In vielen deutschen Haushalten flattert aktuell die Jahresendabrechnung für den Stromverbrauch in den Briefkasten. Mitunter ist die Überraschung groß, denn obwohl ein günstiger Stromanbieter gewählt wurde, ist die Nachzahlung dem Empfinden nach zu hoch. Grund dafür ist meist ein zu hoher Stromverbrauch. Doch die Lösung dafür ist einfach: den Stromverbrauch senken und so Stromkosten reduzieren!

Dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten, denn am meisten Strom verbrauchen Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Waschmaschine oder Trockner. Mit unseren aktuellen Stromspar-Tipps 2019 für alle Haushaltsgeräte in Bad, Küche, Wohnzimmer oder Arbeitszimmer lassen sich jährlich mehrere hundert Euro sparen!

In diesem Stromspar-Ratgeber erfahrt ihr, wie ihr mit einfachen Stromspar-Tricks im Alltag und Instrumenten wie dem Energieeffizienzlabel, dem Smart Meter oder dem Energiesparkonto euren Stromverbrauch senken und eure Stromkosten reduzieren könnt!

Stromkosten reduzieren? Stromverbrauch senken! Die Top Stromspar Tipps 2019 für Küche, Bad, Wohn  und Arbeitszimmer!

Stromkostenabrechnung: Wann erfolgt die Jahresabrechnung?

Um es kurz zu machen: Wann die Jahresendabrechnung für euren Stromverbrauch bei euch im Briefkasten liegt, ist nicht pauschal zu beantworten. Denn ein einheitliches Datum gibt es nicht. Stattdessen gibt es drei unterschiedliche Abrechnungsmodelle der Stromanbieter:

  • Abrechnungsjahr gleich Kalenderjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember
  • Abrechnungsjahr gleich Wirtschaftsjahr; dieses kann von Stromanbieter zu Stromanbieter unterschiedlich sein
  • Abrechnungsjahr gleich Vertragsjahr; in diesem Fall ist es abhängig vom Datum des Vertragsabschlusses, wann die Stromkostenabrechnung für das Jahr erfolgt

Somit muss festgehalten werden: Schaut einfach in euren Stromvertrag. Dort steht geschrieben, welches Abrechnungsmodell euer Stromanbieter nutzt und somit auch, wann ihr mit der Stromkostenabrechnung zu rechnen habt.
 

Stromanbieter wechseln & Sonderkündigungsrecht nutzen!

Natürlich könnt ihr, sollte eure Nachzahlung trotz geringen Stromverbrauchs zu hoch ausfallen, euren Strom- bzw. Energieversorger wechseln. Speziell wenn euer Stromanbieter die Preise erhöht, könnt ihr außerordentlich kündigen und das Sonderkündigungsrecht nutzen.

Ob ihr aber tatsächlich zu viel Strom verbraucht, könnt ihr aber natürlich nur abschätzen, wenn ihr den durchschnittlichen jährlichen Stromverbrauch deutscher Haushalte kennt. Euren eigenen Jahresstromverbrauch findet ihr auf euer Jahresendabrechnung. In der folgenden Tabelle könnt ihr ablesen, wie viel Strom verschiedene deutsche Haushalte im Jahr verbrauchen.

Durchschnittlicher Stromverbrauch 2019 in Einfamilienhäusern

Haushaltsgröße Stromverbrauch
1 Person 2.300 kWh/Jahr
2 Personen 3.000 kWh/Jahr
3 Personen 3.600 kWh/Jahr
4 Personen 4.000 kWh/Jahr
5 Personen 5.000 kWh/Jahr

Durchschnittlicher Stromverbrauch 2019 in Mehrfamilienhäusern

Haushaltsgröße Stromverbrauch
1 Person 1.500 kWh/Jahr
2 Personen 2.100 kWh/Jahr
3 Personen 2.600 kWh/Jahr
4 Personen 3.000 kWh/Jahr
5 Personen 3.600 kWh/Jahr

 

Unsere Spar-Tipps für weniger Stromverbrauch im Haushalt!

Falls ihr denkt, nur teure und moderne Haushaltsgeräte oder ein Smart Home können euch dabei helfen, nachhaltig euren Stromverbrauch im Haushalt zu senken und damit eure Stromkosten im Jahr zu reduzieren, unterliegt ihr einem Irrglauben. Zwar ist es richtig, dass gerade sehr alte Haushaltsgeräte echte Stromfresser sind, doch im Alltag gibt es viele weitere Möglichkeiten, wie ihr euren Stromverbrauch senken könnt. Zusammengerechnet könnt ihr mit unseren Stromspar-Tipps mehrere hundert Euro im Jahr sparen – und das ohne die Anschaffung neuer und teurer Haushaltsgeräte!

