Konto Vergleich von Stiftung Warentest derzeit kostenfrei einsehbar

Vielen Verbrauchern ist das Vergleichsportal Check24 bekannt, um beispielsweise Gas- oder Stromtarife zu vergleichen. Was den Girokontovergleich anging, sah der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) allerdings gravierende Mängel und hat Klage gegen Check24 eingereicht. Als Folge dieses Falls bietet Stiftung Warentest jetzt eine interessante Alternative, wenn Du Dich über verschiedene Girokonten schlau machen willst.

Konto Vergleich muss transparent und kostenlos sein

Laut einer EU-Richtlinie müssen Vergleiche von Girokonten unabhängig und transparent dargestellt werden, was Check24 nach Ansicht des vzbv nicht ausreichend getan hat, da nur weniger als ein Drittel der möglichen Anbieter im Vergleich zu sehen war – und dann auch meistens jeweils nur ein Kontomodell. Dass die Informationen zu den Girokonten oft veraltet waren und der Suchfilter nicht korrekt funktionierte, kam als Kritikpunkt noch hinzu. Nach der Klage des vzbv und einer Abmahnung der Verbraucherzentrale NRW hat Check24 seinen Girokontovergleich aus dem Internet entfernt.

Deutschland ist allerdings laut der europäischen Zahlungskontenrichtlinie verpflichtet, im Internet einen unabhängigen und kostenfreien Kontovergleich anzubieten. Zwar plant die Aufsichtsbehörde BaFin ein eigenes Vergleichsportal, das wird voraussichtlich aber erst 2022 klappen. Bis es so weit ist, kann der Kontovergleich von Stiftung Warentest, der sonst hinter einer Bezahlschranke verborgen war, jetzt kostenfrei eingesehen werden.

Konto Vergleich von Stiftung Warentest derzeit kostenfrei einsehbar

Kontovergleich von Stiftung Warentest kostenlos nutzen

Beim Kontovergleich von Stiftung Warentest wird der Markt der Girokonten regelmäßig untersucht und es werden die Konditionen von mehr als 130 Geldinstituten verglichen:

  • Wo gibt es noch echte Gratiskonten?
  • Wie hoch sind die Zinsen für Dispo und Überziehung?
  • Welche Girokonten lassen sich bundesweit eröffnen?
  • Welche Banken haben noch Filialen mit Schalterbetrieb?
  • Wie sieht es mit Verfügbarkeit, Dauerauftrag, Kontoauszug usw. aus?
  • Welche TAN-Verfahren nutzen die Banken beim Online-Banking?
  • Wie hoch sind die Preise?

Neben dem Kontovergleich mit umfangreichem Suchfilter können auf der Website der Stiftung Warentest auch viele Finanztest-Artikel zum Thema Girokonten im PDF-Format heruntergeladen werden – ebenfalls derzeit kostenlos.

Ein reines Online-Banking-Konto sollte laut Stiftung Warentest übrigens höchstens 5 € im Monat bzw. 60 € im Jahr kosten. Solltest Du darüber liegen, solltest Du prüfen, ob durch ein geändertes Nutzungsverhalten die Gebühren gesenkt werden können. Ist das nicht der Fall, wird die Nachfrage nach einem günstigeren Kontomodell oder ein Kontowechsel empfohlen.

Konto Vergleich von Stiftung Warentest derzeit kostenfrei einsehbar

Leider ist es beim Kontovergleich der Stiftung Warentest nur möglich, die Preise fürs reine Online-Banking für einen Modellkunden zu vergleichen. Wer Wert auf Schalterbedienung legt, muss selbst die Preise verschiedener Anbieter vergleichen – oder auf den Kontovergleich der BaFin warten, der hoffentlich umfassendere Auskünfte geben wird.

Was lernen wir daraus?

Bei Vergleichsportalen sollten wir immer ganz genau hinschauen, ob das ausgewählte Portal wirklich unabhängig ist oder ob der Anbieter eine Provision für einen Vertragsabschluss erhält, wodurch die Empfehlung eventuell beeinflusst werden könnte. Zudem ist es wichtig darauf zu achten, wie viele Anbieter tatsächlich verglichen werden und ob die Informationen im Portal noch aktuell sind. Das alles gilt natürlich nicht nur für den Vergleich von Girokonten, sondern auch beim Vergleich von Stromanbietern, Handytarifen usw.

Nutzt Du Vergleichsportale im Internet und wie sind Deine Erfahrungen?