Test des Tenda Nova MW6 WiFi Wireless Router & Repeater

Update Teardown - der Blick ins Innere

Selbst Laien-Psychologen dürften die Bedürfnispyramide nach Maslow kennen. Die Idee dahinter lautet zusammengefasst, dass erst, wenn sehr grundlegende Bedürfnisse wie Sicherheit in hohem Maße gestillt sind, der Mensch einen Kopf für kognitiv hoch entwickelte Dinge wie Seidenmalerei zur Selbstfindung findet. Allerdings muss die Pyramide dahingehend weiterentwickelt werden, dass – quasi als Fundament – noch ausreichend Akkukapazität und schnelles WLAN-Signal hinzugefügt werden. 🙂

Test des Tenda Nova MW6 WiFi Wireless Router & Repeater

Und genau hier setzen wir mit dem hier vorgestellten Tenda Nova MW6 WiFi Router und Repeater an. Denn durch eine moderne Mesh-Technologie und der Unterstützung von sogenannten Beamforming+ und MU-MIMO erweitert die Nova MW6-Module das bestehende WLAN und bringt das Signal bis in die letzte Ecke. In einem ersten Bericht sollen hier die grundlegende Funktionsweise und die Ausstattung der Module vorgestellt werden. Später – wenn ausreichend Benchmark-Tests erfolgt sind – werde ich den Artikel stetig erweitern.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei GearBest, die uns schnellstmöglich ein Testmodell zur Verfügung gestellt haben. Leider haben wir nur ein chinesisches Exemplar erhalten, sodass die Verpackung und Anleitung – für mich – unleserlich waren. Des Weiteren wurden keine Stromadapter mitgeliefert, wodurch ein Test erst mit etwas Verspätung erfolgen konnte. Aber dazu im nächsten Abschnitt mehr. 😉

Lieferung, Zubehör und Verpackung

Die Lieferung und der Versand des Tenda Nova MW6 erfolgten problemlos und schnell – so wünscht man sich das und so kennen wir das auch von GearBest. Der relativ kompakte Karton war ohne viel Schnickschnack, aber sicher verpackt. Also starten wir direkt durch und nehmen erste Tests vor…

Naja, nicht ganz! Denn auf dem Karton selbst finden wir viele chinesische Schriftzeichen und nur wenige für Mitteleuropäer lesbare Elemente. Immerhin konnte ich so den Namen, den Typ und die Modellnummer herausfinden. Auf dem Karton befindet sich auch ein QR-Code, der direkt zur Konfigurations-App weiterleitet (dazu mehr im passenden Absatz). Im Karton selbst habe ich dann zwei Mesh-Router, zwei Strom-Adapter, jeweils ein RJ45-Netzwerkkabel und eine englische Bedienungsanleitung gefunden. Damit kann der Test ja endlich beginnen – oder doch nicht?

Test des Tenda Nova MW6 WiFi Wireless Router & RepeaterNein, denn wie bereits erwähnt, handelt es sich bei den Power-Adaptern um Modelle für den chinesischen Markt. Ich besitze zwar von verschiedenen Reisen Stromadapter, diese adaptieren aber den Schuko auf den jeweiligen Landesanschluss und nicht umgekehrt. Ich habe also zwei günstige Adapter bei Amazon bestellt und auf diese einige Tage warten müssen. (den Link gebe ich euch hier mit) Hier kann ich nur hoffen, dass ihr keine Testmodelle, sondern für den europäischen Markt homologierte Router bekommt.

Design und Details

Da die Adapterstecker ja noch auf sich warten ließen, hatte ich Gelegenheit das Design und die technischen Daten zu ergründen und zu studieren. Kommen wir also zuerst zu dem Design, denn dieses finde ich wirklich sehr gelungen. Die Tenda Nova heben sich von ihrem Vorgänger dahingehend ab, dass diese nun eher an gestapelte Würfel erinnern. Gerade/klare Linien, geviertelte Rechtecke und ein unaufdringliches, schlichtes Design.

Der kleine Nova-Würfel steht auf kaum sichtbaren Füßen und beherbergt – praktischerweise von unten zugänglich – die beiden Gigabit-LAN-Anschlüsse und natürlich den Stromanschluss. PoE, also Power über das Ethernet-Kabel, wäre hier sicher praktischer gewesen, aber dies findet im privaten Umfeld ohnehin kaum Anwendung. Auf der Oberseite des Tenda Nova finden wir eine LED, die uns in den folgenden Farben die jeweilige Signalstärke des WLANs verrät:

  • Blau leuchtend = gutes Signal
  • Gelb leuchtend = mittelmäßiges Signal
  • Pink leuchtend = schwaches Signal

Viel mehr gibt es zum Design eigentlich auch nicht zu sagen, daher werden wir uns an dieser Stelle noch den technischen Daten zuwenden.

