Laden an öffentlichen Ladepunkten – Wo kann ich sparen?

Update Da IONITY ab Februar den kWh-Preis beim adhoc-Laden auf 79 Cent setzt, haben wir für euch hier die Alternativen! Holt euch im Idealfall schon jetzt die passende Ladekarte! ;-)

Laden an öffentlichen Ladepunkten – Wo kann ich sparen?

Als Schnäppchenblog liefern wir euch ja regelmäßig richtig gute Sparangebote ab. Neben einer Menge Notebooks, TVs, Klamotten und Reisen verirrte sich in der jüngeren Vergangenheit auch mal das ein oder andere Leasing-Angebot in unsere Liste. Wenn ihr dort beispielsweise zu dem neuen e-up! nicht NEIN sagen konntet, dann wollt ihr sicher auch beim Laden sparen, oder?

Wir Schreiberlinge kennen das Prozedere hier ganz genau: „Hey, du schreibst doch für Mein-Deal? Wenn ihr mal ‘nen TV mit 50 Zoll habt, gibst du mir da mal ‘ne Info?“. Da liegt es nahe, dass man als E-Mobilist auch mit Fragen konfrontiert wird, die die durchaus chaotische Bezahlmöglichkeit an öffentlichen Ladestationen betreffen. Dies möchte ich hier zum Anlass nehmen und euch regelmäßig mit Infos aus dem Tarif-Dschungel versorgen.

Je nach Lademenge und –geschwindigkeit ergeben sich unterschiedliche Gesamtpreise. Daher ist es immer ratsam, vorab grob abzuschätzen, wie lange oder wieviel ihr laden möchtet. Aber bevor die ersten schon kapitulieren, fangen wir langsam an… Klickt auf „Weiterlesen“

Kostenlos

Das ist natürlich die angenehmste Variante – und gar nicht so selten anzutreffen. Besonders Geschäfte haben das Modell für sich entdeckt, um die Kunden gezielt zu locken. Daher schaut doch mal bei eurem Aldi Süd, Ikea, Lidl oder Kaufland, ob sich da nicht eine Ladesäule findet.

Achtung: Im Innogy-Verbund sind aktuell noch viele Ladestationen im sogenannten Messe-Modus und damit kostenlos. Ladet euch am Besten die eCharge-App (Android und iOS) und checkt die Stationen in eurer Nähe!

Daneben gibt es auch einige Städte und Kommunen, die das Laden noch gratis anbieten. Beispielsweise lade ich in Leipzig aktuell noch gratis!

Pauschalbetrag

Besonders bei größeren Energiemengen könnt ihr mit Pauschalbeträgen richtig sparen. Der vielleicht bekannteste Vertreter ist dabei IONITY. An den HPC-Ladern (High-Power-Charging) kostet die Ladung aktuell pauschal 8€. Bei 40 geladenen kWh erreicht ihr damit knapp 20 Cent/kWh.

Alternativ –wenn ihr ohnehin gerade nach einem Stromanbieter sucht- könnt ihr euch auch Naturstrom anschauen. Dort bekommt ihr die Ladekarte, mit der ihr aktuell 7,90€ für die Schnell- und 5,90€ für die Normalladung zahlt.

Auf Spendenbasis

Laden auf Spendenbasis findet ihr bei privaten Wallboxen. Wieso sollten die EV-Fahrer mit einer öffentlichen Lademöglichkeit auch nicht ihre Box für einen kleinen Obolus freigeben? Dieses Modell findet ihr vielleicht bei eurem Nachbarn oder beispielsweise bei GoingElectric Crowdfunding Ladepunkten.

Nach Zeit oder Kombiprodukte

Manchmal ist eine teure Ladung unumgänglich, aber in der Regel ist das der Super-GAU für Schnäppchenjäger und soll daher hier erstmal keine Beachtung mehr finden.

Nach geladener Energiemenge

So kennt ihr das auch von zuhause. Bei diesem Modell bezahlt ihr einfach jede geladene kWh Strom und seid relativ unabhängig von der Lademenge und –zeit. Aber jetzt wird’s etwas komplizierter, denn es gibt die Charge Point Operator (CPO) und die Mobility Service Provider (MSP). Der CPO stellt die Ladestationen zur Verfügung und kümmert sich um die Installation, Instandhaltung und Stromversorgung der Stationen sowie die Reparaturen. Beispiele für CPOs sind New Motion, Innogy, Allego oder Ionity. Die MSP vertreiben die passenden Mobilitätsprodukte und -dienstleistungen. In diesem Fall ein Ladeabonnement, die entsprechende Ladekarte und/oder eine App. Und genau hier möchte ich euch unterstützen, denn nicht alle Ladekarten sind mit allen Lademöglichkeiten der CPO kompatibel.

