Spotify festigt Marktposition mit exklusiven Podcasts

Das Podcasts schon seit einer geraumen Zeit sehr erfolgreich laufen und mittlerweile ein Massenpublikum erreichen, ist kein Geheimnis mehr. Getrieben auf dieser Erfolgswelle möchte der Musikstreaming-Dienst Spotify seine Position als Marktführer weiter ausbauen und geht mit der Planung von exklusiven Podcasts im deutschsprachigen Raum in die Offensive.

Der Gründer und Chef des schwedischen Unternehmens, Daniel Ek, verfolgt die Ambition, die führende Kraft im Geschäft der Podcasts zu werden. Dass dieses Unterfangen kein heißes Lüftchen ist, untermauert die jüngst erfolgte Übernahme von zwei Anbietern für Podcasts-Technologien. Die nächsten Planungsschritte sehen weitere Übernahmen bis zu einer Summe von 500 Millionen US-Dollar vor.

Spotify festigt Marktposition mit exklusiven Podcasts

Spotify Podcasts: Friedemann Karig macht den Anfang

Den Stein ins Rollen hat bereits der Journalist und Autor Friedemann Karig mit dem Interview-Podcast Friedemann & Freunde gebracht. Wie der Titel des Formats verrät, entspricht der Aufbau des Podcasts einem klassischem Talk, wie man ihn aus zig Fernsehsendungen kennt.

Alle zwei Wochen soll es eine frische Episode mit einem neuen Gesprächsgast und einem passenden Thema geben. Für den Auftakt hat sich Friedemann Karig die TV-Moderatorin Jeannine Michaelsen ins Aufnahmestudio eingeladen und mit ihr über das Frauenbild in der TV-Branche gesprochen. Für die künftigen Folgen sind laut Spotify die Sängerin Leslie Clio und Jusos-Vorsitzender Kevin Kühnert als Gäste geplant.

Die Bandbreite an Themen soll dementsprechend vielfältig ausfallen und sich nicht ausschließlich auf ein Gebiet beschränken. Welche weiteren Personalien geplant sind, bleibt zum jetzigen Stand reine Spekulation.

Obwohl Spotify vor Friedemann & Freunde bereits vier exklusive Podcasts für Deutschland im eigenen Portfolio aufzuweisen hatte – unter anderem das Format Talk-O-Mat – soll jetzt der ganz große Coup gelandet werden. Als weitere Reihe steht daher ein Talk-Podcast mit Fernsehmoderatorin Palina Rojinski in den Startlöchern.

Spotify: Durch Podcasts sollen Premium-Kunden gewonnen werden

Auch wenn das Phänomen Podcast eine große Zuhörerschaft genießt und somit die heutzutage so essenzielle Reichweite generiert, wirft das Hör-Format kein direktes Geld für Spotify ab. Das Musikstreaming-Dienst erhofft sich aber durch die exklusiven Podcasts mehr Kunden, die sich für das kostenpflichtige Abo Spotify Premium entscheiden.

Laut einer Studie von Gruner+Jahr aus dem vergangenen Jahr ist Spotify die am häufigsten zum Hören von Podcasts genutzte App – mit einem Anteil von stolzen 46 Prozent. Dieser Trend soll nach den eigenen Aussagen seitens Spotify weiter vorangetrieben werden. Die aktive Nutzung des Musikstreaming-Dienstes stehe dabei vordergründig im Fokus. Je mehr Menschen das Angebot nutzen, desto höher sei die Chance, dass sich die Leute für die Premium-Variante entscheiden würden.

Die offensive Vorgehensweise im Podcast-Geschäft sieht Spotify im demografischen Faktor der eigenen Nutzer begründet. Die Hälfte der aktiven Nutzer sei unter 35 Jahre alt. Das schwedische Unternehmen sieht diesbezüglich Wachstumspotenzial in älteren Demografien. Darüber hinaus sei ein Trend von Bildschirmzeit zur Audio-Zeit zu erkennen.

Spotify sieht klare Vorteile gegenüber Konkurrenten

Als spezifischen und exklusiven Vorteil gegenüber der Konkurrenz sieht Spotify die eigene App und ihre Nutzung in Verbindung mit Podcasts. Das trifft ebenfalls auf die Personalisierung von etwaigen Daten aus dem Musik-Streaming zu. Ein nicht ganz unwesentlicher Aspekt für die Intensivierung des Hör-Formats auf der eigenen Plattform ist das Geld. Für Spotify ist es finanziell günstiger, wenn die Nutzer in der App Podcasts hören. Wenn übliche Songs gehört werden, fallen Lizenzgebühren an die jeweiligen Musikkonzerne an – bei Podcasts nicht.

Da der Podcast-Markt in seiner Entwicklung wohl noch nicht am Zenit angekommen ist, möchte Spotify möglichst viele Podcast-Anbieter für sich gewinnen – unter anderem mit Werkzeugen zur Datenanalyse. Beispielsweise sollen diese Algorithmen aufzeigen, an welcher Stelle die Hörer abspringen sowie aus welchen Altersgruppen und Städten sie kommen.

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