 

Die größten Stromfresser: durchschnittlicher Stromverbrauch von Waschmaschine, Kühlschrank, Staubsauger und Co.

Bevor ihr euch darüber Gedanken macht, wie ihr durch eure Verhaltensweise Strom sparen bzw. den Stromverbrauch senken könnt, ist es interessant zu wissen, welche Haushaltsgeräte überhaupt am meisten Strom fressen. Im Durchschnitt sieht die prozentuale Aufteilung des jährlichen Stromverbrauchs in deutschen Haushalten nach elektronischen Geräten wie folgt aus:

  1. Unterhaltungselektronik (TV, Audiogeräte etc.): 27 Prozent
  2. Kühlschrank / Gefrierschrank: 17 Prozent
  3. Waschmaschine / Trockner: 13 Prozent
  4. Herd / Backofen: 11 Prozent
  5. Licht: 9 Prozent
  6. Spülmaschine: 7 Prozent
  7. Sonstige elektronische Geräte: 13 Prozent

 

Stromspar-Tipp für den Kauf von Elektrogeräten: auf das Energieeffizienzlabel achten!

Das EU-Energielabel (auch: Energieverbrauchskennzeichnung, Energieetikett, EU-Label oder Energy Label EU) ist eine Kennzeichnung für elektrische Haushaltsgeräte und Heizanlagen, die in Europa einheitlich vorgenommen wird. Verbraucher haben so die Möglichkeit, auf einen Blick zu erkennen, wie energieeffizient ein Gerät tatsächlich ist.

Dem EU-Label ist dabei eine Farbskala von grün (sehr energieeffizient; A+++) bis rot (nicht energieeffizient, D) zugeordnet, wobei für jede Farbe ein Buchstabe die Energieeffizienzklasse angibt. Wichtig zu wissen ist, dass es nicht ein einziges Energieeffizienzlabel gibt, sondern verschiedene. Tatsächlich werden verschiedenen Geräten nämlich unterschiedliche EU-Label zugeordnet, auf denen neben der Energieeffizienzklasse dann auch weitergehende Informationen zum Gerät zu entnehmen sind. Dabei kann es sich beispielsweise um den Wasserverbrauch oder die Geräuschentwicklung während des Betriebs handeln.

Stromkosten reduzieren? Stromverbrauch senken! Die Top Stromspar Tipps 2019 für Küche, Bad, Wohn  und Arbeitszimmer!

Oftmals wird der Fehler begangen, dass Verbraucher die Energieeffizienz falsch interpretieren. Denn natürlich zeichnet die Energieeffizienzklasse eben nur die Effizienz eines Gerätes aus. So kann es also sein, dass ein Gerät mit schlechterer Energieeffizienzklasse in absoluten Werten weniger Strom verbraucht als ein Gerät mit besserer Energieeffizienzklasse. Daher sollte auch immer ein Blick auf den Gesamtstromverbrauch eines Geräts geworfen werden, wenn zwei verschiedene Modelle miteinander verglichen werden. Denn am Ende ist es für euren Geldbeutel natürlich nicht interessant, wie energieeffizient ein Gerät arbeitet, sondern was euch der Betrieb am Ende kostet.

 

Stromspar-Tipp für die Praxis: Smart Meter nutzen!

Ein Smart Meter ist eine Art digitaler Stromzähler, der euch dabei helfen kann, euren Stromverbrauch zu überwachen und entsprechend anzupassen. Dies kann beispielsweise über eine App oder auch über eine Web-Anwendung bzw. Internetseite mit persönlichen Login-Daten geschehen. Die Messdaten werden entweder an einen eigenen Dienstleister oder gar direkt an euren Stromversorger weitergeleitet.

Der Vorteil im Vergleich zum analogen Zähler liegt auf der Hand: Ihr könnt nämlich nicht nur tagesaktuell euren gesamten Stromverbrauch einsehen, sondern erhaltet in der Regel auch Zugriff auf weitere Datensätze, beispielsweise über den Verbrauch zu bestimmten Jahres- oder Tageszeiten. Auf diese Weise habt ihr auch die Möglichkeit, Stromfresser zu identifizieren.