Es gibt zwei Ladekarten, die ihr immer als Notfalllösung dabeihaben solltet: Plugsurfing und Shell Recharge (ehemals New Motion). Das sind Roaming-Dienste, die sehr viele Ladestationen „entriegeln“ können. Wie gesagt: checkt die Preise über die Apps, aber im Notfall ist eine teure Ladung besser als gar keine.

Ansonsten möchte ich in Zukunft eine möglichst einfache Unterscheidung schaffen, da sich wahrscheinlich nur die wenigsten 30 Tarifmodelle merken können. Daher soll euch folgende Liste eine grobe Hilfestellung geben:

Laden an öffentlichen Ladepunkten – Wo kann ich sparen?

Achtung: Aufgrund der noch nicht existierenden eichrechtskonformen Zähler bei DC-Ladern, werden bei eins aktuell pauschal 20% der geladenen Energiemenge abgezogen. Dadurch reduziert sich der Preis auf nur noch 25,8 Cent/kWh!

Quellen:

https://emobly.com/de/laden/der-emobly-ladekarten-kompass-januar-2020/
https://www.goingelectric.de/forum/viewtopic.php?f=103&t=52242&hilit=chargecloud

18 Kommentare zu "Laden an öffentlichen Ladepunkten – Wo kann ich sparen?"

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MobilIveco
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Und immer schön die Tipps beachten:
http://www.e-mobileo.de/10-tipps-wie-der-akku-laenger-haelt/
Also nicht zu mehr als 80% laden, nicht unter 20% entladen und NICHT Schnellladen!
Da ihr euch dann eh‘ nie weiter als 100 Km von Zuhause entfernen könnt, ist doch die Frage wo es Ladesäulen gibt obsolet.
Ironie aus wink

ChrisBu
ChrisBu

…. lächerlich mit einer 50KWh Batterie hätte man dann 39,50€ für gut 400km bezahlt + Ladeverluste kommen hinzu! 90% der LPG tankenden kommen weiter mit einer Füllung. Wie soll man Strom bewerben wenn die einen so abzocken?!

Ohje
Ohje

Wenn ich erst ein Studium brauche um einen normalen Tankvorgang durchzuführen, fahre ich doch lieber meinen Diesel weiter.

Thekull

Ich selber fahre auch eAuto und bin mit einer Maingau- (Kunde), Newmotion- und EWE-Karte. Mit letzt genannter kann man an allen EWE- und swb-Säulen pauschal für 12,50€ als Kunde Laden. Solche Angebote gibt es auch von anderen Stadtnetzbetreibern und man sollte da immer wieder drauf hin weisen, denn teilweise unterstützen die Anbieter auch Roaming…

Gast
Gast

bin kein Fachmann, aber ich glaube, bei Maingau fehlen einige Roaming-Partner in der Tabelle (Ionity geht meiner Meinung nach z.B.). Und der Hinweis, dass Stromkunden von Maingau unterwegs DC für 25 ct pro kwh laden ist sicher auch hilfreich.

honkmat
honkmat

Super Artikel für ein leider sehr komplexes Thema. Ergänzend dazu muss man sagen, das leider bei immer mehr E-Autos die AC-Onboardlader reduziert werden. Statt 11kw nur noch 7, etc. Und meistens dann noch kostenpflichtige Option. Die sollten lieber in jedes Auto einen 22kw Onboardlader integrieren. Dann könnten wenigstens die ihr Auto mit großem Akku über Nacht zuhause vollladen, die einen Drehstromanschluss haben. Ansonsten wird E-Auto für mich erst interessant wenn jeder zuhause DC Schnellladen kann. Aber dann explodiert wahrscheinlich das Stromnetz. Sind noch viele Sachen zu klären bei der E-Mobilität.

Gast
Gast

na ja, ganz so eindeutig ist der Trend nicht – die Zoe war so ziemlich der einzige 22kW Lader – dann kamen einige Einphasenlader, z.B. der Kona von Hyundai. Aber VW geht zumindest mal wieder Richtung 2 Phasen (eGolf). Und ich finde 7-8 kW für zuhause völlig okay, da bekomme ich ja über Nacht locker den Akku voll (bis 80%), es sei denn es wäre ein Monsterakku. Reines DC-Laden wäre sicher auch für den Akku nicht gut.

Tobias
Tobias

Für zuhause würde das reichen. Aber was wenn unterwegs nur AC Lader vorhanden sind und man dann stundenlang dort warten muss, nur weil der OEM einen Schnarch-OBC verbaut hat. Die Möglichkeit mindestens 11, eher 22kW AC zu ermöglichen wichtig

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