💻🔌 Nach Smartphones jetzt auch Notebooks: USB C Pflicht kommt ab 2026

Nachdem im Jahre 2024 beschlossen wurde, dass Smartphones nur noch mit dem USB-C-Anschluss für die Ladung hergestellt und auch ausgeliefert werden dürfen, sind nun Notebooks dran, denn ab Ende April dürfen in der EU nur noch Notebooks verkauft werden, die sich über USB-C laden lassen können.

Viele Notebooks schon ausgestattet, aber nicht alle

Grundsätzlich sind Geräte der aktuellen Generation schon mit dem entsprechenden USB-C Anschlüssen ausgestattet, mit denen sich die Notebooks auch laden lassen. Problematisch wird es aber bei sogenannten Budget-Geräten, die bei unter 400 Euro im Verkaufspreis liegen, denn bei diesen sind oftmals nicht die teureren und komplexeren USB-C Ladebuchsen nicht verbaut worden.

Gerade weil der aktuelle USB-C-Anschluss mit verschiedenen Spannungen arbeitet, die auch mit dem Notebook selber „ausgehandelt“ werden müssen, entsteht auch eine höhere Anforderung an der restlichen verbauten Hardware je nach Modell und dadurch würde auch der Verkaufspreis steigen.

Microsoft verschärft die Situation noch weiter

Nicht nur die neue Regelung der EU soll den Markt für Notebooks umkrempeln, denn auch Microsoft mischt ordentlich bei der Umgestaltung der Anschlüsse mit. So sollen alle Geräte, die mit dem Microsoft-Logo versehen wurden auch zusätzliche Anforderungen erfüllen.

So möchte Microsoft, dass Geräte mit USB-C Anschluss neben dem Ladevorgang auch noch:

  • Videosignale übertragen können
  • Hohe Datenraten unterstützen

Zudem dürfen mehrere USB-C Ports keine unterschiedlichen Funktionen haben. Dadurch wird es für die Hersteller schwieriger, denn anstatt mehr Anschlüsse wird es dazu kommen können, dass weniger Anschlüsse verbaut werden, was wieder zu höherem Aufwand sorgen wird.

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Große Änderung auch im Lieferumfang

Eine der größten Änderung wird dann auch sein, dass wie bei Smartphones die Hardware künftig ohne Netzteil angeboten werden kann. Da zwei Liefervarianten, also mit und ohne Ladegerät zu aufwendig sind, ist davon auszugehen, dass die Hersteller auf Netzteile im Lieferumfang verzichten werden.

Dadurch entsteht ein weiterer Vor- und Nachteil, denn zum einen haben viele Haushalte schon funktionierende USB-C Netzteile in Nutzung und können diese dann problemlos am Notebook nutzen, was die Umwelt schont. Nachteil kann aber auch sein, dass teure Netzteile und Ladegeräte nachgekauft werden müssen, wenn vorhandene nicht die entsprechende Leistung bringen können.

Ausnahme: Gaming Notebooks

Eine große Ausnahme gibt es aber bei Notebooks, die mit deutlich mehr Leistung betrieben werden, als ein reines Office und Multimedia Gerät. Durch die verbaute Hardware und dem erhöhten Leistungsverbrauch kann bei diesen Varianten keine USB-C Ladung genutzt werden, da dafür die gelieferte Energie nicht ausreichen wird.

So werden weiterhin Gaming-Notebooks mit einem eigenen Netzteil ausgeliefert. Damit aber diese Geräte trotzdem der neuen EU-Richtlinie gerecht werden, sollen auch diese Geräte die Möglichkeit für eine USB-C Ladung bekommen, die zusätzlich genutzt werden kann.

💻🔌 Nach Smartphones jetzt auch Notebooks: USB C Pflicht kommt ab 2026

Fazit:

Eine einheitliche USB-C Pflicht für Smartphones und folgend auch Notebooks kann Elektroschrott reduzieren. Im gleichen Schritt werden aber neue Herausforderungen für die Hersteller entstehen, denn diese haben höhere Kosten für die Herstellung, weniger Zubehör im Lieferumfang und auch wird es dadurch zu Einschränkungen bei Budget-Modellen kommen.

Es kann also auch davon ausgegangen werden, dass höhere Kosten auf die Kunden umgewälzt werden könnten. Auch wenn Kunden und Nutzer grundsätzlich von dieser Umstellung profitieren werden.

Was haltet ihr von diesem neuen und einheitlichen Schritt?