Fernbus: Die Alternative zur Bahn & Co?

Was früher die Interrailverbindung war, ist heute der Fernbus. Dabei kann man durch den Fernbus längst nicht mehr nur innerhalb Deutschlands reisen, auch im europäischen Ausland sind Fernbus-Verbindungen verfügbar und bieten viel Komfort. Durch günstige Preise und ein hohes Maß an Flexibilität ist es dabei möglich, ganz komfortabel zu reisen – und auf diese Weise Deutschland und Europa zu entdecken. Mehr als 24 Millionen Kunden zählten die einzelnen Fernbusunternehmen im Jahr 2016 – das entspricht einem Anstieg von fast fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und auch in Zukunft dürfte der Zulauf zum Fernbus weiterhin ansteigen.

Der Fernbus lockt dabei in erster Linie junge Menschen, die günstig durch ganz Deutschland und Europa reisen möchten. Aber auch Senioren sind im Fernbus richtig und können damit ohne Stress von einem Ort zum anderen gelangen. Ein großer Vorteil zudem: Die niedrigen Preise. Für kleines Geld kann man von A nach B fahren und muss dabei nicht selber ständig die Augen auf den Straßenverkehr richten. Ebenfalls sind die Services an Board von Vorteil. So gibt es hier oftmals kostenloses WLAN und auch Snacks und Getränke werden angeboten. Auf diese Weise hat man auf seiner günstigen Reise alles dabei, was man unterwegs eben so braucht.

Fernbus: Die Alternative zur Bahn & Co?

Flixbus bietet eigenes Interrail Angebot für die Fahrgäste

Der Fernbusanbieter Flixbus überzeugt dabei auch mit einem eigenen Interrail-Angebot. Unter der Bezeichnung „Interflix“ kann man für einen pauschalen Preis fünf Fahrten in ganz Europa unternehmen. Die Kosten dafür sind überschaubar. Lediglich 99 Euro bezahlt man dafür. Mit der Deutschen Bahn oder anderen Verkehrsmitteln ist das Verreisen oftmals deutlich teurer. Die Verbindungen lassen sich dabei flexibel buchen. Fünf Gutscheincodes erhält man und kann damit per App, online oder auch im Flixbus-Shop die Touren buchen. Eine Rückfahrt auf gleicher Strecke kann damit allerdings nicht gebucht werden, das Prinzip gleicht einer Rundreise. Und: Die einzelnen Fahrten müssen innerhalb eines Zeitraums von drei Monaten nach dem Kauf stattfinden. Dennoch bietet Interflix viel Komfort und macht es beispielsweise möglich, eine Rundreise quer durch Deutschland zu unternehmen. Aber auch das europäische Ausland kann man so ganz einfach entdecken.

Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Bundeshauptstadt Berlin. Von hier aus starten Tag für Tag, beinahe Stunde für Stunde neue Fernbusse auf ihre Routen. Nach Madrid, Rom, Paris oder auch Hamburg, München und Dresden. Somit ist es ein Leichtes, mit den passenden Routen die eigene Reiseplanung abzuwickeln. Die einzelnen Anbieter für Fernbusreisen kooperieren dabei inzwischen – und schaffen so ein umfangreiches und vielseitiges Streckennetz. Das kommt vor allem den Kunden und Mitfahrern zugute. Diese können so ohne viel Aufwand von einem Ort zum anderen fahren. Mit dabei sind vielfach auch Städte, die weiter entlegen sind und mit anderen Verkehrsmitteln nicht so einfach zu erreichen sind.

Wann kann sich die Fahrt mit dem Fernbus lohnen?

Eine Fahrt mit dem Fernbus – ob Interrail-Angebot oder nicht – kann sich in vielen Fällen lohnen. So kann man damit günstig von A nach B kommen und viele Städte und Regionen ganz leicht erreichen. Somit kommt die Fahrt mit einem Fernbus zum Beispiel in folgenden Situationen in Frage:

  • Man möchte Land und Kontinent günstig kennenlernen
  • Man möchte günstig in den Urlaub reisen
  • Man möchte kostengünstig die Anfahrt zum Flughafen absolvieren
  • Städtetrips können mit dem Fernbus einfach umgesetzt werden

Fernbus: Die Alternative zur Bahn & Co?Bei geringem Budget und einer zeitlichen Flexibilität können die Fahrten mit dem Fernbus dabei in Frage kommen. Es ist möglich, bereits für wenig Geld von Berlin nach Hamburg, von München nach Dresden oder von Kiel nach Stuttgart zu gelangen. Ebenso gibt es inzwischen zahlreiche Verbindungen, sodass eine flexible Nutzung der einzelnen Fernbusrouten und Fernbusanbieter möglich ist. Jung und Alt sind im Fernbus dabei gleichermaßen sicher und günstig unterwegs. Senioren, Studenten oder auch Familien mit Kindern können auf diese Weise einfach ihre Ziele erreichen.

