Test der APEMAN Trawo Action Cam

Der Winter – jedes Jahr beehrt er uns wieder mit seiner Anwesenheit und straft Menschen wie mich mit seinen Folterinstrumenten „Schnee“ und „Kälte“. In dieser Zeit denken viele, die genauso empfinden wie ich und den Winter zutiefst verachten, bestimmt daran einen schön langen Urlaub zu machen, am besten dort wo es warm ist, mit Strand und ganz viel Sonne. Oder man macht einen Aktivurlaub, Radfahren, wandern, klettern, ganz egal, Hauptsache Bewegung.

Und genau an dieser Stelle kommt die APEMAN Trawo Action-Cam zum Einsatz, denn was wäre ein schöner Urlaub ohne Bilder und Videos, mit denen man angeben kann. Bedanken möchte ich mir an dieser Stelle bei APEMAN, für das Bereitstellen der Action-Cam, sowie einem zusätzlichen wasserdichten Case, sonst wäre dieser Test in dieser Form nicht möglich gewesen.Test der APEMAN Trawo Action Cam

Lieferung, Zubehör und Verpackung

Die Lieferung und der Versand der APEMAN Trawo erfolgte schnell und ohne Probleme – super! Die Kamera selbst befindet sich, umgeben von einer kleinen Box aus dünner Pappe, in einer weiteren größeren Box zusammen mit dem mitgelieferten Zubehör. Zudem ist alles, wirklich alles, jedes noch so kleine Zubehörteilchen, in großen Folienbeuteln eingepackt und mehrfach mit dem Beutel umwickelt – ein Graus für jeden Umweltaktivisten, aber immerhin ist es so gut gepolstert. 🙂

Was das enthaltene Zubehör angeht, wird man an Masse regelrecht erschlagen. Hier finden wir: ein wasserdichtes Case, einen Austauschdeckel zum Case, wodurch es zwar nicht mehr wasserdicht ist, aber dafür wieder Außengeräusche aufnehmen kann – es wird zum „Skeleton-Case“, zwei Akkus, ein USB-Kabel, ein Mikrofasertuch, eine Rucksack-Halterung, einen schwarzen Rahmen, eine Fahrrad-Halterung, Kabelbinder, zwei Halterungen zum Montieren auf verschiedenem Zubehör oder Helmen, eine Handgelenksschlaufe – falls man lieber Action Cams statt Uhren trägt – und verschiedene Kleinteile für das Zusammensetzen des Zubehörs mit der Cam.

Aber wer denkt, damit hätte er schon alles, was er sich wünschen kann für die APEMAN Trawo, der irrt, denn separat erhältlich gibt es noch eine Art Brust-Tragegurt für Aufnahmen aus der Sicht eures Brustkorbs, einen stabilen Unterwasser-Haltegriff für mehr Halt beim Tauchen und auch noch einen Selfie-Stick – eine Kamera ohne die Möglichkeit Gruppenselfies zu machen, ist keine Kamera. 😉  Zusätzlich muss man noch erwähnen, dass zum Benutzen der Cam eine Micro-SD-Karte der Klasse 10 oder höher mit mindestens 8 GB dazu gekauft werden muss, diese ist nicht im Lieferumfang enthalten. Test der APEMAN Trawo Action Cam

Verarbeitung und Vorbereitung

Schritt für Schritt nähere ich mich nun dem tatsächlichen Einsatz der Cam, doch vorher muss natürlich überprüft werden, ob ich hier nur billige China-Ware vor mir habe und wie frustfrei ich überhaupt starten kann. Da dies meine erste Action-Cam ist und ich auch keine Digitalkamera oder ähnliches besitze, kann ich, was die Verarbeitung angeht, leider keine Vergleiche zu anderen Produkten anstellen.