Aktuell müsst ihr als Verbraucher die Kosten für den Einbau eines Smart Meters noch selbst tragen. Gesetzlich verpflichtet zur Nutzung eines Smart Meters sind aktuell lediglich Haushalte mit einem Stromverbrauch von mehr als 10.000 kWh pro Jahr. Bis zum Jahr 2032 sollen allerdings alle deutschen Haushalte mit einem Smart Meter ausgerüstet werden.

Ob sich ein Smart Meter für euch lohnt, solltet ihr am besten selbst entscheiden. Derzeit müsst ihr mit Betriebskosten von circa 100 Euro im Jahr rechnen. Sollte euch das Smart Meter dabei helfen können, mehr als 100 Euro im Jahr an Stromkosten einzusparen, würde sich die Nutzung lohnen, andernfalls solltet ihr noch einige Jahre warten.

Stromverbrauch senken in der Küche: Tipps & Tricks

In der Küche lassen sich mit sehr wenigen Tipps und Tricks bereits weit über 200 Euro einsparen. Und dafür braucht es praktisch keinerlei neuen Geräte, ihr müsst nämlich nur klug agieren, Energie effizient nutzen und Energiefresser aus der Küche eliminieren!

  1. Nutzt beim Wasserkocher die richtige Füllmenge! Denn je mehr Wasser erhitzt werden muss, desto mehr Energie wird auch benötigt. Ohnehin ist es effizienter, geringe Wassermengen mithilfe des Wasserkochers und nicht über den Elektroherd zu erwärmen. Grund dafür ist, dass beim Wasserkocher weniger Abwärme entsteht.

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  2. Bereitet euer Essen ohne Vorheizen im Backofen zu! Es gibt nämlich nur wenige Produkte, die für eine ordnungsgemäße Zubereitung wirklich einen vorgeheizten Backofen brauchen. Und ohne Vorheizen nutzt ihr die produzierte Energie bzw. Wärme optimal aus!
  3. Kocht ausschließlich in einem Topf mit geschlossenem Deckel! Ist auch logisch, denn so geht die produzierte Wärme kaum verloren und eure Gerichte werden schneller fertig. Energieeffizient ist es übrigens auch, eine Herdplatte zu nutzen, die nicht größer oder kleiner als euer Kochtopf ist.

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  4. Kauft einen Kühl-Gefrierkombi der Energieeffizienzklasse A+++! Kühlschrank und Gefrierschrank sind logischerweise permanent aktiv, dementsprechend verbrauchen beide Küchengeräte auch am meisten Strom. Rein rechnerisch sind Modelle der Energieeffizienzklasse A+++ zwar auch am teuersten, im Vergleich zu veralteten Modellen haben sich die Kosten im Schnitt aber bereits nach circa drei Jahren amortisiert.

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  5. Lasst die Kühlschranktür nur so lange geöffnet wie notwendig! Dieser Tipp scheint zwar wenig bedeutend, doch auf das Jahr betrachtet kann sich auch dies lohnen. Denn durch eine geöffnete Kühlschranktür entweicht Kälte und es braucht Energie bzw. Strom, um die richtige Temperatur wiederherzustellen.

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Stromverbrauch senken im Bad: Tipps & Tricks

Im Badezimmer dreht sich beim Vorhaben, den Stromverbrauch zu reduzieren, alles um die Warmwasseraufbereitung. Dies kann von Haushalt zu Haushalt natürlich auf andere Art und Weise bzw. über andere Geräte umgesetzt werden: zentral durch die Heizanlage oder dezentral durch einen Boiler oder Durchlauferhitzer. Hier, aber auch im persönlichen Verhalten lässt sich ansetzen, um Stromverbrauch und Stromkosten zu senken.

  1. Wascht eure Wäsche ohne Vorwäsche! Jede moderne Waschmaschine besitzt mittlerweile diese Funktion, Tatsache ist aber auch, dass Wäsche nur selten so verschmutzt ist, dass sie eine Vorwäsche braucht. Und wenn ihr darauf verzichtet, spart ihr Energie und Strom.

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  2. Wascht eure Wäsche mit einer Temperatur von 30 Grad Celsius! Insbesondere bei der Temperatur lässt sich Energie einsparen, denn mehr als 75 Prozent des Stroms werden von der Waschmaschine zum Erhitzen des Wassers genutzt. Moderne Waschmaschinen kriegen eure Schmutzwäsche auch mit geringen Temperatur sauber und rein.
  3. Trocknet eure Wäsche auf der Leine oder dem Wäscheständer, aber nicht im Trockner! Sicherlich geht es deutlich schneller und gerade in den kalten Wintermonaten ist es nicht so einfach und vor allem zeitraubend, die nasse Wäsche zu trocknen. Doch ob in der Wohnung oder dem Trockenboden, auf kurz oder lang wird die Wäsche trocken – ganz ohne Energiekosten. Sofern ihr doch einen Trockner braucht, investiert in ein energieeffizientes Modell!

