit sinnvollen Öffnungszeiten vorhanden sein muss behält man hoffentlich im Hinterkopf, gerade in ländlichen Regionen ist der nächstgelegene Paketshop einige Kilometer entfernt und oftmals nur zu Zeiten geöffnet, in denen reguläre Menschen arbeiten müssen.

Auch Hermes hinterfragt das bisherige System

Hermes meldete sich bei dieser Diskussion ebenfalls zu Wort und verweist auf Länder wie bspw. Schweden, bei denen die Zustellung an die Haustüre bereits mit einem Aufpreis versehen ist.

Wir müssen uns (…) überlegen, inwieweit eine Haustürzustellung als Standardleistung langfristig tragbar ist.

Als Grund wird unter anderem der unverhältnismäßige Zeitaufwand für die Zustellung an der eigenen Haustüre genannt, aber auch steigende Personalkosten und ein immer höheres Paketaufkommen werden angegeben.

DHL plant bisher keine Aufschläge

Eine gute Nachricht zum Schluss: Zum aktuellen Zeitpunkt plant DHL zumindest keine Preiserhöhung für die Zustellung der Pakete an der Haustür, allerdings werden Kunden bereits seit Jahren mit der Zustellung an eine Packstation in Form von Bonuspunkten belohnt. Dort sind allerdings die Paketmaße limitiert, größere Sendungen passen oftmals einfach nicht in die dafür vorgesehenen Fächer.

Was haltet ihr von der Überlegung, die Preise für die Hauszustellung anzuheben? Ist das Vorgehen akzeptabel, sofern das Netz aus Packstationen sowie lang geöffneten und nahe gelegenen Paketshops ausreichend vorhanden ist, oder würdet ihr solche Unternehmen zukünftig bewusst meiden? Diskutiert darüber gerne in den Kommentaren.

Mit Freunden teilen ?
13 Kommentare zu "Umdenken in der Paketbranche: Zustellung an die Haustüre werden langfristig teurer"

Sag was dazu...

Dein Name*

  • Joddy
    7. März 2019 um 11:26
    Antworten

    Ich bin auf die Öffis angewiesen und bekomme in der Regel größere Pakete. Wenn ich die in Shops abholen soll – am besten in verschiedenen-, die viel zu früh zu machen, und ich das Paket mit meinen 1,50 Körpergröße nicht wegbekomme, ist das auch Mist. Wenn die nicht nach Hause liefern, kann ich auch gleich zu einem Händler vor Ort gehen, was ich ja mit der Bestellung verhindern wollte. Ab gesehen davon, dass ich mit den Öffis zu machen Shops eine halbe Stunde fahren muss und hier auch nur alle 20 Minuten was fährt. Wohl gemerkt in Berlin. Sowas ist bei normalen Arbeitszeiten nicht zu schaffen.

  • Elliot
    7. März 2019 um 08:36
    Antworten

    Warum für sowas zahlen wenn es die es nicht mal schaffen von meinen letzten 5 Paketen eins abzuliefern. Obwohl ich zu hause war hatte ich nicht mal eine Benachrichtigung. Durfte ich gleich in der Filiale abholen. Frechheit sowas. Und was machen die wenn man wieder nicht „da“ ist? Liefern die dann die Pakete in die Filiale und ich bekomme das Geld zurück? Aber dann kann ich die endlich anzeigen! 😉

    • 7. März 2019 um 08:54
      Antworten

      Das ist eine gute Frage. Ich denke aber, dass es so etwas wie eine „Garantie“ geben wird. Man hat ja dann auch theoretisch nicht mehr so viele Anlaufstellen.

  • Alex
    6. März 2019 um 20:32
    Antworten

    Und trotzdem werden die Pakete nicht nach hause geliefert

  • Conny
    6. März 2019 um 18:11
    Antworten

    Natürlich ist das für die Paketdienste total blödsinnig, Privathaushalte anzufahren, wo dann der Empfänger gerade nicht zuhause ist oder auf dem WC sitzt und nicht öffnen kann. Bei den Nachbarn werden die ihre Paakeze auch immer seltener los. Deshalb wollen die diese Zustellungen vermeiden oder verhindern.

    Zum Glück hat DHL wie verrückt überall Packstationen aufgebaut, wohin sich die Zustellung anbietet.
    Hermes und UPS lassen sich an deren Paketshops zur Abholung dort schicken.

  • Karl
    6. März 2019 um 15:21
    Antworten

    Die Nachfrage regelt den Preis. Wenn in der Vergangenheit, bei wenigen Paketzustellungen der Preis lukrativ war müsste er bei hohem Paketaufkommen billiger werden.

  • Jamax
    6. März 2019 um 14:26
    Antworten

    Ich würde die Pakete gern in der Filiale holen – komischerweise ist das wahnisnnig komplex – das scheint für die Paketdienste keine Option zu sein.

  • Nico
    6. März 2019 um 14:17
    Antworten

    Hermes hat ja seine Paket Preise seit Februar schon um 30-40 Cent pro Paket erhöht! Seitdem versende ich nur noch per DHL.

  • Mertl
    6. März 2019 um 12:42
    Antworten

    Die Frage ist, wer wäre bereit einen Zuschlag für die Zustellung zu Hause zu zahlen? Sagen wir mal es kostet 2 € mehr und der Versand an einen Paketshop kostet keinen Aufschlag.

  • Bernd
    6. März 2019 um 12:30
    Antworten

    „DPD sieht Hauszustellung als höherpreisigen Premiumservice an“ — das könnte natürlich ein Grund dafür sein, dass bis jetzt 100% der DPD-Lieferungen nicht bei mir Zuhause angeliefert wurden sondern ungefragt am darauffolgenden Tag zu einer Paketstation geliefert werden.

  • NoJoke
    6. März 2019 um 11:11
    Antworten

    Ich nutze jetzt schon wann immer es geht die Zustellung in Packstationen – ich bin nicht an Zeiten für die Zustellung gebunden und muss den Nachbarn nicht hinterher laufen, sofern diese es angenommen haben.

    Leider ist die Größe von Paketen tatsächlich öfters ein Problem… Somit wäre ein Ausbau in größere Anlagen durchaus sinnvoll

  • DerTeebeutler
    6. März 2019 um 11:05
    Antworten

    Ich hätte prinzipell kein Problem damit, meine Pakete generell irgendwo abzuholen, wenn es eine vernünftige Infrastruktur gibt. Aktuell muss ich je nach Anbieter 1-10 km fahren, was ich nicht akzeptabel finde.

    Es müsste dann halt aber wirklich in jedem Kaff eine Multi-Paketstation geben, bei der alle Anbieter ihr Zeug reinstellen können.

    Alternativ könnten sie die Paketdienste auch auf der „letzten Meile“ zusammenschließen und Pakete von DHL, Hermes und Co. zusammen in einem Fahrzeug ausliefern. Oder von mir aus alle eingehenden Pakete sammeln und nur einmal die Woche ausliefern.

    • Florian
      6. März 2019 um 11:08
      Antworten

      Ich hätte auch kein Problem damit, aber wie du schon schreibst, ist der Weg teilweise recht weit. Das wäre dann zu nervig

deals
Schnäppchen und Deals - Gemacht mit Liebe in Wetschen.