Aber selbst mir als Laie fällt sofort auf, dass es sich hierbei nicht um Material aus dem nächstgelegenen Schrotthandel handelt. Das Plastik fühlt sich hochwertig an, es besteht keine Verletzungsgefahr durch scharfe Kanten oder aufgeplatzte Stellen und auch das Metall steht dem Ganzen in nichts nach. Wie bruchfest das alles ist, habe ich nicht explizit getestet, aber ich denke, das ist nachvollziehbar. Wir alle kennen den Schockmoment, wenn beispielsweise das Smartphone herunterfällt.

Ich kann mir denken, was viele Leser und Leserinnen nun in ihrem Hinterkopf sagen werden – „gutes Material schön und gut, aber du sagtest was von Montieren, muss ich etwa handwerklich begabt sein?“ – Nein. Hier kommt ein Punkt zum Tragen, den ich persönlich sehr angenehm empfand. Das Montieren des einzelnen Zubehörs an der Action-Cam ist wirklich einfach und unkompliziert. Entweder befindet sich am Zubehör selbst eine Halterung oder man nimmt eine der mitgelieferten Halterungen, steckt sie dran, sie rastet ein und sitzt fest ohne zu wackeln. Danach steckt man einfach die Cam oben drauf und befestigt das Ganze mit der Schraube, welche zu jedem Zubehör passt – Fertig! Falls meine Erklärung nun doch komplizierter klingt, als sie eigentlich ist, hat Apeman ebenfalls auf YouTube einen Channel mit Videos, in denen Schritt für Schritt erklärt wird, wie man das Zubehör benutzt.

Erste Testläufe und App

Bevor ich loslegen kann, muss ich zunächst einen der beiden Akkus einlegen und voll aufladen lassen. Das kann, je nachdem, wie entladen der Akku ist, bis zu 3,5 Stunden dauern. Sobald das erledigt ist, geht es auch direkt los. Als erstes wird die Cam selbst, ohne App, Unterwasseraufnahmen oder sonstiges Zubehör getestet. Zur manuellen Steuerung befinden sich oben und an der rechten Seite je zwei Knöpfe, ein Touchscreen ist nicht verbaut. Die oberen zwei Knöpfe sind der Auslöser und der Power-Knopf, welcher außerdem zum Moduswechsel und Menüeingang dient. Die beiden seitlichen sind für das nach oben oder unten Wechseln zwischen den einzelnen Menüpunkten, wobei der obere Knopf zusätzlich das WLAN-Signal der Kamera aktiviert, doch dazu komme ich später noch einmal. Die Menüsprache kann auf Deutsch eingestellt werden, jedoch sollte man sich darauf einstellen, nicht gerade grammatikalische Glanzleistung zu Gesicht zu bekommen.

Test der APEMAN Trawo Action Cam
Einfache Bilder schießt die Cam mit 20MP, die Bildqualität ist dabei okay bis gut, je nachdem wie die Lichtverhältnisse sind. Gerade bei Nachtaufnahmen kommt es öfter dazu, dass die Cam dunkle Stellen zu sehr abdunkelt und helle Stellen – ganz besonders Lampen – überbelichtet sind. Ein großer Pluspunkt der Cam findet sich jetzt bei den Videoaufnahmen: APEMAN verspricht 4K-Aufnahmen und sie liefern! Die Qualität der Videoaufnahmen ist sehr hoch und auch der Bildstabilisator leistet ganze Arbeit! Die Auflösung kann zudem heruntergeschraubt werden, falls ihr keinerlei Möglichkeit habt, 4K auch auszunutzen. Die Auswahl habt ihr hier bis minimal 720p, also immer noch HD-ready.

Aufgrund der aktuellen Jahreszeit war es mir leider nicht möglich, die Unterwasseraufnahmen ausgiebig zu testen, da die örtlichen Schwimmbäder alle ein Filmverbot haben und nach ein paar Minuten im See meine Hand dann doch gestreikt hat. Aber was ist das? Roter Akkubalken? Ich hab ihn doch erst vollgeladen? Womit wir beim ersten großen Nachteil wären: die Akkuleistung. Nach nur 30 Minuten unter Volllast, mit mehreren Bild- und Videoaufnahmen und WLAN-Verbindung zum Smartphone, zeigt mir die Cam den großen roten Balken an „Bitte lad mich auf!“… Diesen Gedanken sollte man im Hinterkopf behalten, sollte man die Cam beispielsweise für Tauchgänge benutzen wollen. Den Pazifik könnt ihr also nicht in einem Durchlauf erforschen, schade.

