Test des Jumper 14” EZbook S4 Notebook

Habt ihr eigentlich noch einen Desktop-PC zu Hause? Da ich kaum zocke und eher auf Flexibilität und eine USV Wert lege, nutze ich schon über 10 Jahre nur noch Notebooks für meine Arbeit. Ein 17-Zöller steht auf dem Schreibtisch und für unterwegs nutze ich ein kleines Convertible. Dass ich mein MacBook Air erst kürzlich verkauft habe, hat GearBest sicher bemerkt und mir daher das Jumper 14“ EZbook S4 Notebook zum Testen bereitgestellt.

Den Vergleich mit dem Apple-Pendant konnte ich mir hier wirklich nicht verkneifen, denn das Jumper ähnelt dem Premiumgerät mit dem Apfel doch extrem. Natürlich müssen wir hier aber einige Kompromisse in Sachen Hardware, Materialien und Verarbeitungsqualität in Kauf nehmen. Wie sich das im Detail auswirkt und was an diesem China-Notebook noch besonders ist, lest ihr im folgenden Bericht. Weiterhin werde ich stets Vergleiche mit einem MacBook Air und meinem Convertible anstellen – diese sind natürlich meine Geräte und wurden mir nicht zur Verfügung gestellt.

Test des Jumper 14” EZbook S4 Notebook

Bevor ich euch aber mehr über das Notebook berichte, möchte ich mich erneut bei GearBest bedanken, die uns das Jumper zum Testen überlassen haben. Ohne diese Unterstützung wäre ein Test wie dieser nur schwer möglich gewesen!

Lieferung, Zubehör und Verpackung

Geliefert wurde das Notebook ohne viel Verpackungsmüll. Im Lieferumfang enthalten ist das Jumper S4, ein chinesisches Netzteil und eine mehrsprachige Bedienungsanleitung. Leider liegt – wie so häufig – kein Adapter bei, der den chinesischen Stecker auf unseren Eurostecker umwandelt, dieser muss also extra erworben werden. Glücklicherweise hatte ich bereits einen solchen Adapter von früheren Tests und konnte somit ohne Verzögerung starten.

Zur Lieferzeit selbst kann ich gar nichts sagen. GearBest liefert je nach Lagerbestand innerhalb von wenigen Tagen direkt aus Europa – somit entfallen für euch Probleme mit dem Zoll oder lange Verzögerungen. Aktuell müsst ihr mit ca. einer Woche Lieferzeit rechnen – das wird so bei GearBest angezeigt und sollte auch passen.

Design, Details und Anschlüsse

Kommen wir zum Design und einigen Besonderheiten des Notebooks – und weil es hier einfach prima passt, nehme ich im Anschluss noch einen Bezug auf die Anschlüsse des Ultrabooks. Wie schon eingangs erwähnt, werde ich für ein besseres Verständis stets Vergleiche zu mir vorliegenden Geräten ziehen.

Wer schon mal ein Macbook Air vom kalifornischen Apfelhändler gesehen hat, kommt mit dem Jumper sofort zurecht. Das silberne Design, der nach vorne schräg abfallende Korpus und die schwarze Umrandung um das Display sind bekannt. Sogar die Anschlüsse an den Seiten und die Rückseite mit den typischen schwarzen Standfüßen wurde nachgeahmt. Dem geneigten User wird aber schnell auffallen, dass auf der Oberseite das Wort „jumper“ prangt, der Ladeadapter nicht magnetisch und rechteckig, sondern rund ist und neben den üblichen 2 USB-Anschlüssen beim Macbook noch ein HDMI- und ein MicroSD-Anschluss verbaut wurde. Natürlich läuft auf dem Notebook auch ein Windows 10 als Betriebssystem und das Display ist mit FullHD und 14 Zoll minimal größer und besser aufgelöst als bei der alten Air-Variante.

Was in dieser Notebookklasse längst zur Normalität geworden ist, ist die lange Akkulaufzeit. Dank der sparsamen Hardware kommt ihr hier locker einen Arbeitstag ohne Stromquelle aus und könnt zusätzlich noch eine angeschlossene Maus und Tastatur mit Strom versorgen. Ihr fragt euch gerade, warum ihr eine Tastatur anschließen müsst? Das ist eine weitere Besonderheit des Notebooks, denn hier ist eine QWERTY-Tastatur verbaut. Ihr könnt zwar das Tastaturlayout im Windows ändern, müsst dann aber ständig daran denken, dass zum Beispiel die Taste mit dem „Y“ ein „Z“ schreibt. Eventuell ist es möglich diese beiden Tasten zu tauschen, aber die Bezeichnung für Ctrl, Shift, Delete, Backspace und co. bleibt trotzdem ungewohnt.

