🍹 Die Zuckersteuer kommt: So teuer wird euer Lieblingsgetränk – und diese bleiben verschont

Die deutsche Politik und die dazugehörigen diskutierten Gesetzesentwürfe sind mal wieder in aller Munde. In diesem Fall aber in flüssiger Form mit ordentlich Zucker im Gesprächsstoff. Viele Monate wurde sich über eine neue Steuer unterhalten und auch gestritten. Entwürfe wurden sogar aus dem Kanzleramt gestoppt.

Doch jetzt ist es so weit: Die Union und die SPD wurden sich einig und haben die Zuckersteuer ins Leben gerufen. Ab Sommer 2027 heißt dies, dass auf Cola, Limonaden, Energydrinks, Eistees, Fruchtnektar, zuckerhaltige Sirups und weitere zuckerhaltige Getränke die Zuckersteuer fällig wird. Was dies für euren Geldbeutel bedeutet und welche Getränke nicht davon betroffen sind, erkläre ich euch in diesem Artikel.

Das genau ist nun beschlossen

Am 13. Oktober 2026 entsandte das Bundesfinanzministerium die Nachricht, dass die Zuckersteuer in Deutschland eingeführt wird. Die Koalition hat sich auf eine gemeinsame Vorlage zur sogenannten Zuckergetränkesteuer geeinigt, welche die folgenden wichtigen Punkte mit sich bringen wird:

  • Start der Zuckersteuer: 1. Juli 2027
  • Ab 5 Gramm Zucker pro 100ml: 26 Cent Steuer pro Liter
  • Ab 8 Gramm Zucker pro 100ml: 32 Cent Steuer pro Liter
  • Ausnahme: Kleine Hersteller, mit weniger als eine Million Liter Abfüllvolumen pro Jahr
  • Geschätzte Einnahmen für den Staat: rund 690 Millionen im ersten Jahr. 900 Millionen ab 2028

Die Steuer zahlt aber zunächst der Hersteller. Was von dieser Steuer dann auf euren Kassenbon beim Kauf von Cola und Co. landet, wird dann vom Hersteller entschieden. Erfahrungsgemäß wird aber ein Großteil dieser neuen Steuer direkt an die Verbraucher weitergereicht.

🍹 Die Zuckersteuer kommt: So teuer wird euer Lieblingsgetränk – und diese bleiben verschont

Wie teuer wird es? Ein Rechenbeispiel

Wenn man als Beispiel die klassische Cola mit einem Zuckergehalt von 10-11g Zucker pro 100ml nimmt, wird dieses Getränk in der höchsten Besteuerung landen. Wenn der Hersteller infolgedessen die neue Zuckersteuer komplett an den Kunden weitergeben würde, bedeutet dies inklusive der Mehrwertsteuer folgendes:

  • Eine Dose Cola (0,33l): + 13 Cent
  • Eine Flasche Cola (1 Liter: + 38 Cent
  • Eine Flasche Cola (1,5 Liter): + 57 Cent
  • Eine Kiste Cola (12 x 1 Liter): + 4,57 Euro

Wer also regelmäßig zu zuckerhaltigen Getränken mit viel Zucker greift, wird die neue Steuer sehr schnell finanziell bemerken. Dies gilt auch bei Getränken, die unter den 8 Gramm pro 100ml liegen.

Zero-Getränke & Alternativen werden ausgeschlossen

Einen weiteren Aufreger bei dem neuen Entwurf gab es auch, denn dort wurde auch diskutiert, ob Zero und Light-Getränke mit Süßstoffen von dieser Steuer betroffen sein sollen. Nach sehr heftiger Kritik ruderte die Politik aber wieder zurück.

Zuckerfreie Drinks, Wasser, alkoholfreies Bier und weitere Getränke, die entweder unter der 5g pro 100ml Fallen oder Süßstoffe enthalten sind von der kommenden Steuer ausgeschlossen. Ebenfalls mit dabei ist Milch, Hafer- und Reisdrinks, reine Frucht- und Gemüsesäfte und ungesüßte Schorlen.

🍹 Die Zuckersteuer kommt: So teuer wird euer Lieblingsgetränk – und diese bleiben verschont

Einer der umstrittensten Entwürfe der Politik

Selten hat ein Thema, wie dieses für sehr viel Zündstoff innerhalb der Koalition, Bundestag und auch Bürger gesorgt, wie dieses. Wie es bei einer Debatte aber üblich ist, gab es nicht nur Kritiker, sondern auch Befürworter.

Argumente der Befürworter:

Mindestens 116 Länder haben bereits die Zuckersteuer eingeführt. Deutschland ist somit Schlusslicht und sollte sich dieser Steuer anschließen. Auch wurde argumentiert, dass wie in Großbritannien, die Hersteller direkt die Rezepturen angepasst haben, um den Zuckergehalt zu senken und um damit der Steuer aus dem Weg zu gehen.

Auch beim Gesundheitssystem gibt es viele Stimmen, denn wie schon bekannt, sorgen solche Getränke für Übergewicht, Diabetes und auch Karies als Krankheiten – und das nachweislich.

Argumente der Kritiker:

Kritiker sehen hier eher den Geldhahn als direktes Argument, denn eigentlich sollten Steuererhöhungen ausgeschlossen werden. Darauf hatten sich der Bundeskanzler Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder ausgesprochen. Daher wird die Kritik laut, ob es sich um eine sogenannten Steuererhöhung durch die Hintertür handeln könnte.

Laut Regierung sollen die Einnahmen eine geplante Kürzung des Bundeszuschusses an den Gesundheitsfonds abmildern und die Krankenkassen stabil halten. Auch eine Bevormundung der Bürger steht im Raum. Das Argument dazu: Man solle Menschen nicht durch einen Preis lenken, was sie gerne konsumieren. Auch Hersteller werden durch die neue Steuer einen höheren Bürokratieaufwand und eben auch mit höheren Preisen zu kämpfen haben, was am Ende der Verbraucher spüren wird.

🍹 Die Zuckersteuer kommt: So teuer wird euer Lieblingsgetränk – und diese bleiben verschont

Eure Meinungen zu dieser neuen Steuer?

Jetzt seid ihr gefragt, denn wir alle sind genau diese Verbraucher und daher ist eure Meinung sehr gerne willkommen. Wie schätzt ihr das alles ein? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.

Quellen: