🚗 ADAC erhöht Migliedsbeiträge: +25% auf alle Tarife – Lohnt sich der ADAC noch?

Grob überschlagen ist fast jeder zweite Autofahrer in Deutschland ein Mitglied vom ADAC, also dem Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V.. Selbstverständlich ist die durchgehend mögliche Pannenhilfe nur mit einer Mitgliedschaft zu bekommen und hier wird es für alle demnächst ordentlich teuer.

Die Mitgliedsbeiträge werden nach nun sechs vergangenen Jahren das erste Mal im Preis angepasst. Hierbei handelt es sich nicht um eine kleine Erhöhung, sondern um satte 25 Prozent, die zukünftig auf den Mitgliedsbeitrag aufgeschlagen werden sollen. Da entsteht schnell die Frage, ob sich der ADAC überhaupt noch lohnt, denn es gibt wie bei allen anderen Branchen immer eine Alternative.

Die neuen Beiträge im Überblick

Die Erhöhung der Beiträge wurde bereits im Mai bei der ADAC-Hauptversammlung. Daher kommt die Erhöhung später, als eigentlich geplant. Auch ab wann die Erhöhung durchgesetzt werden, gibt es schon konkrete Termine. Durch die geplanten 25 Prozent Anpassung entstehen für Mitglieder die folgenden Mitgliedsbeiträge pro Jahr:

  • Tarif „Basis“ – Bisher: 54€ → Neu: 64€ – Differenz: + ca. 19%
  • Tarif „Plus“ – Bisher: 94€ → Neu: 114€ – Differenz: + ca. 21%
  • Tarif „Premium“ – Bisher: 139€ → Neu: 174€ – Differenz: + ca. 25%

Ein Tarif fehlt in der Liste noch, der von Familien genutzt wird und auch am meisten erhöht wird. Der Familien-Premium-Tarif kostet aktuell 239 Euro pro Jahr und soll auf 294 Euro pro Jahr ansteigen. Somit ein Plus von 55 Euro im Jahr.

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Starttermin der Erhöhungen: Später als geplant

UrsprĂĽnglich sollten die neuen Preisanpassungen ab dem 1. Januar 2027 gelten. Hier hat der ADAC aber den Termin nochmals verschoben und peilt die Preise der neuen Tarife erst im Laufe des ersten Halbjahres 2027 an. Der Grund dafĂĽr ist simpel, denn aktuell fehlt noch die Auskunft des Bundeszentralamts fĂĽr Steuern.

Wichtig für bestehende Mitglieder: Der ADAC hat bereits angekündigt alle bestehenden Mitglieder drei Monate vor der Preisanpassung zu informieren. Das bedeutet aber nicht, dass ihr direkt nach dem Erhalt der Information den neuen Preis zahlen müsst. Dies hängt von eurem Beitrittsdatum ab, da der neue Beitrag erst mit der nächsten regulären Jahresrechnung fällig wird.

Warum werden die Beiträge so stark angehoben?

Auch der ADAC ist von Inflation, Steuern, Regelungen, etc. nicht ausgeschlossen. Daher wurde als GrĂĽnde unter anderem die gestiegenen Kosten fĂĽr Energie, Personal, Ersatzteile und auch Werkstattleistungen und Abschleppleistungen genannt. Genauer gesagt soll der ADAC aufgrund dessen im Schnitt 27 Prozent mehr Ausgaben haben, als bei der letzten Beitragsanpassung.

Dies spürte der Automobilclub auch im Geschäftsjahr 2025, welches mit einem Minus von 17 Millionen Euro abgeschlossen wurde. Zu der Erhöhung wurden aber auch Neuerungen angekündigt. Mitglieder sollen zukünftig auch eine Fahrradpannenhilfe oder auch einen Schlüsselnotdienst in Anspruch nehmen können. Ebenso werden die Grenzen für das Abschleppen angehoben.

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Ist jetzt eine Kündigung einfach so möglich?

Kündigungen sind grundsätzlich fast immer möglich. Aber in diesem Fall sieht das alles ein wenig anders als bei anderen Verträgen, wie beim Streaming, Versicherung oder Energieversorger aus. DA die ADAC-Mitgliedschaft kein Abo, sondern eine Vereinsmitgliedschaft ist, gelten dort andere Regeln. Diese sind unter anderem:

  • KĂĽndigungsrecht: drei Monate zum Ende der Beitragsperiode
  • Beitragsperiode: zwölf Monate ab Fälligkeit des Betrages – Stichtag auf der letzten Rechnung beachten
  • KĂĽndigungsform: Textform (ADAC Online-Formular, E-Mail, Brief)
  • SonderkĂĽndigungsrecht: Durch das Vereinsrecht kein SonderkĂĽndigungsrecht wegen Beitragserhöhung vorhanden. Information seitens der Erhöhung von dem ADAC beachten und rechtzeitig kĂĽndigen, wenn die Mitgliedschaft gekĂĽndigt werden soll.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, weil die Mitgliedschaft nicht mehr interessant sein sollte, schickt direkt eine Kündigung mit dem Vermerk: „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“. So wird euer Vertrag direkt zum Ende der Beitragsperiode gekündigt und der Termin kann nicht mehr vergessen werden. Ein Widerruf der Kündigung ist problemlos möglich.

Sparen & Alternativen

Die einfachste Möglichkeit dennoch Hilfe bei Pannen zu bekommen wäre, dass geschaut wird, ob nicht ein günstigeren Tarif gibt, der trotzdem das Wichtigste abdeckt. Nicht immer ist eine Premium-Mitgliedschaft nötig und mit dem Basis-Tarif kommt ebenfalls schnelle Hilfe, sowie ein mögliches Abschleppen des Kfz zustande. Die größeren Tarife sind für Menschen, die auch Hilfe im Ausland oder auch einen Krankenrücktransport gebrauchen können.

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Gleiche Leistung durch die Kfz-Versicherung

Eine weitere und oftmals unterschätze Möglichkeit ist die eigene Kfz-Versicherung. Der sogenannte Schutzbrief ist in vielen Versicherungen verfügbar und kann problemlos hinzu gebucht werden. Die Kosten für die „Versicherungs-Pannenhilfe“ ist bei Versicherungen oft deutlich niedriger als die Tarife von einer Pannenhilfe. Dabei ist der Leistungsumfang je nach Versicherung sogar fast identisch oder teilweise auch besser.

Wichtig zu beachten ist nur, dass bei dem Schutzbrief nur euer eigenes versichertes Auto geschützt ist. Das sogar unabhängig, wer das Auto gefahren ist. Die ADAC-Mitgliedschaft gilt für euch als Person – also auch als Beifahrer, Mietwagen-Nutzer oder auch als Fahrer eines geliehenen Auto des Freundes oder Familie. Auch ein Blick bei der Konkurrenz kann sich lohnen. Neben dem ADAC gibt es auch noch die Automobil-Clubs, wie ACE oder auch AvD.

Seid ihr ADAC Mitglied und was haltet ihr von dieser großen Erhöhung der Beiträge? Lohnt sich der ADAC für euch dann noch?