Laden an öffentlichen Ladepunkten – Wo kann ich sparen?

Als Schnäppchenblog liefern wir euch ja regelmäßig richtig gute Sparangebote ab. Neben einer Menge Notebooks, TVs, Klamotten und Reisen verirrte sich in der jüngeren Vergangenheit auch mal das ein oder andere Leasing-Angebot in unsere Liste. Wenn ihr dort beispielsweise zu dem neuen e-up! nicht NEIN sagen konntet, dann wollt ihr sicher auch beim Laden sparen, oder?

Wir Schreiberlinge kennen das Prozedere hier ganz genau: „Hey, du schreibst doch für Mein-Deal? Wenn ihr mal ‘nen TV mit 50 Zoll habt, gibst du mir da mal ‘ne Info?“. Da liegt es nahe, dass man als E-Mobilist auch mit Fragen konfrontiert wird, die die durchaus chaotische Bezahlmöglichkeit an öffentlichen Ladestationen betreffen. Dies möchte ich hier zum Anlass nehmen und euch regelmäßig mit Infos aus dem Tarif-Dschungel versorgen.

Kostenlos

Das ist natürlich die angenehmste Variante – und gar nicht so selten anzutreffen. Besonders Geschäfte haben das Modell für sich entdeckt, um die Kunden gezielt zu locken. Daher schaut doch mal bei eurem Aldi Süd, Ikea, Lidl oder Kaufland, ob sich da nicht eine Ladesäule findet.

Achtung: Im Innogy-Verbund sind aktuell noch viele Ladestationen im sogenannten Messe-Modus und damit kostenlos. Ladet euch am Besten die ChargeEV-App (nur iOS) oder schaut direkt bei GoingElectric nach. Setzt dort unter Optionen einfach den Haken bei „kostenlos laden“!

Daneben gibt es auch einige Städte und Kommunen, die das Laden noch gratis anbieten. Beispielsweise lade ich in Leipzig aktuell noch gratis!

Pauschalbetrag

Besonders bei größeren Energiemengen könnt ihr mit Pauschalbeträgen richtig sparen. Hier gibt es einige Säulen von Innogy, die noch erträgliche Pauschalangebote via QR-Code bieten. Alternativ –wenn ihr ohnehin gerade nach einem Stromanbieter sucht- könnt ihr euch auch Naturstrom anschauen. Dort bekommt ihr die Ladekarte, mit der ihr aktuell 14,26€ für die Schnell- und 10,15€ für die Normalladung zahlt. (soweit ich das Erfahren habe, werden diese Ladekarten aber nicht mehr herausgegeben – Bestandskunden können diese aber noch nutzen).

Auf Spendenbasis

Laden auf Spendenbasis findet ihr bei privaten Wallboxen. Wieso sollten die EV-Fahrer mit einer öffentlichen Lademöglichkeit auch nicht ihre Box für einen kleinen Obolus freigeben? Dieses Modell findet ihr vielleicht bei eurem Nachbarn oder beispielsweise bei GoingElectric Crowdfunding Ladepunkten.

Nach Zeit oder Kombiprodukte

Manchmal ist eine teure Ladung unumgänglich, aber in der Regel ist das der Super-GAU für Schnäppchenjäger und soll daher hier erstmal keine Beachtung mehr finden. Dank der Hilfe aus dem GoingElectric-Forum habe ich aber auch hier einen Schnapper für alle EV mit mehrphasigen Lader gefunden. Der Geheimtipp lautet hier Freshmile. Denn dort könnt ihr an Ladepunkten mit 3-22 kW für 0,19€ pro kWh und 0,01 pro Minute laden!

Nach geladener Energiemenge

So kennt ihr das auch von zuhause. Bei diesem Modell bezahlt ihr einfach jede geladene kWh Strom und seid relativ unabhängig von der Lademenge und –zeit. Aber jetzt wird’s etwas komplizierter, denn es gibt die Charge Point Operator (CPO) und die Mobility Service Provider (MSP). Der CPO stellt die Ladestationen zur Verfügung und kümmert sich um die Installation, Instandhaltung und Stromversorgung der Stationen sowie die Reparaturen. Beispiele für CPOs sind New Motion, Innogy, Allego oder Ionity. Die MSP vertreiben die passenden Mobilitätsprodukte und -dienstleistungen. In diesem Fall ein Ladeabonnement, die entsprechende Ladekarte und/oder eine App. Und genau hier möchte ich euch unterstützen, denn nicht alle Ladekarten sind mit allen Lademöglichkeiten der CPO kompatibel.

Es gibt zwei Ladekarten, die ihr immer als Notfalllösung dabeihaben solltet: Plugsurfing und EnBW. Das sind Roaming-Dienste, die sehr viele Ladestationen „entriegeln“ können. Wie gesagt: checkt die Preise über die Apps, aber im Notfall ist eine teure Ladung besser als gar keine. Wenn ihr einen einheitlichen Preis bevorzugt und zufällig noch ADAC-Mitglied seid, dann schnappt euch doch die ADAC e-Charge-Karte. Denn aktuell gibt es dafür noch 15€ Guthaben!

Ansonsten möchte ich in Zukunft eine möglichst einfache Unterscheidung schaffen, da sich wahrscheinlich nur die wenigsten 30 Tarifmodelle merken können. Daher soll euch folgende Liste eine grobe Hilfestellung geben.

Laden an öffentlichen Ladepunkten – Wo kann ich sparen?

 

 

Quellen:

https://emobly.com/de/news/der-emobly-ladekarten-kompass-maerz-2021/
https://www.goingelectric.de/forum/viewtopic.php?f=103&t=52242&hilit=chargecloud