7
Okt
2016

Xiaomi Mi 5 – Testbericht

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mi5 pi2c Xiaomi Mi 5   TestberichtVorab: Ich möchte mich recht herzlich bei GearBest bedanken, sie haben uns das Gerät zur Verfügung gestellt, so dass wir es testen und euch vorstellen durften. Nachdem ich mich zuvor mit dem Teclast X89 Kindow auseinander gesetzt habe, durfte ich nun das Xiaomi Mi5 für euch unter die Lupe nehmen und möchte euch nun gerne meine Erfahrungen mit dem 5,15 Zoll-Smartphone mitteilen.

Allgemeines

Bei dem Mi 5 handelt es sich um ein Android-Smartphone mit der hauseigenen Oberfläche MiUI 7, welche auf Android 6.0 basiert. Das Smartphone zeichnet sich durch einen Fingerabdruck-Scanner, einen Quadcore-Prozessor mit bis zu 2,15 GHz Rechenleistung und ein FullHD-Display mit einer Pixeldichte von 428 PPI aus. Das Smartphone kommt mit 3 oder 4 GB RAM und 32, 64 oder 128 GB internem Speicher. Das Testgerät hat 3 GB RAM und 32 GB internen Speicher.

Verarbeitung des Gehäuses

Das Gerät ist je nach Version mit einem Glas- oder Keramikrücken (nur 128 GB-Version) verziert, wobei die Rückseite leicht abgerundet ist und bündig mit dem Rand schließt. Erhältlich ist das Device in den Farben Weiß, Schwarz und Gold. Die Vorderseite des Geräts ist komplett verglast, hier gibt es nur eine Vertiefung für einen Lautsprecher und einen erhobenen Menüknopf. Ansonsten findet sich hier einen Lichtsensor und eine Frontkamera mit 4 Megapixeln. Am Rand finden sich ein Ein-/Aus-Button, Lautstärkeregelung, weitere Lautsprecher, ein Infrarotsensor, ein 3,5mm-Klinkenanschluss und ein USB-Anschluss (Typ C). Auf der Rückseite ist eine 16 MP-Kamera mit Dual LED verbaut. Die Frontkamera ist komplett unter dem Display aus Saphirglas eingelassen, die Hauptkamera ist sehr leicht erhoben. Das Gerät fühlt sich in der Hand besonders hochwertig an und ist trotz Glasrücken nicht rutschig, sodass man nicht besorgt sein muss, dass man es fallen lässt (Tollpatschigkeit ausgenommen).

Bedienungsoberfläche

Auf dem Sperrbildschirm des Smartphones findet man bereits zwei Programme, die man von hier aus starten kann. Zum Einem handelt es sich hierbei um die Mi Remote, einer App mit welchen man Fernsehheimgeräte via Infrarot steuern kann und zum Anderem um die Kamera, die nach dem entsprechendem Klick (und möglicherweise PIN-Eingabe) instant geöffnet wird. Im HomeScreen erwartet uns die vertraute Android-Oberfläche, wobei die Benachrichtigungszentrale dank der MiUI eine andere Erscheinung hat. Wenn ihr euren Fingerabdruck gescannt habt, ist es möglich, den Sperrbildschirm damit als Alternative zum Passwort zu entsperren. Hierfür können mehrere Fingerabdrücke gespeichert werden – ich selbst nutze beide Daumen und Zeigefinger – und auch nur mit diesen Fingern funktioniert das Entsperren via Scan (auch, wenn man den Finger beispielsweise gedreht hat). Das funktioniert einwandfrei und sehr schnell, indem man den gespeicherten Finger im Sperrbildschirm über den Menübutton legt. Apropos Menübutton: Der Menübutton kann so eingestellt werden, dass er auf Kommando den Bildschirm zur vereinfachten Bedienung verkleinert. Weiter können der „Zurück“- und der „Letzte Applikation“-Button konfiguriert werden.

