Sei es die beliebten GruĂkarten aus dem heimischen Urlaub, die Weihnachtskarte, die GlĂŒckwĂŒnsche zum neuen Lebensjahr oder aber auch die Pakete zum Weihnachtsfest oder bei VerkĂ€ufen aus den Kleinanzeigen oder Auktionen. In jedem Fall muss man beim Verschicken dieser Dinge mit eines rechnen und zwar dem Porto fĂŒr den Versand.
FĂŒr das nĂ€chste Jahr gibt es dazu aber keine schönen Neuigkeiten, denn die Bundesnetzagentur hat den Weg fĂŒr die gröĂte Porto-Erhöhung aller Zeiten freigemacht und dies nicht nur fĂŒr Briefe, sondern auch Pakete. Wie das aussehen wird und was ihr dagegen noch tun könnt, erfahrt ihr direkt hier.
Briefporto wird ĂŒber 20 Prozent teurer
PĂŒnktlich zum Jahresanfang fĂŒr 2027 trifft es den Versand von Briefen und auch Postkarten am gröĂten, denn geplant ist eine Erhöhung der Portokosten im Schnitt um bis zu 20,35 Prozent. Dies bedeutet umgerechnet, dass ein Standardbrief von 95 Cent auf 1,14 Euro bei den Portokosten ansteigen könnte.

Allerdings sei hier gesagt, dass die Post selber noch entscheiden wird, welche Briefarten im Preis angehoben werden. Man könnte davon ausgehen, dass sich die Post hierbei auf runde BetrÀge einigen wird, sodass das Porto in 5-Cent-Schritten angepasst wird. Genauer gesagt dann 1,10 oder 1,15 Euro pro Brief. Viel wichtiger wird hier aber der Vergleich aus den vergangenen Jahren, denn da wird es erst richtig brisant. Der Verlauf zeigt:
- 2022 lag der erlaubte Aufschlag bei 4,6 Prozent
- 2025 waren es 10,48 Prozent â bisheriger Rekord
- 2027 sind es bis zu 20,35 â somit fast doppelt so viel
Auch der Paketversand wird teurer
Nicht nur Briefe und Postkarten mĂŒssen bei dieser Entscheidung leiden, denn auch der Paketversand wird eine deutliche Anpassung der Preise erfahren. Laut aktueller Freigabe sollen dadurch Pakete bis zu 10,72 Prozent bei den Portokosten ansteigen. Gewerbekunden trifft es noch deutlicher, denn da wird die Anhebung vom Briefporto ermöglicht, was ebenfalls 20,35 Prozent bedeutet.
So sollte man sich ab 2027 direkt auf höhere Portokosten von Onlineshops einstellen und sicherlich werden auch einige dann den kostenlosen Versand ĂŒberdenken oder gegebenenfalls den Mindestbestellwert dafĂŒr nochmal ĂŒberdenken, damit das alle wirtschaftlich bleiben kann.
Warum das alles so teuer wird
Einer der GrĂŒnde, warum die Preisschraube angezogen wird, ist nicht wie man vermutet, dass die Post mehr Gewinn generieren möchte. Der Hauptgrund ist, dass heutzutage deutlich weniger Briefe versendet werden, wie es in den letzten Jahrzehnten der Fall war. Behörden und auch Firmen stellen nach und nach auf eine digitale Kommunikation um, was dafĂŒr sorgt, dass die Post stets fallende Einnahmen zu spĂŒren bekommt.

Bei der Gegenseite ist es aber auch so, dass die Kosten fĂŒr die Zustellung, Personal und auch Logistik auf gleichem Niveau bleiben, beziehungsweise auch in den Kosten steigen. Dazu muss noch im Hinterkopf behalten werden, dass Deutschland im Vergleich zu anderen EU-LĂ€ndern trotz der Erhöhung noch gĂŒnstig ist. In Frankreich zum Beispiel kostet ein Standardbrief aktuell 1,52 Euro Porto und soll zum Jahreswechsel auf 1,67 Euro ansteigen.
Spar-Trick: So entgeht ihr vorerst der Preiserhöhung
SchnĂ€ppchenjĂ€ger können ganz einfach fĂŒr die nĂ€chsten drei Jahre dieser Erhöhung aus dem Weg gehen. Möglich macht dies die Online-Frankierung, die ĂŒber DHL angeboten wird. Dort können noch vor der Erhöhung sogenannte Sparsets bestellt werden, die mehrere Paketmarken als Codes enthalten und auch nach der Preiserhöhung ihre GĂŒltigkeit beibehalten. Das Besondere daran:
- Versandmarken-Codes sind rund drei Jahre gĂŒltig
- Auch nach einer Preiserhöhung gelten sie weiter
- Es muss keine Differenz nachgezahlt werden
Mit dieser Möglichkeit vor dem Jahreswechsel ist es durch die Vorkasse möglich noch die alten Tarife fĂŒr das Porto bei Paketen in das neue Jahr mitnehmen zu können. Gerade wenn man fĂŒr 2027 einige GeschĂ€fte ĂŒber eBay oder Kleinanzeigen plant, kann das sehr lohnenswert sein.

Gilt das auch fĂŒr Briefmarken?
Briefmarken können zwar ebenfalls als Sets mit eigenen Werten gekauft werden, damit man immer welche zu Hause hat. Hier funktioniert der Trick allerdings nicht, denn bei einer Erhöhung der Portokosten muss auch die Differenz zum aktuellen Porto-Kurs ErgĂ€nzungsmarken bezahlt werden. Auch wenn alte Marken ihre GĂŒltigkeit nicht verlieren.
Was haltet ihr von dieser saftigen Erhöhung? Ist der Spar-Trick fĂŒr euch eine Option und werdet ihr ihn auch nutzen?
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NatĂŒrlich ist es fĂŒr den Konsumenten Ă€rgerlich. Aber wie ihr schon richtig geschrieben habt. Es werden viel weniger Briefe ausgeteilt, die Spritpreise sind extrem angestiegen und Personal wird natĂŒrlich auch nicht billiger. Aus diesem Grund ist es zu mindestens nachvollziehbar.
Danke, das mit den Codes ist ein cooler Tipp đ
Guter Tipp mit den Codes. Mir ist es erstmal Schnuppe, da das meiste digital lĂ€uft. Aber Pakete könnten uns natĂŒrlich alle tangieren, wenn man online einkauft und ggf. Kostenpflichtig retournieren muss.
Und Firmen haben ganz andere Tarife. Dort steht man im Wettbewerb.
Danke fĂŒr den Tipp mit den Codes. đ