Viele interessiert hier natürlich die maximale Fläche der WLAN-Versorgung. Der Hersteller schreibt hierzu, dass insgesamt bis zu 7 Stationen gekoppelt werden können und somit eine Fläche von bis zu 1000m² versorgen. Dies funktioniert sicher nur unter Idealbedingungen, aber eine wesentliche Verbesserung – in einiger Entfernung zum Router – konnte ich durchaus feststellen. Genaue Testergebnisse werden hier noch folgen, dann kann ich euch verraten, wie schnell das Signal noch ankommt. 😉

Wichtig für 4k-Videostreaming und anspruchsvolle Online-Games ist natürlich die unterstützte Geschwindigkeit. Die Tenda Nova MW6 unterstützen hier sogenanntes Dual-Band Highspeed AC1200 WLAN mit Geschwindigkeiten von bis zu 867 MBit/s über das 5 GHz Band und 300 MBit/s über 2,4 GHz. Als weitere Highlights zählen hier die Unterstützung von Amazons Alexa, mit der ihr alle euren kompatiblen Geräte steuern könnt. Außerdem lassen sich die Mesh-Würfel mit der Tenda WLAN-APP fernsteuern, ihr könnt eine Kindersicherung und Zugriffskontrolle einrichten und natürlich die bereits erwähnte Beamforming+ und MU-MIMO-Technologie nutzen.

Die App

Wozu benötigt man bei solchen Repeater eigentlich eine App? Ganz einfach: Nicht jeder ist intuitiv in der Lage, über eine IP auf die Weboberfläche zu gelangen und dort Einstellungen bis ins Detail vorzunehmen. Bei Apple gehört die App-Konfiguration der Airports ja zum guten Ton, AVM hat mit dem Support die Fritzboxen ordentlich verbreitet und somit verwundert die Integration bei Tenda eigentlich nicht.

Über den auf der Verpackung aufgebrachten QR-Code könnt ihr euch die passende App für Android oder iOS downloaden, installieren und öffnen. Danach erscheint für euch in deutsch eine Anweisung, wonach ihr euch mit dem WLAN des Tenda-Geräts koppeln müsst und schon kann eine Konfiguration vorgenommen werden. Ihr könnt somit beispielsweise Ruhezeiten konfigurieren, die WLAN-Versorgung prüfen oder Blacklists anlegen. Eigentlich fast alles, was der normale Anwender benötigt. Detailkonfigurationen fehlen allerdings – hier wäre mir eine „Profi-Ansicht“ mit weiteren Einstellungsmöglichkeiten lieber gewesen. Weiterhin muss ich die permanente Forderung nach einer Anmeldung bemängeln. Das nervt schon, wenn man nicht unbedingt Remote auf seine Konfiguration zugreifen möchte.

Insgesamt geht der Funktionsumfang der App aber völlig in Ordnung und mehr benötigt eigentlich auch kein normaler Anwender. Einzig das Design der App könnte in einem zukünftigen Release doch etwas überarbeitet werden. Das wirkt auf mich noch eher nach einem Beta-App, bei der eher die Inhalte als die optische Erscheinung dominieren. J Klasse finde ich natürlich auch die deutsche Sprache in der App – nach dem Karton und der Bedienungsanleitung habe ich hier schon dezente Ängste entwickelt gehabt.

Teardown – der Blick ins Innere

Ich habe euch bereits Eingangs einige Updates versprochen, daher geht es nun mit einem kleinen Teardown los. Da ich bereits einige Anfragen erhalten habe, welcher Chip denn verbaut und wie viel Luft denn im Gehäuse sei, habe ich es heute einfach mal geöffnet. Um mit der zweiten Frage zu beginnen: Luft gibt es genügend im kleinen Würfel, daher war das Öffnen auch kein Problem. Wenn ihr etwas reparieren möchtet, müsst ihr nur die 4 Gummifüße entfernen und die darunterliegenden 4 Schrauben lösen. Danach könnt ihr die Bodenplatte abnehmen. Im Gehäuse selbst sind – wenig überraschend – 2 Antennen und die Platine samt Anschlüssen, Status-LED und Reset-Taster verbaut.

Positiv fällt auf, dass relativ großflächige Kühlbleche auf den Chips verbaut sind. Negativ für mich: diese müssen entfernt werden, um den verbauten WLAN-Chip zu erkennen. 🙂 Also weitere 4 Schrauben lösen, Kühlbleche vorsichtig abhebeln und staunen. Denn erstens bedecken die Bleche teilweise gar keine Chips (hier handelt es sich also um Einheitsmodelle) und zweitens kann ich die Bezeichnung des WLAN-Chips nicht lesen. Nach einigen Versuchen mit verschiedenen Lichtquellen konnte ich dann ein Foto schießen, welches uns verrät, dass es sich bei dem bgn-Chip um den Realtek RTL8197FS und bei dem ac-Chip um den RTL8812BR handelt.

Fazit

Ohne Internetverbindung läuft heute kaum noch etwas rund. Der Staubsaugerroboter strauchelt, die Appgesteuerte Lampe geht nicht mehr an und Siri versucht krampfhaft auf einen Befehl zu reagieren. Schön ist es also, wenn auch im letzten Winkel noch ein vernünftiges WLAN-Signal verfügbar ist. Mit dem unauffälligen Tenda Nova MW6 WiFi Router und Repeater holt ihr euch das Signal auch in entlegene heimische Orte und mit der passenden App habt ihr auch stets die Kontrolle über alle Geschehnisse. Außerdem können sich die technischen Daten sehen lassen. Also nur Positives? – Nicht ganz, denn in meinem Fall gibt’s viel Chinesisch und keine Stromversorgung. Ich hoffe und denke aber, dass das bei euren Geräten anders sein wird.

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2 Kommentare zu "Test des Tenda Nova MW6 WiFi Wireless Router & Repeater"

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Kor
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Kor

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