E20 statt E10 – Was der neue Sprit bringt und was Autobesitzer jetzt wissen müssen

Ein neuer Kraftstoff mit 20% Bioethanol-Anteil steht in den Startlöchern und soll in den nächsten Jahren an deutschen Tankstellen eingeführt werden. Unter anderem soll er dazu genutzt werden, um fossile Benzinsorten wie E5 und auch E10 schrittweise zu ersetzen. Grund dafür ist auch die Chance CO₂ Emissionen zu reduzieren.

Was genau ist E20 überhaupt?

Wie man es von den anderen Sorten kennt, bedeutet die angegebene Zahl in der Bezeichnung nichts anderes als den Anteil von Bioethanol im herkömmlichen Benzin. So wird bei dieser neuen Spritsorte 20% Bioethanol und 80% klassisches Benzin gemischt.

Der höhere Ethanolanteil soll in Zukunft die CO₂ Bilanz verbessern und in der Theorie auch langfristig klimafreundlicher als Super sein. Auch an der Preisschraube könnte sich etwas ändern, denn nach der Einführung könnte der neue Sprit günstiger als das aktuelle E10 sein, da ein Teil der CO₂ Abgabe entfällt.

E20 statt E10 – Was der neue Sprit bringt und was Autobesitzer jetzt wissen müssen

Welche Autos vertragen den neuen Kraftstoff?

Aufatmen können nahezu alle Autofahrer, denn der Kraftstoff kann in fast allen und vielen älteren Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Wer sich nicht sicher ist, kann einfach in den Tankdeckel schauen, ob eine E20 Tauglichkeit besteht oder man besser nicht tanken sollte.

Autohersteller im Überblick

Volkswagen, Audi, Skoda, Seat und Cupra:

  • Nahezu alle Modell ab einem Baujahr von 2016 können betankt werden
  • Inkl. Sportlicher Varianten, wie die RS Modelle

BMW & Mercedes:

  • Ebenfalls alle aktuellen Modelle
  • Check im Tankdeckel nötig

Diese Autos sollten E20 nicht tanken

Der Kraftstoff hat eine sehr breite Freigabe bekommen, aber es gibt weiterhin bestimmte Motoren, die nicht mit diesem neuen Kraftstoff kompatibel sind. Unter anderem werden hier leistungsstarke Motoren mit mehr als 300 PS gemeint, die den höheren Anteil an Ethanol nicht vertragen können.

So kann zum Beispiel der Golf R oder die GTI Edition nicht damit getankt werden. Grund dafür ist simpel, denn durch sehr hohen Druck und Temperaturen kann das Ethanol Aluminiumteile im Kraftstoff angreifen und zu Korrosion führen. Auch Gummidichtungen können beschädigt werden.

E20 statt E10 – Was der neue Sprit bringt und was Autobesitzer jetzt wissen müssen

Wie kann ich herausfinden, ob ich E20 tanken darf?

Wer sich unsicher ist, ob der neue und „bessere“ Kraftstoff getankt werden darf, kann einen kleinen Check vorab starten. So kann man ganz einfach durch den/die:

  • Tankdecke: E20 Symbol vorhanden
  • Bedienungsanleitung: Kraftstoff-Kompatibilität suchen
  • Hersteller & Werkstatt: Kann konkrete Auskünfte geben, falls keine genaue Angabe
  • Merksatz: Wenn das Auto schon kein E10 verträgt, dann sicher auch kein E20!

Vor- und Nachteile des neuen Kraftstoffes

Ein großer Vorteil ist auf jeden Fall die geringere CO₂-Abgabe, die dafür sorgen könnte, dass der Sprit pro Liter um 3 – 5 Cent pro Liter günstiger als E10 werden könnte. Das aber größte Gewicht hat hier die Umwelt, denn durch den geringeren fossilen Kraftstoffanteil könnte dies sich auch auf das Klima auswirken und das Verbrenner sauberer unterwegs sein können.

Was haltet ihr von diesem neuen Sprit? Meint ihr, er könnte das Klima verändern und den Geldbeutel schonen?