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  4. Nutzt die Ökoprogramme eurer Waschmaschine! Sicherlich wird euch aufgefallen sein, dass die Waschmaschine deutlich länger braucht als bei herkömmlichen Waschprogrammen, trotzdem sind Ökoprogramme energieeffizienter. Dies hat ganz einfach damit zu tun, dass nicht nur weniger warmes, sondern auch deutlich weniger Wasser insgesamt genutzt wird.
  5. Nutzt Sparduschköpfe bzw. Durchflussbegrenzer! Hierbei handelt es sich um besonders energieeffiziente Duschköpfe, die in Wasserstrahlen Luft reinmischen. Netto fließt so weniger Wasser in gleicher Zeit, was ihr beim Duschen aber gar nicht bemerkt, dafür aber im Geldbeutel.

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Stromverbrauch senken im Wohn- und Arbeitszimmer: Tipps & Tricks

Selbstverständlich lässt sich auch im Arbeitszimmer jede Menge Strom sparen und der gesamte Stromverbrauch senken. Hierbei muss vor allem die richtige Gerätschaft verwendet werden. Denn viele Tätigkeiten lassen sich auch ordentlich umsetzen, wenn nicht das High-End-Gerät angeschaltet wird.

  1. Nutzt das möglichst kleinste Endgerät! Dies gilt vor allem für das Surfen oder für Recherche-Arbeiten im Internet. Tatsache ist, dass ein Desktop-PC im Vergleich zum Laptop deutlich mehr Strom benötigt, ein Laptop aber mehr als ein Tablet und ein Tablet wiederum mehr als ein Smartphone.

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  2. Aktiviert den Energiesparmodus eures Endgeräts! Jedes moderne Endgerät, sei es PC, Laptop, Tablet oder Smartphone, besitzt mittlerweile einen Energiesparmodus. Dieser reduziert beispielsweise die Bildschirmhelligkeit, sodass weniger Strom für den Betrieb benötigt wird.
  3. Nutzt LED- anstatt Plasma-Bildschirme! Die technischen Vorteile beider Modelle sind die eine Sache, die Frage der Energieeffizienz ist aber eine ganz andere. Zumindest dort ist nämlich klar, dass LED-Bildschirme sparsamer bei der Stromversorgung sind als Plasma-Bildschirme.

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  4. Gebraucht sparsame LED-Lampen! Sicherlich ist dies kein Tipp, der sich allein auf das Wohn- und Arbeitszimmer beschränkt, hier dürften aber sicherlich am meisten Lampen zu finden sein. Tatsache ist, dass nur circa fünf Prozent der zugeführten Energie von alten Glühlampen tatsächlich für die Lichterzeugung verwendet werden. Halogenlampen sind da bereits effektiver, hier sind es circa 30 Prozent. Die sparsamsten Lichterzeuger sind aber LED-Lampen. Im Vergleich zur Glühlampe benötigen LED-Lampen 90 Prozent weniger Strom.

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  5. Schaltet eure Geräte aus und verzichtet auf den Standby-Modus! Auch wenn es bequemer ist, TV, Spielekonsole und Blu-ray-Player auf Standby laufen zu lassen, kann der Standby-Modus die Stromkosten auf das Jahr gesehen um 20 bis 30 Prozent erhöhen! Dies sollte Grund genug sein, die Geräte auszuschalten!

Fazit: Stromverbrauch senken und mehrere hundert Euro im Jahr sparen!

Wie ihr sehen könnt, ist es gar nicht so kompliziert, den Stromverbrauch zu senken und die Stromkosten im Jahr merklich zu reduzieren. Sicherlich ist es hier und da auch mit etwas finanziellem Aufwand verbunden, wenn ihr eine neue energieeffiziente Waschmaschinen, einen neuen Kühlschrank oder TV erwerben müsst oder wollt, viele Stromspar-Tipps lassen sich, wie ihr aber sicherlich gesehen habt, auch umsetzen, ohne dass irgendwelche Kosten auf euch zukommen! Sicherlich ist dies ab und an mit etwas Mehraufwand verbunden, aber ihr könnt so mehrere hundert Euro im Jahr sparen – und dieses Geld könnt ihr sicherlich besser investieren als in euren Stromanbieter!

Quellen:
Stromspiegel.de
Co2online.de
Umweltbundesamt.de
Test.de