1
Feb
2016

Ratgeber: Der beste 4K-Monitor

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Wie zuvor 1080p ist es heute 4K, ein ultra-hochauflösendes Format, das mehr Detailtreue und eine größere Bildschärfe aufgrund der höheren Anzahl von Bildpunkten im Bildschirm liefern soll. “Butterweiches Text-Rendering und extrem detaillierte Fotos”, verspricht MakeUseOf. Man denke nur an die Qualitätsunterschiede zwischen Apples Retina Display MacBooks und den Standard-MacBooks: es ist das gleiche Pixelerhöhungsprinzip.

Das gesagt, denke ich, dass es nicht die richtige Zeit ist, einen neuen Bildschirm zu kaufen

Während die meisten 4K-Monitore noch sehr teuer sind, gibt es mittlerweile eine wachsende Zahl von Geräten für weit unter 1000 € pro Stück: Samsung U28D590D für 525 €, Dell P2815Q für 593 € und Asus PB287Q für 449 € sind schon länger verfügbar. Intel und Samsung haben vor kurzem auch vermeldet, dass sie eine Partnerschaft eingehen um qualitativ hochwertige 23“ 4K Monitore für unter 399 $ anbieten wollen. Ich denke, dass sich das Warten lohnen wird und Early Adopter Modelle die extrem teuer sind links liegen gelassen werden sollten.

Sogar richtig teure 4K-Monitore kämpfen mit den gleichen Hardwareschwächen: veraltete Display-Ports, extreme Hardware-Anforderungen und der Mangel an Anwendungs-Support (auch des Betriebssystems). Günstige 4K-Monitore können all diese Probleme vereinen und eine schlechte Bildqualität liefern, nur um die Kosten nierdrig zu halten.

Das Argument für 4K

Der Vorteil eines 4K-Displays ist ziemlich klar: Es hat viermal so viele Pixel als ein 1080p Monitor: 8.290.000 Pixel vs 2.070.000 Pixeln. Dieser erhöhte Detailgrad ist theoretisch für das menschlichen Auge nicht sichtbar, wenn man einen bestimmten Abstand überschreitet (bei einem 50“ 4K Fernseher sind es rund drei Meter). Allerdings ist ein Desktop-Monitor nah genug vor einem (und damit auch am Auge), sodass man einen Unterschied bemerkt.

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4Ks höhere Auflösung kann dir ein besser aussehendes Bild für deine Spiele, extrem hochauflösende Videos und Fotos in ihrer ursprünglichen Auflösung und sehr viel Platz auf dem Bildschirm bieten (besonders interessant für Programmierer, die so mehrere Fenster nebeneinander packen können).

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Während 4K-Inhalte noch in den Kinderschuhen stecken gibt es keinen Zweifel daran, dass die Unterhaltungselektronik in diese Richtung wandert. Es gibt auch jetzt schon 4K Inhalte die man auf seinem PC anzeigen lassen kann, allem voran ist YouTube z.B. eine Quelle für 4K Material. Mehr sollte hoffentlich bald auf dem Weg sein, besonders wenn man ein großer Netflix oder Amazon Instant Video-Fan ist.

Wer kauft sich nun einen 4K Monitor?

Ganz einfach: die Early Adopters. Davon, so vermute ich, sind die meisten Gamer und Editoren im Bereich Foto und Video die daran interessiert sind, was ihnen 4K zu bieten hat (besonders im Bereich Foto und mittlerweile durch die vielen 4K Videokameras). Dazu kommen die 4K-Fans, die einfach nur so viel Platz wie möglich auf ihrem Desktop haben wollen.

Abgesehen von ein paar Rucklern könnte man viele der heutigen guten Spiele in voller 4K-Auflösung spielen, wenn man ein bulliges System hat, welches das hochauflösende Bild mit vernünftigen Frameraten ausgeben kann. Mit anderen Worten: der Inhalt ist schon da und wenn man seine Lieblingsspiele nicht in 4K spielen kann, könnte man das Spiel in einem Fenster laufen lassen und nebenbei Multitasking machen.

Mit 4K könnte auch deine Arbeit profitieren. Kombiniert man einen 30“ Monitor mit 4K-Auflösung beschert man sich selbst eine Menge zusätzlichem Platz auf dem Desktop. Man hat so auch die Möglichkeit HD-Fotos und Videos näher an ihrer nativen Auflösungen zu bearbeiten, je nachdem, in welcher Auflösung die Fotos gemacht wurden.

Die Argumente gegen (billige) 4K Monitore

Panelqualität

Einer der Hauptunterschiede zwischen einem 3.000 € 4K-Monitor und einen 700 € 4K-Monitor ist die Qualität der Panele mit denen die Monitore ausgestattet sind. Teurere Monitore sind in der Regel mit höherwertigen Panelen ausgestattet, welche besser für die Farbwiedergabe, Bildqualität und den Blickwinkel sind; preiswertere Monitore verwenden billigere Panele, die für Gaming besser sein können (Input Lag), jedoch bekommt man ein weniger farbechtes Bild (und hat meist schreckliche Blickwinkel).

Für manche sind die billigen Twisted Nematic Panele (TN) völlig ausreichend. Da 4K-Displays noch in den Kinderschuhen stecken, sind 4K Bildschirme mit besseren Panelen immernoch ziemlich teuer.

