🪙 Finanzministerium plant Umstellung: Steuerklassen 3 und 5 vor dem Aus?

Im Zuge einer Eheschließung ändert sich meist nicht nur der Nachname einer oder beider Eheleute. Auch finanzielle Planung ist erforderlich, gerade wenn einer der Eheleute ein besseres Gehalt hat, als der oder die andere.

So wird oft entschieden, dass die Steuerklassen drei und fünf verteilt werden, damit in dieser Kombination die Steuerlast am besten aufgeteilt werden kann. Diese Kombination könnte sich aber bald ändern, denn das Finanzministerium plant eine große Änderung.

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Aktuelle Steuerklassen für Eheleute

Nach wie vor besteht die komplette Wahlfreiheit für Paare, wenn es um die jeweilige Steuerklasse geht. Grundsätzlich entsteht nach der Hochzeit für das Paar die Steuerklasse 4 für beide Parteien. Die Kombinationen bringen Vor- und Nachteile:

  • Steuerklasse 4 & 4: Automatische Erteilung nach Eheschließung. Übliche Steuerklasse, wenn Einkommen der Parteien unterschiedlich hoch sind und oft mit einer Erstattung mit der Steuererklärung verbunden.
  • Steuerklasse 3 & 5: Für Eheleute mit großen Unterschieden im Einkommen. Steuerklasse 3 wird hierbei vom besseren Verdiener genutzt, um von weniger Abzügen profitieren zu können. Steuerklasse 5 wird im gleichen Zuge an den Ehepartner mit weniger Gehalt vergeben. Durch diese Kombination bleibt insgesamt mehr Netto als bei der Steuerklasse 4 & 4 Kombination über.

Ehegattensplitting soll angepasst werden

Aktuell plant das Finanzministerium eine Umstellung, bzw. Abschaffung der Steuerklassen 3 & 5 bei Eheleuten. Geplant ist, dass es zukünftig nur noch die Kombination mit den Steuerklassen 4 & 4 mit Faktor (Faktorverfahren) geben wird.

In diesem Fall soll die Steuerlast zwischen beiden Eheleuten aufgeteilt werden. Das Ziel dieser Änderung ist, dass jeder der Eheleute genau den Anteil an Steuern zahlt, der seinem Einkommen entspricht.

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Warum die Steuerklassen geändert werden sollen

Das aktuelle Modell der Steuerklassen zwischen Eheleuten steht nicht erst seit gestern in der Kritik vieler Eheleute und Finanzprofis. Gerade das tatsächliche Ungleichgewicht bei der Steuerlast kann erdrückend wirken. So entsteht schnell eine wirtschaftliche Abhängigkeit, die oft zulasten des geringer verdienenden Partners ausfällt.

Selbst wenn der geringer verdienende zusätzlich für höheres Einkommen sorgen würde, bleibt am Ende nicht deutlich mehr Netto über. Durch das neue Modell soll eine „Fairness“ entstehen, auch wenn der besser verdienende dann auch wieder mehr Steuerlast haben wird. So sollen auch Nachzahlungen vermieden werden.

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Ab wann könnte die Steuerklassen-Reform starten?

Wichtig: Die aktuellen Steuerklassen sind noch nicht abgeschafft und es gibt auch noch kein endgültiges Gesetz, welches beschlossen hat, dass die Reform auch in Stein gemeißelt wurde. Eine Änderung wird frühestens in ein paar Jahren spruchreif, denn die Änderung könnte bei Erfolg erst ab 2030 in Kraft treten.

Was haltet ihr von dieser Idee? Sollte das System gerechter verteilt werden und ist solch eine Änderung ein guter Weg oder sollte es beim altbewährtem bleiben?