Test des Jumper 14” EZbook S4 Notebook

Zusammenfassend gibt es hier also wenig Besonderheiten. Das Notebook ist mit 1,25 kg angenehm leicht, der Akku hält lange durch und der Speicher lässt sich mit MicroSD-Karten leicht erweitern. Außerdem könnt ihr das Notebook leicht via HDMI an einen großen Monitor oder den Fernseher anschließen und so Videos (ohne Ton) besser genießen. Wirklich mobil ist das Notebook aber nicht, denn ihr müsst – wenn ihr längere Zeit unterwegs seid – immer das Netzteil und einen europäischen Stromadapter mitschleppen – schade.

Die Hardware

Wie schon beim Design werden wir auch beim Hardware-Kapitel einige Ohhs und Orrs beobachten können, aber fangen wir erst einmal mit den positiven Dingen an. Das Notebook verfügt nämlich über satte 8 GB Arbeitsspeicher, eine große 256 GB SSD (auch das ist nicht üblich in dieser Geräteklasse) und natürlich über den bereits angesprochenen FullHD-Bildschirm. Vergleichbare Notebooks bieten hier meist nur eine geringere Auflösung an.  Das war mit Windows 7 noch ein Problem, aber Windows 10 lässt sich hier wesentlich besser skalieren. Außerdem wird in vielen Ultrabooks nur eine kleine SSD verbaut – das ist auch bei meinem Convertible und bei früheren MacBooks der Fall. Aufgrund des hohen Aufpreises haben sich hier viele Kunden für eine 128 GB SSD oder gar nur 64 GB entschieden, was bei späteren Updates durchaus problematisch werden kann.

Wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten – und das trifft bei dem Jumper-Notebook auch zu. Denn wirklich flüssig läuft Windows 10 mit seinen vielen Hintergrundprozessen faktisch nie. Und auch Spiele brauchen wir mit der Vorjahres-CPU N4100 und dem verbauten Intel UHD Graphics 600-Chip nicht versuchen. Schade, denn bei einem neuen Notebook wünscht man sich doch eine gewisse Performance, die erst einige Jahre später nachlässt. Nutzt von euch eigentlich noch jemand Videochat? – Dann erwartet auch hier nicht so viel von dem Jumper. Zwar ist ein Mikrofon und eine Kamera verbaut, aber das Mikrofon knackt häufig in meinen Tests und die Kamera löst mit mageren 0,3 Megapixlen auf. Ja genau, das ist in etwa die Auflösung, die eurer Sony Ericsson-Handy vor 10 Jahren angeboten hat… wenn überhaupt!

Schauen wir uns zum Abschluss noch die Konnektivität des Notebooks an – schließlich wollen wir ja alle Daten aus unserem WLAN saugen. 😀 Neben den erwähnten Schnittstellen verfügt das Notebook natürlich auch über Bluetooth und WLAN. Natürlich erhalten wir hier nicht die aktuellste Ausbaustufe, aber auch Bluetooth 4.2 und ac-WLAN sind schnell genug für die alltäglichen Anwendungen. Somit ist auch das Koppeln einer Funkttastatur kein Problem und erspart euch das permanente Umdenken mit der verbauten Tastatur. 😉 Da hier nur das chinesische und englische Sprachpaket installiert sind, könnt ihr euch über WLAN auch das deutsche Languagepack nachinstallieren – das schreibt übrigens der Hersteller auch explizit so. 😉

Fazit

Selten ist mir ein Fazit so schwer gefallen wie hier. Einerseits kann sich die Hardware und die Verarbeitung – wenn man von Plastik einmal absieht – des Jumpers wirklich sehen lassen. Natürlich kann man im Einsteigersegment keinen i5 oder i7-Prozessor erwarten, aber der verbaute Speicher ist wirklich klasse. Auch das Display und die Akkulaufzeit (trotz der nur 4600 mAh) können hier durchaus überzeugen.

Test des Jumper 14” EZbook S4 Notebook

Dennoch überwiegen für mich die Nachteile in Sachen Mobilität, denn ihr müsst für normales Arbeiten unterwegs stets den Stromadapter und eine Ersatztastatur mitnehmen. Damit verpufft auch das geringe Gewicht und der Komfort des Notebooks. Eine deutsche Tastatur wird derzeit leider nicht angeboten und auch ein angepasstes europäisches Netzteil konnte ich nicht finden. Wenn dann der Preis besonders niedrig wäre, könnte der ein oder andere hier darüber hinwegsehen. Allerdings kostet das Notebook so knapp 500€ und wird teilweise von einigen Angeboten bei Media Markt oder Saturn deutlich unterboten. Ich persönlich würde mir das Notebook so nicht kaufen – aber vielleicht habt ihr ja Glück und sichert euch durch regelmäßiges Reinschauen bei mein-deal.com ein ganz besonderes Angebot…!?

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