🚗🚦 PKW Führerschein: Neue Reformen geplant. Günstiger & schneller zum Führerschein

Wir erinnern uns alle noch an unsere ersten Fahrstunden, an unseren Fahrlehrer und meist auch, wie viel eine der Fahrstunden gekostet hatte. Auch können wir uns noch an das Gefühl erinnern, als es in Richtung Fahrprüfung und auch theoretischer Prüfung ging.

Was damals noch „erschwinglich“ war, kostet neuen Fahrschülern zu dieser Zeit nicht nur viele Nerven, sondern auch viel Geld. Die Gründe hierfür liegen mal wieder in der Bürokratie. Geplant sind aber Reformen, die das Erlangen der Fahrerlaubnis vereinfachen sollen.

Hohe Durchfallquote in den letzten Jahren

Alleine in 2025 scheiterten rund 44 Prozent der Fahrschüler an der theoretischen Prüfung. Zeitgleich aber auch 37 Prozent an der praktischen Prüfung. Auch im Jahr 2024 sahen die Zahlen mit 45 Prozent Durchfallquote bei der Theorie und 37 Prozent in der praktischen Prüfung nicht anders aus.

Gründe dafür sind unter anderem die Menge an Fragen, die für die theoretische Prüfung abgefragt werden können. Aktuell werden Fahrschüler vor einem Fragenkatalog mit 1.169 Fragen rund um das Thema Autofahren, Verkehrssicherheit und allgemeinen Fragen rund um das Auto gestellt.

Preisschock bei Anmeldung als Fahrschüler

Die Preise für den Führerschein der Klasse B sind in den letzten Jahren ins Unermessliche geschossen, sodass viele Fahrschüler schon einen Kredit benötigen, um sich den Führerschein überhaupt leisten zu können. Aktuell liegen die Preise für die komplette Ausbildung bei ca. 3.500 Euro bis 6.000 Euro je nach Fahrschule und Region. Diese Preise kann jede Fahrschule für sich selber entscheiden!

Neue Reformen sollen das Erlangen des Führerscheins deutlich vereinfachen

Diese Woche hat der Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder von der CDU ausgearbeitete Pläne vorgelegt, die dafür sorgen sollen, dass der Führerschein wieder erschwinglich wird und vor allem auch, dass Fahrschüler einfacher durch die Prüfungen kommen können.

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Die Reformen im Überblick:

Theoretische Fahrausbildung

Auch Fahrschulen sollen entlastet werden, da in den Plänen der Punkt aufgeführt wurde, dass der theoretische Unterricht auch digital ausgeführt werden kann. Das spart bei den Fahrschulen große Mieten für Räume und Equipment ein.

Fragenkatalog schrumpft: Theorieprüfung einfacher

Der Fragenkatalog für den Klasse B Führerschein beinhaltet aktuell noch 1.169 Fragen. Dieser soll mit den Plänen auf ca. 840 Fragen reduziert werden, damit die Fahrschüler weniger lernen und abgefragt werden können.

Praktische Fahrstunden nach Vorbild aus den USA

Geplant ist auch, dass die praktischen Fahrstunden in der Klasse B von nahestehenden Personen des Fahrschülers übernommen werden können. So können Eltern und auch weitere Angehörige zusammen mit dem Fahrschüler die Praxis üben. Wichtig hierbei ist, dass dafür die Theorieprüfung abgelegt sein muss, sowie sechs Fahrstunden beim Fahrlehrer genommen werden mussten.

Auf dem Auto eine entsprechende Markierung zu finden sein muss und bei der sogenannten „Laienausbildung“ nur 1.000 Kilometer möglich gemacht werden. Danach sollen weitere sechs Fahrstunden beim Fahrlehrer genommen werden und auch eine Prüfungsvorbereitungsfahrt steht dann mit auf dem Ausbildungsplan.

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Simulatoren können für Einsparungen sorgen

Ebenso soll der Fahrschüler auf Simulationen zugreifen können, um digitale Fahrpraxis bekommen zu können, was teure Fahrstunden einsparen soll. Diese Simulatoren sollen für alle Fahrerlaubnisklassen eingesetzt werden können.

Weniger Sonderfahrten für die Klassen A1, A2, A, B & C1

Bei den Überlandfahrten, Dunkelfahrt und auch Autobahnfahrten soll auch eingespart werden. Je eine der Stunden soll abgeschafft werden, um weitere Kosten vermeiden zu können.

Prüfungszeit wird verkürzt

In den Führerscheinklassen A und B werden aktuell noch 55 Minuten pro Prüfung angesetzt. Diese Prüfzeit soll angepasst werden und sich nach der Reform auf 40 Minuten belaufen. Dabei ist die praktische Prüfung gemeint.

Fahrschulen ohne Preisaushang-Pflicht

Auch bei den Fahrschulen soll eingespart werden, denn diese sollen verpflichtet werden ihre Preise in Form von Grundgebühr, Lehrmaterial und auch Fahrstunden an das Bundesverkehrsministerium zu übermitteln.

Durch diesen Datensatz können angehende Fahrschüler über Vergleichsportale auf die Daten zugreifen und für sich die günstigste Fahrschule heraussuchen.

Fahrlehrermangel soll angegangen werden

Die Fahrlehrerausbildung ist langwierig, teuer und auch komplex, was viele Menschen davon abschreckt in diesen Beruf Fuß zu fassen. Die Kosten für die Ausbildung soll gesenkt werden. Ob es auch im Umfang der Ausbildung Änderungen geben wird, muss noch diskutiert werden.

Sind diese Anpassungen gut oder schlecht? Was denkt ihr?