Schneller laden   900 Euro Förderung für private E Auto Lader

„Steht er, dann Lädt er!“ – Ein Satz, den alle Fahrer eines E-Autos oder E-Motorrades zur Übergabe mitbekommen sollten!!! Denn mit dem E-Fahrzeug ist ein Umdenken hinsichtlich der Lade- oder Tankgewohnheiten notwendig. Man fährt nicht zur Tanke, sondern lädt, wenn das Auto steht… also an ca. 23 Stunden am Tag!

Wer den Luxus hat und zuhause eine Ladestation installieren kann, stand bisher vor moderaten Kosten (eine Ladestation kostet ca. 600-1000€ und die passende Verkabelung muss auch noch installiert werden). Doch genau hier setzt der Zuschuss für den Kauf und Anschluss von Ladestationen mit der Fördernummer 440 von der KfW an!

Was wird gefördert?

Eine Ausnahme gibt es dennoch, denn wer in einer Wohnung lebt, zu der Gebäude mit Gewerbeflächen gehören, kann die Förderung dennoch beantragen, wenn man einen „eigenen“ Stellplatz hat, der der Wohnung zugeordnet ist. Eine Unterscheidung nach Mieter oder Vermieter macht die KfW hier nicht, denn als Vermieter zählen beispielsweise auch Privat­personen, Unter­nehmen oder Wohnungs­genossen­schaften.

Hör ich da ein „Na da kostet mich der Elektriker ja mehr, als die Ladestation!“? – Mag sein, aber selbst dafür ist vorgesorgt, denn gefördert wird neben dem Erwerb der Ladestation auch deren Errichtung inkl. des elektrischen Anschlusses (Netzanschluss) sowie damit verbundene notwendigen Nebenarbeiten. Kurz: wenn ihr es richtig anstellt, dann kommt ihr sogar ohne weitere Kosten aus der Geschichte heraus!

Schneller laden   900 Euro Förderung für private E Auto Lader

So funktioniert’s – der Ablauf

Grundsätzlich gliedert sich der Ablauf in drei Schritte, wobei ihr unbedingt beachten solltet, dass ihr den Antrag VOR der Bestellung und Installation der Wallbox stellen müsst! Was mich wirklich überrascht hat, war die großenteils digitale Antragstellung, die einerseits den Prozess beschleunigen aber auch das Infektionsrisiko bei Behördengängen reduzieren soll.

1. Zuschuss beantragen

Beantragt wird der Zuschuss ganz klassisch – vor Beginn des Vorhabens – im KfW-Zuschussportal (www.kfw.de/440-zuschussportal). Dort wählt ihr das Produkt „Ladestationen für Elektroautos – Wohngebäude“ (440) aus und füttert den Antrag mit euren Daten zum gewünschten Ausbau. Beachtet allerdings, dass die Anzahl der Ladepunkte nach der Antragstellung nicht erhöht werden kann. Solltet ihr das später in Betracht ziehen, müsst ihr den Antrag erneut stellen.

2. Vorhaben durchführen

Im zweiten Schritt erhaltet ihr von der KfW eine Antragsbestätigung und könnt sofort mit dem Vorhaben beginnen und die Identifizierung starten. Auch das funktioniert recht schnell und einfach (zumindest bei den Fällen, die mir bekannt sind). Bereits jetzt könnt ihr euch nach einem Elektriker umhören und euch aus der Liste der geförderten Ladestationen (siehe Punkte Welche Wallboxen sind förderfähig) ein passendes Modell aussuchen.

3. Zuschuss erhalten

Damit nach der Durchführung das Geld auch auf eurem Konto landet, ist es notwendig die Durchführung eures Vorhabens, also der Installation und Einrichtung eurer Ladestation, im KfW-Zuschussportal zu bestätigen und die dafür benötigten Rechnungen und förderfähigen Leistungen des Elektrikers zu hinterlegen. Das war’s… insgesamt doch recht einfach, wenn man die Vorgaben der KfW betrachtet, oder? Und schon habt ihr 900€ gespart – oder ggf. noch mehr?

Mehr als 900 Euro Förderung sind möglich!?

Die KfW selbst schreibt von einem pauschalen Zuschuss von 900 Euro pro Ladepunkt. Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer, denn eine Ladestation kann auch durchaus zwei Ladepunkte beinhalten. Dann könnt ihr entsprechend bis zu 1.800€ Förderung erhalten, wenn die Bedingungen für jeden einzelnen Ladepunkt eingehalten sind.

In der folgenden Tabelle hat die KfW beispielhaft einige Zuschussberechnungen dargestellt. Dabei wird euch auch auffallen, dass es eine Förderung nur gibt, wenn der Gesamtpreis pro Ladepunkt über 900€ liegt. Beachtet das bitte bei eurer Installation, denn im Grenzfall entgehen euch 900€, weil der Elektriker ein paar Euro günstiger war.

Schneller laden   900 Euro Förderung für private E Auto Lader

Quelle: KfW

Welche Wallboxen sind förderfähig?

Bei 11 kW Ladeleistung ist Schluss! Das müsst ihr unbedingt beachten (ggf. muss die Ladestation von einem Fachmann eben gedrosselt werden), denn sonst gibt es keine Förderung! Gründe hierfür gibt es mehrere, aber der Hauptgrund dürfte sicher die Schieflastverordnung sein. Aber auch die 11 kW reichen locker aus, um eure täglichen Pendelstrecken zu absolvieren.

Außerdem muss es sich um eine intelligent gesteuerte Ladestation handeln, die zudem ausschließlich Strom aus erneuer­baren Energien nutzt. Hier müsst ihr aber keine eigene Solaranlage installieren, sondern es genügt der Nachweis über einen Ökostrom-Vertrag. Achja: eine intelligente Steuerung der Ladestation besagt nicht, dass die Stadtwerke die Ladestation nach Lust und Laune deaktivieren können, sondern, dass die Ladeleistung ggf. reduziert wird oder ihr beispielsweise zu besonders günstigen Konditionen laden könnt, wenn das euer Stromanbieter unterstützt. Aktuell ist eine intelligente Steuerung aber nur vorgeschrieben bzw. muss hardwareseitig installiert sein – verwendet wird diese aber (noch) nicht!

Die KfW bietet auf ihrer Website weiterführende Informationen und eine Liste der förderfähigen Wallboxes, die zudem laufend aktualisiert wird. Ich selbst nutze bereits einige Jahre den go-eCharger, aber primär entscheidet hier natürlich der Funktionsumfang und der Preis.