Doch wie auch bei der Bahn oder mit dem eigenen Auto, kann es natürlich auch bei einer Fahrt mit dem Fernbus zu Verspätungen oder gar Ausfällen kommen. Grund genug, sich mit den Rechten auseinanderzusetzen, die man als Reisegast in einem solchen Fall hat. Wie sieht es beispielsweise bei Verspätungen aus?

Zahlt der Fernbusanbieter eine Entschädigung bei Verspätungen?

Kommt es zu einer Verspätung, kann man als Reisegast eines Fernbusunternehmens in einigen Fällen tatsächlich eine Entschädigung erhalten. Verpflichtet sind die einzelnen Anbieter dazu aber erst, wenn die Route mehr als 250 Kilometer beträgt und auch nur dann, wenn es bei der Abfahrt des Busses zu Verspätungen kommt. Verspätungen während der Fahrt muss man somit tolerieren – denn ein Stau oder andere Verkehrshindernisse können immer wieder auftreten. Verpflichtet sind die Busunternehmen zudem auch dazu, Ersatzfahrten oder die Erstattung des Kaufpreises durchzuführen, wenn die Fahrt gänzlich annulliert wird.

Ist der Bus überbucht oder verspätet sich die Abfahrt um mehr als zwei Stunden, steht den Reisegästen ebenfalls diese Form der Entschädigung zu. Wird den Reisegästen keine Ersatzleistung oder Erstattung angeboten, kann noch einmal eine Entschädigung verlangt werden. Zusätzlich sind hier bis zu 50 Prozent des Reisepreises möglich. Als Fahrgast eines Fernbusses ist man somit grundsätzlich gut abgesichert und kann einfach und bequem durch Deutschland und Europa reisen.

Wie sieht es mit der Haftung für Gepäck aus?

Fernbus: Die Alternative zur Bahn & Co?Kann der Busfahrer bei verlorenem Gepäck nachweisen, dass er das Verschwinden nicht zu verschulden hat, muss das Fernbusunternehmen dafür nicht haften. Ansonsten haftet der Busanbieter natürlich, wenn Gepäck der Fahrgäste verlorengeht oder nicht mehr auffindbar ist. Auch bei Beschädigungen haftet das Unternehmen, sodass den Fahrgästen dann eine Entschädigung zusteht. Je Gepäckstück gilt dabei ein Maximalwert von 1.200 Euro, der als Haftungsgrenze festgelegt wurde. Anders sieht es aus, wenn Rollstühle oder andere Mobilitätshilfen beschädigt wurden. Dann muss in aller Regel der Wiederbeschaffungswert gezahlt werden.

Zuständig ist bei Streitigkeiten in vielen Fällen die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr e. V. An diese kann man sich als Fahrgast wenden, wenn die Beschwerde beim Busunternehmen keinen Erfolg brachte.

Klima: Schaden Fernbusse der Umwelt stark?

Immer wieder hört man, Fernbusse würden vor allem eines: der Umwelt schaden und massig CO2 ausstoßen. Doch diese Vermutung stimmt nicht. Der Fernbus ist im Vergleich mit anderen Verkehrsmitteln wie dem Flugzeug oder auch der Bahn deutlich umweltschonender. Lediglich 20 Gramm CO2 werden je Mitfahrer und Kilometer ausgestoßen. Bei einem Flugzeug sind es gar 380 Gramm je Person und Kilometer. Die Bahn bringt es immerhin auf 40 Gramm bei dieser Konstellation. Das bedeutet im Umkehrschluss: Die Nutzung von Fernbussen schont die Umwelt. Und durch die niedrigen Preise auch direkt das eigene Portemonnaie.

