đŸ’¶ Von VerbraucherschĂŒtzern gefordert: Bargeldquote im Handel und Gastronomie

„Bar oder mit Karte?“ – Sicherlich einer der meist gestellten Fragen beim Kassiervorgang im Supermarkt oder aber auch in der Gastronomie. Obwohl es zunehmend dazu fĂŒhren wird, dass in einer nahen Zukunft nur noch mit Karte bezahlt wird, hat man heute in der Regel noch den einen oder anderen Schein, sowie Scheine im Portemonnaie, um vorbereitet zu sein, falls ein HĂ€ndler keine Kartenzahlung akzeptiert.

Genau soll aber laut dem Verbraucherschutz ein Problem vorliegen, denn diese warnen aktuell vor sinkender Akzeptanz aus dem Handel und auch Gastronomie. Gerade die Selbstbedienungskassen stehen hier im Fokus der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Anzahl Selbstbedienungskassen im Einzelhandel verdoppelt

Viele SupermĂ€rkte setzen mittlerweile auf die Möglichkeit, dass ihre Kunden ihren Einkauf ganz alleine einscannen und auch bezahlen können, ohne mit einem Angestellten aus dem Supermarkt in Kontakt kommen zu mĂŒssen. Das Konzept ist gerade auf Menschen ausgelegt, die nur wenige Artikel schnell und einfach bezahlen möchten, ohne an langen Kassen anstehen zu mĂŒssen.

Im Jahr 2023 waren im Handel rund 16.000 SB-Kassen im Einsatz und mittlerweile hat sich dieser Trend wohl durchgesetzt und steigt weiterhin, denn die aktuelle Anzahl liegt bei fast 39.000 SB-Kassen.

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Nicht jede SB-Kasse bietet auch Barzahlungen an

Das Problem an diesen SB-Kassen ist, dass sie den Bezahlvorgang nur per Karte auslösen können. So gibt es fĂŒr Kunden, die nur mit Bargeld zahlen möchten, nur den Weg zu der klassischen Schlange an der Kasse mit Kassierer/in.

Unter anderem fordert daher der Verbraucherschutz, dass eine entsprechende Bargeldquote auch bei SB-Kassen eingehalten werden mĂŒsse. So sollen die technischen Möglichkeiten erschaffen werden, dass auch an den Selbstbedienungskassen mit Barzahlung gezahlt werden kann.

Menschen ohne digitale Zahlungsmöglichkeit werden ausgeschlossen

Gerade junge Menschen, die noch nicht ĂŒber ein eigenes Konto verfĂŒgen oder auch Ă€ltere Menschen, die ihr Leben lang immer gewohnt waren, mit Scheinen und Kleingeld zu bezahlen, könnten in manchen GeschĂ€ften von dieser Kassier-Methode ausgeschlossen werden.

So geben in einer Umfrage der Verbraucherzentrale rund 30 Prozent der Befragten an, dass sie im letzten halben Jahr keine Barzahlung in einem Café oder GeschÀft nutzen konnten, da keine Barzahlung akzeptiert wurde.

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Bundesbank sieht genau das Gegenteil

Die Bundesbank hat im Dezember des letzten Jahres diese Forderung untersucht und mit einer eigenen Studie nachgeforscht, ob es Probleme mit der Akzeptanz bei Bargeld-Zahlungen geben könnte. So wurden ca. 2.000 TestkÀufe im Einzelhandel, Gastronomie und auch bei anderen Dienstleistern getÀtigt.

Die TestkÀufe wurden im Sommer 2025 getÀtigt und bei 98,7 Prozent der FÀlle war eine Barzahlung direkt ohne weiteren Aufwand und Nachfrage möglich. Bei weiteren Stichproben gab es allerdings in acht von 30 FÀlle, in denen gar keine Barzahlung mehr möglich war. Dennoch kann man in Deutschland sicher sein, dass das Bargeld noch ein beliebtes Zahlungsmittel ist. Dennoch verdrÀngt die Kartenzahlung das Bargeld immer weiter.

Wie sieht das bei euch aus? Soll solch eine Bargeldquote in jedem Betrieb erfĂŒllt werden können, damit man mehrere Zahlungsmöglichkeiten, also Karte und Bargeld haben kann?