Klappbarer E-Scooter Kugoo S1 Pro im Test

Elektro-Scooter sind ja gerade in aller Munde, selbst Mobilfunkanbieter bieten sie inzwischen zu Handyverträgen an. Und so ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Anbieter mit ihren Geräten auf den deutschen Markt drängen, was sich nicht zuletzt in der Preisentwicklung niederschlägt.

Viele chinesische Anbieter versuchen nun mit „besseren“ Geräten den Pionieren wie dem Xiaomi M365 Konkurrenz zu machen. Und hier kommt der klappbare E-Scooter Kugoo S1 Pro ins Spiel. Diesen hat uns für einen ausführlichen Test die Firma Geekmaxi zur Verfügung gestellt. Dieser wird aus dem polnischen Lager ausgeliefert, so dass wir mit Zoll oder Einfuhr-Umsatzsteuer keine Probleme hatten. Im Fall der Fälle wird man ihn dann allerdings wieder nach Polen schicken müssen – im Vergleich zu einem Versand nach China wäre das allerdings ein Klacks.

Klappbarer E Scooter Kugoo S1 Pro im Test

Ein erster Blick auf die technischen Daten zeigt schnell, das Ding könnte echt was taugen: ein 350-Watt-Motor mit 13,3 NM, eine 7,5Ah Batterie, ein Bildschirm auf dem man Geschwindigkeit, Kilometerstand, Zeit oder Leistung ablesen kann, Licht für Abendfahrten, ein Stoßdämpfungssystem, eine ausgewiesene Höchstgeschwindigkeit von bis zu 30 km/h mit bis zu drei Geschwindigkeitsmodi. Das wäre allerdings schwierig, denn über 25 km/h wäre wohl der Betrieb als E-Scooter nicht möglich.

Der Scooter ist laut Angaben auf der Hersteller-Webseite bis maximal 120kg empfohlen und ist IP54 Wassergeschützt. Da er zusammenklappbar ist und nur 11kg wiegt, ist er auch schnell im Kofferraum verstaut. Ein wenig Angst macht mir die Angabe, dass die Bremsen das Ding von jeder Geschwindigkeit innerhalb von 4 Metern zum Stehen bringen sollen – bei 30km/h sicher krass.

Weitere Angaben finde ich auf den ersten Blick weder auf der Verpackung, noch auf der Kurzanleitung.

Verstellbarer Lenker und Klappmechanismus

Beim Zusammenbau gefallen mir direkt drei Dinge. Der Kugoo S1 Pro ist in drei Stufen höhenverstellbar was ihn etwas an verschiedene körperliche Gegebenheiten anpassbar macht. Man kann auch die Griffe einklappen, so nimmt er in der Garage wenig platz weg.

Das Gerät fühlt sich vom ersten Moment an recht wertig an. Da hat man schon ganz andere Erfahrungen machen müssen. Das Trittbrett ist für mich als etwas beleibtere Person recht klein, da wünschte ich mir etwas mehr Raum.

Klappbarer E Scooter Kugoo S1 Pro im Test

Ausstattung des Kugoo S1 Pro

Der Scouter hat zwei 8,5″ Vollgummireifen mit Profil. Das führ dazu, dass er unter normalen Umständen besser rollt und man gleichzeitig besseren Halt hat.

Es finden sich am Gerät zwei Bremssysteme. Am Lenker lässt sich die elektrische Bremse betätigen, hinten befindet sich noch eine mechanische Rücktrittbremse. Am Lenker befindet sich eine Lampe zur Beleuchtung des Weges, aber natürlich auch um besser Gesehen werden zu können. Hinten gibt es noch ein blinkendes Rücklicht. Seitlich finden sich noch Reflektoren. Über einen Standfuss kann man den Scooter gut hinstellen.

Fahreigenschaften

Das erste was mir beim ersten Fahren auffällt: Das Ding zieht mächtig, fast ruckartig an. Trotz meiner über 110kg zieht der Motor gut an. Im kleinsten Fahrmodus kommen ich trotz meines Gewichtes auf fast 10km/h. Auf der zweiten Stufe konnte ich 16km/h erzielen und in der dritten hab ich die 20km/h überschreiten können. Bei Steigungen geht das Teil aber ordentlich in die Knie.

Interessant ist das Feature, dass wenn man längere Zeit das Gaspedal durchtritt, der Scooter die Höchst-Geschwindigkeit des aktuellen Geschwindigkeitsmodus selbständig hält. Ein wirklich praktisches Feature bei etwas längeren Fahrten.

Klappbarer E Scooter Kugoo S1 Pro im Test

Obwohl der Kugoo S1 Pro über ein hydraulisches Dämpfungssystem verfügt, wird man ganz schön durchgeschüttelt, gerade wenn man nicht auf optimalem Untergrund fährt. Die angegebenen 30km Reichweite im kleinsten Fahrmodus haben sich als recht realistisch erwiesen, nach 5km war der Akku noch mehr als 3/4 voll.

Auf dem beleuchteten Display können alle gängigen Informationen abgelesen werden: aktuelle Geschwindigkeit, der Fahr-Modus und die zurückgelegte Distanz. Ob man das nicht etwas hübscher hätte lösen könne, das sei mal dahingestellt.

Was den IP54-Schutz angeht kann ich „leider“ nichts sagen, das Wetter war hervorragend! Ist der Akku einmal leer, dann heißt es Kaffeetrinken: für eine volle Aufladung braucht man rund 5 Stunden.

Test-Fazit

Der Kugoo S1 Pro ist ordentlich verarbeitet, nichts knarzt, alles funktioniert wie es soll. Gut finde ich die Höhenverstellung des Lenkers, andernfalls hätte ich das Ding nicht fahren können. Es macht schon richtig Spaß.

Klappbarer E Scooter Kugoo S1 Pro im Test

Es ist meine erste E-Scooter Erfahrung, aber ich kann mit gut vorstellen, warum alle so heiß auf die Teile sind. Die piepsige Klinge ist jedoch eher ein schlechter Witz, da muss wohl noch eine richtige Fahrradklingel rangebaut werden.

Aufgrund der maximal erreichbaren – wenn vielleicht auch nur theoretisch – Höchstgeschwindigkeit von 30km/h ist eine Zulassung für Deutschland wohl undenkbar. Und damit können wir wohl zum größten Manko: Wenn man es genau nehmen will, dann kann man mit dem Scooter nur auf privaten Gelände oder auf dem eigenen Grundstück fahren.

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