Einige Fernbusanbieter bieten sogar CO2-freie Fahrten an. Hierfür zahlt man als Kunde einen kleinen Aufpreis und es werden umweltfördernde Projekte davon unterstützt. Somit kann man seinen eigenen Klima-Fußabdruck also ganz einfach auch positiv beeinflussen und klimaneutral reisen.

Was bietet Interrail für seine Kunden?

Fernbus: Die Alternative zur Bahn & Co?Wenn man sich das Angebot der Fernbus-Anbieter anschaut, sollte man zumindest auch auf die Angebote von Interrail einen Blick werfen. Denn auch damit kann man durch einzelne Länder und auch durch die ganze Welt fahren. Allerdings mit dem Zug. Bei den Kosten bewegt sich das zudem auf einem anderen Niveau. Das Ticket für ein einzelnes Land kostet ab 43 Euro, kann also unter Umständen günstiger sein. Wer hingegen mehrere Länder bereisen möchte, zahlt ab 206 Euro. Und damit ist der Fernbus in aller Regel deutlich günstiger.

37 Bahngesellschaften und Fähranbieter in rund 30 Ländern arbeiten hier zusammen – und machen das Reisen per Interrail ebenfalls interessant. Doch vielfach überwiegen die Vorteile für die Reise per Fernbus. Nicht nur bei den Kosten, sondern auch beim Service. Steckdosen, WLAN und Co. bekommt man bei Interrail nämlich in aller Regel nur bedingt zur Verfügung gestellt.

Diese Vorteile bietet der Fernbus ganz allgemein

Unabhängig vom Reiseziel kann der Fernbus für die Fahrgäste direkt mehrere Vorteile bieten. Neben dem niedrigen Preis, versteht sich. Dass man hierdurch das eigene Portemonnaie effektiv schonen kann, wurde im Verlauf dieses Textes bereits erwähnt. Zu den Vorteilen zählen weiterhin:

  • Der Kundenservice

Stornierungen, Umbuchungen und Co. lassen sich im Regelfall schnell, einfach und auch spontan vornehmen. Bei Flügen oder Bahnfahrten ist das oftmals weniger komfortabel möglich

  • Die flexible Nutzung

Den Fernbus kann man auch mal „kurz vor knapp“ buchen und innerhalb weniger Minuten die nächste Haltestelle erreichen. So kann man durchaus flexibel reisen – oder bei Bedarf auch erst am nächsten Tag in den Bus steigen. Der Städtetrip nach Paris kann so zum Beispiel ganz einfach verlängert werden. Gebucht werden kann dabei auch ganz komfortabel und simpel vom eigenen Smartphone aus.

Die Fahrt mit dem Fernbus kann zudem auch unterhaltend sein. Beispielsweise dann, wenn man interessante Mitreisende findet und sich über Stunden gut unterhalten kann. Möglicherweise knüpft man so nicht nur lose Bekanntschaften, sondern findet auch Freunde oder zumindest eine Begleitung für den Tagestrip durch Prag oder andere Reiseziele.

Fernbus: Die Alternative zur Bahn & Co?

Und wenn die Mitfahrer eher nervig sind?

Klar, alle Menschen um sich herum mag man meistens nicht und in einem Bus lernt man verschiedene Typen Mensch auf engem Raum kennen. Der Fernbus bietet hier aber schnell und einfach eine Lösung. Hier lässt sich der Laptop nämlich ganz schnell aufklappen und dank Steckdose auch langfristig nutzen. Das angebotene Gratis-WLAN erlaubt dann ein entspanntes Arbeiten oder man kann mit Kopfhörern auch vom Smartphone aus verschiedene Streaming-Anbieter ganz ausführlich testen.

Fernbus-Anbieter wachsen auch weiterhin

Laut aktuellen Meldungen nimmt das Wachstum der einzelnen Fernbusanbieter weiterhin zu. Auch wenn die Zahlen in einigen Bereichen stagnieren, verzeichnet vor allem der mit dem Interflix angebotene Dienstleister Flixbus weiterhin ein zweistelliges Wachstum. Alleine rund um das vergangene Osterfest gab es bei Flixbus ein Plus von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das zeigt, dass immer mehr Menschen den Komfort der klimatisierten Reisebusse in Anspruch nehmen und dafür das eigene Auto auch einmal stehenlassen. In Deutschland zählen vor allem Großstädte wie Hamburg, Berlin, München oder auch Dresden zu den beliebtesten Zielen. Doch immer mehr Anbieter bieten auch kleinere Städte als Reiseziele an – ähnlich zum Angebot an Bahnhöfen bei der Deutschen Bahn. Kleinere Dörfer werden bei Flixbus und Co. allerdings auch in Zukunft wohl eher seltener auf den Fahrplänen unter den Reisezielen zu finden sein.