Test der APEMAN Trawo Action Cam
Nun zur App. Diese bekommt ihr ganz üblich aus eurem jeweiligen App-Store, da sie keine APEMAN-eigene App ist. Sie heißt „YUTUPRO“ und ist von der Firma „ZIHE YANG“. Die App selbst ist komplett in Englisch – ohne Grammatikfehler – jedoch kann es ab und an vorkommen, dass euer Smartphone euch Meldungen aus asiatischen Schriftzeichen ausgibt, größtenteils, wenn ihr aufgenommene Videos in der App abspielt. Um euch mit der App zu verbinden, müsst ihr manuell an der Cam das WLAN einschalten, euer Smartphone damit verbinden und nun die App starten. Anschließend habt ihr die Wahl, die Cam zu bedienen oder aber ins Album zu gehen, um eure bisherigen Aufnahmen anzusehen oder aufs Smartphone herunterzuladen. Wenn man die Cam nun steuert, seht ihr auf eurem Smartphone mit leichter Verzögerung, was die Cam gerade sieht.

Die Verbindung zur Cam läuft recht stabil und hat auch ausreichend Reichweite – zumindest im Normalzustand. Unter nennen wir es mal „Extrembedingungen“ (in meinem Fall starker Wind, Kälte und freie Natur), neigt die Verbindung zur Cam dazu, auszusetzen oder abzubrechen, die Fehlermeldung „Operation failed“ beim Versuch einer Aufnahme wird von der Ausnahme zur Regel. Außerdem wirkt es leicht irreführend, dass in der App verschiedene Modi auswählbar sind, welche die Cam gar nicht besitzt, beispielsweise einen Slowmotion-Modus für Videos. Auch der Burst-Modus zum Knipsen mehrerer Bilder hintereinander hat sich leider als enttäuschend herausgestellt: er funktionierte einmal per App, danach gab es nur noch schwarzen Bildschirm, wenn ich diesen Modus ausgewählt habe. Jedoch lassen sich solche Fehler eventuell durch spätere Updates der App beheben.

Test der APEMAN Trawo Action Cam
Um die Bilder und Videos auf den PC oder andere Geräte zu übertragen, stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: entweder man verbindet die Cam per USB-Kabel direkt mit dem Gerät und zieht sich die Dateien herüber oder man lädt die Aufnahmen per App auf sein Smartphone und zieht sie von dort aus auf das jeweilige Gerät. In meinem Fall jedoch kam es dazu, dass sich mittels beiden Methoden in den Videoaufnahmen Bildfehler, Freezes und Verpixelungen eingeschlichen hatten, als ich sie auf mein Notebook übertragen habe, obwohl auf dem Smartphone alles flüssig lief. Daher ist hier ein wenig Achtung nötig, bevor man Anderen seinen tollen Urlaub zeigen will.

Fazit

Im Groben und Ganzen bekommt ihr mit der APEMAN Trawo eine solide Action-Cam für einen Bruchteil des Geldes, den ihr für Action-Cams von großen Herstellern wie GoPro oder vergleichbaren bezahlen müsstet.Test der APEMAN Trawo Action CamAuch wenn es momentan noch etwas Schwierigkeiten mit der App gibt, liefert die Trawo das, was sie verspricht: tolle 4K-Aufnahmen, auch für Unterwasser, leichte Bedienung und Montage des Zubehörs und einen Lieferumfang, den man definitiv nicht kleinreden kann.

Für einen UVP von 129,99€ bietet die Trawo somit eine sehr gute Leistung für dieses Preissegment und bekommt von mir definitiv eine Kaufempfehlung.

Zum Angebot

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