Aktualisierungsrate

Die aktuelle Version der HDMI-Spezifikation (1.4a) kann nur 4096 × 2160-Auflösung bei einer Bildwiederholrate von 24 Hz oder 3840 × 2160 bei 30 Hz ausgeben, was in etwa die Hälfte von dem ist, was wir auf Fernsehgeräten und Monitoren bisher verwenden. Schließt man einen 4K-Monitor bei 30 Hz über HDMI an, wird man stockende Animationen und Übergänge im Betriebssystem feststellen. Zusätzlich wird man auf 30 Bilder pro Sekunde beim Zocken begrenzt, spielbar, aber nicht besonders schön.

Mit HDMI 2.0 wird eine Bildwiederholfrequenz von 60 Hz bei 3840 × 2160 eingeführt. First-Person-Shooter-Fans werden endlich mit 60 Frames pro Sekunde zufrieden gestellt; Desktop-Anwender erleben flüssigere Bildschirmbewegungen und die Maus schliert nicht mehr. Leider ist HDMI 2.0 ein Hardware-Upgrade, so dass es sowohl Grafikkarte, als auch Monitor unterstützen muss.

Systemanforderungen 

Wenn man einen relativ neuen Computer gekauft hat und nicht unbedingt plant damit zu spielen, könnte die aktuelle Hardware ausreichen um ein 4K-Display zu betreiben. Diejenigen die ihre integrierte Grafiklösung der CPU benutzen, benötigen mindestens eine CPU der AMD Trinity APU oder Ivy Bridge CPU, jedoch können beide 4K Videos schlecht darstellen. Sogar einige Haswell Prozessoren haben mit der integrierten Grafiklösung Probleme.

Nicht alle Haswell Prozessoren können mit 4K identisch gut umgehen, da auch diese Prozessoren in unterschiedlichen Versionen verfügbar sind (und die integrierte Grafikeinheit). U-Class-Prozessoren wie den Core i5-4200U (in vielen Ultrabooks üblich) können nur 30 Hz über Displayport und 24 Hz über HDMI ausgeben, während die M-Klasse-Prozessoren wie der i7-4700MQ sogar 3840 x 2160 bei 60 Hz schafft.

Laut Ars Technica, können dedizierte Desktop GPUs beginnend mit der Nvidia 600-Serie (Mitte 2012 und später) und AMD Radeon HD 6000 (Ende 2010 und später) mit 4K umgehen.

Ein letzter Hinweis: Im Gegensatz zu 4K-HDTVs unterstützen 4K-Monitore meist nicht immer Upscaling. Wenn man z.B. eine Blu-ray am 4K Monitor abspielt, sieht das wahrscheinlich schlechter aus, als auf einem 4K-HDTV, da dieser mit komplexen Algorithmen das Bild aufpeppt und es aussehen lässt, als wäre die Blu-ray in besserer Qualität vorhanden.

Abschluss

Wenn man sich derzeit überlegt einen 4K-Monitor zu kaufen, ist meine ehrliche Empfehlung damit noch etwas zu warten.

Ich denke einfach nicht, dass die Nachteile einen Kauf wert sind: die Qualität und den Preis der Panele in 4K-Monitoren; die Betriebssysteme und Anwendungen, die in einem so hochauflösenden Schaufeld zu kämpfen haben; und die Abhilfen die man benutzen muss, um für schöne flüssige Bilder zu sorgen. Es gibt aber ein wenig Licht am Horizont. Sowohl die Betriebssysteme werden die 4K Unterstützung weiter und weiter ausbauen, die Anschlüsse werden in der Lage sein 4K-Displays zu handhaben, ohne digitale Tricks anzuwenden und die Preise werden weiter sinken sobald immer mehr 4K-Displays auf den Markt geschwemmt werden. Bis dahin wird es noch mehr digitale Inhalte geben, um diese auf dem 4K-Display wiederzugeben (falls Spiele oder Multitasking nicht der Hauptgrund für einen Kauf sind) und 4K-Monitore werden später auch andere Display Technologien unterstützen, wie z.B. Nvidias G-Sync um für noch glattere digitale Bildorgien zu sorgen.

“Wenn die Auflösung nicht essenziell ist, gibt es im Moment einfach zu viele Probleme im Moment”, schrieb Chris Heinonen bei AnandTech in seiner Rezension des mittlerweile 1250 € teuren Dell UP3214Q 4K-Monitor.

Aber man hat nun auch gar keine Optionen mehr. Wenn man einfach nur einen großen Monitor mit einer besseren Auflösung als 1920 × 1080 sucht, sollte man z.B. zum Dell U2715H greifen, welcher ein echt gutes 2560 × 1440 IPS-Panel besitzt und auch mit 60 Hz bespielt werden kann. Der Dell hat genau die richtige Größe, da hat man auch nicht mit Display Skalierungen zu kämpfen und er kostet weniger als 484 €.

Wer sich nun doch noch nicht von dem Gedanken an einen 4K Monitor trennen kann, der sollte sich folgendes Review von MW Technology ansehen, welches zwar schon von Anfang 2015 ist, jedoch die ganz oben beschriebenen “günstigen” 4K Monitore für knapp 500 € beinhaltet:

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