Doch auch ohne diese kann man mit dem Fernbus einfach und mit viel Komfort von einem Ort zum anderen Ort fahren und von den vielen Annehmlichkeiten im Bus profitieren.

Die Maut könnte für Fernbus-Anbieter teuer werden

Fernbus: Die Alternative zur Bahn & Co?Ein Problem gibt es allerdings doch: Die geplante Maut könnte für die Anbieter von Fernbussen teuer werden und demzufolge auch die Preise in die Höhe schnellen lassen. Bundesverkehrsministerin Zypries teilte jüngst mit, dass eine Maut für Fernbusse durchaus ein Thema sei, das man diskutieren könnte. Bisher sind Fernbusse von der LKW-Maut komplett ausgenommen. Es ist allerdings nicht sicher, dass dies auch auf lange Sicht so bleibt. Frühestens nach der Bundestagswahl im September könnte die Maut für Fernbusse erneut ein Thema werden. Dabei ist allerdings auch noch nicht abzusehen, was für einen Ausgang die Diskussionen dann haben könnten. Sicher ist dabei allerdings: Wird die Maut auch für Fernbusse erhoben, dürften die Ticketpreise nicht gehalten werden können. Das bedeutet, dass am Ende vor allem der Fahrgast mehr für die Fahrt bezahlen muss.

Erste Fernbusanbieter haben bereits reagiert. Laut ihrer Ansicht würde eine Maut zur Folge haben, dass einzelne Strecken eingestellt würden. Preiserhöhungen für die Kunden soll es demnach nicht geben. So wird es zumindest aktuell vermeldet. Falls eine Maut tatsächlich kommen würde, könnte dies aber schon wieder ganz anders aussehen.

Fazit: Der Fernbus ist zum komfortablen und günstigen Reisen gut geeignet

Fernbus: Die Alternative zur Bahn & Co?Als Alternative zur Reise mit dem eigenen Auto oder auch zur Bahn – die Fernbusse erfreuen sich großer Beliebtheit und machen vor allem ein kostengünstiges Reisen möglich. Für wenige Euro kann man bequem von Hamburg nach München gelangen und dabei auch noch von Annehmlichkeiten wie WLAN und Steckdosen direkt am Sitzplatz profitieren. Und auch im Ausland kann man mit dem Fernbus fahren. Besondere Interrail-Angebote gibt es auch bei Fernbussen, wodurch man ganz Deutschland oder auch Europa per Rundreise erleben kann.

In immer mehr Städten fahren die Fernbusse ab und auch das Streckennetz wird immer weiter ausgebaut. Somit sind die Fernbusse durchaus als Konkurrenz zu Bahn und Flugverkehr zu verstehen. Wenngleich man mit einem Fernbus natürlich auch einmal im Stau stehen kann.

Die verschiedenen Fernbusanbieter decken inzwischen fast ganz Deutschland ab und auch immer mehr kleinere Städte werden in den Fahrplan aufgenommen. Dem Urlaubsabenteuer für kleines Geld oder dem Wochenendtrip ins europäische Ausland steht somit nichts im Wege.

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1 Kommentar zu "Fernbus: Die Alternative zur Bahn & Co?"

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kopäü
Gast
kopäü

2 Nachteile, die man hier erwähnen sollte:
Geringer Platz im Vergleich zur Bahn(immerhin hat man einen Sitz und das stundenlange Stehen, wie in Zügen möglich, fällt weg). Aber man rückt mit seinen Nachbarn schon ziemlich zusammen. Stichwort Mittelarmlehne und Rücklehne zurückklappen.
Auch die Möglichkeit des „Beinevertretens“ während der oft stundenlangen Fahrt zwischen den Rasten ist nur sehr eingeschränkt möglich.
Zweitens, der Buseinstieg. Wer mit den steilen Stufen keine Probs hat… fine. Die hier erwähnten Senioren sollten dies jedoch auf dem Schirm haben.

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