Reaktionsgeschwindigkeit und Kamera

Das Mi 5 reagiert grundlegend sehr schnell und öffnet Anwendungen stets sofort. Abhängig von der Anwendungsgröße und Hardwareanforderung kann es dann in der App natürlich zu kleinen Wartezeiten kommen. Besonders cool finde ich, dass Xiaomi eine Theme-App vorinstalliert hat, mit der es möglich ist, aus einer Vielzahl von verschiedenen Themes auszuwählen und die Oberfläche vom Smartphone nach den eigenen Vorlieben anzupassen. Die Rückkamera hat einen Sony IMX298 Sensor mit 16 Megapixeln und einer f/2.0 Blende. Außerdem ist die Kamera-App mit einer Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten und verschiedenen Filtern ausgestattet, die bereits vorm Schnappschuss über das Bild gelegt werden können. Die Kamera ist außerdem mit einem optischen Bildstabilisator ausgestattet.

Konnektivität

Ein wichtiges Thema bei Smartphones ist natürlich die Konnektivität. Der Empfang war im H+ Netz störungsfrei und funktionierte sehr gut. In Gesprächen hatte ich den Eindruck, dass Stimmen etwas dumpfer als bei meinem anderen Smartphone waren. Dennoch war die Gesprächsqualität sehr gut. Leider fehlt hier das LTE Band20, womit LTE-Verträge ad absurdum geführt werden, da sie hier leider nicht funktionieren. Das Smartphone verfügt über Dual-SIM, funktioniert also mit 2 SIM-Karten gleichzeitig. Für den Betrieb mit zwei SIM-Karten muss man in den Einstellungen wählen, welche SIM-Karte welche Funktion erfüllen soll.

mi5 kaufen Xiaomi Mi 5   Testbericht
WLAN funktioniert einwandfrei und funktioniert im 2,4 und 5 GHz Netz problemlos. Außerdem verfügt das Mi 5 über Bluetooth- und NFC-Konnektivität, wobei ich nur die Bluetooth-Konnektivität testen konnte, mit überaus zufriedenstellendem Ergebnis. Mit meinen Lautsprechern konnte sich das Smartphone binnen kürzester Zeit verbinden, womit es mein anderes Smartphone weit abhängte.

Akku und Laufzeit

Im Mi 5 ist ein Akku mit einer Kapazität von 3.000 mAh verbaut. Damit sind lange Bedien- und Standby-Zeiten möglich. Mit dem automatischen Ab- und Anschalten zu selbst gewählten Uhrzeiten, schafft es das Smartphone so bei meinem Gebrauch (mehrere Minuten Internet, Chatten, Spielen) etwa drei Tage zu laufen, bevor ich neu laden muss. Der Ladevorgang wird durch Quickcharge 3.0 unterstützt, womit das Smartphone in etwa 30 Minuten auf 50 % Akkukapazität kommt und nach etwa 1,5 Stunden vollständig geladen ist.

Sonstiges

Das Mi 5 wurde mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet und kommt mit Barometer, Kompass, Infrarot- und Gyroskop-Sensor daher. Das Mi 5 ist natürlich mit einem GPS-Modul ausgestattet, das mich in einem Test zuverlässig orten konnte und somit eine zielgerichtete Routenplanung ermöglichte. Mit dem Umgang mit Medien bin ich auch überaus zufrieden: Über Bluetooth höre ich regelmäßig Musik mit dem Mi 5, wobei ich mit der Klangqualität sowohl über Lautsprecher als auch über Kopfhörer sehr zufrieden bin. Die Klangausgabe über Lautsprecher schwächelt nur an den Bässen. Das Abspielen von Videos funktioniert einwandfrei und hinterlässt einen guten Gesamteindruck. Sehr gelungen empfinde ich die Tastatur, von welcher man sehr zielführende Wörterbuchvorschläge gemacht bekommt und welche man via Wischen oder Tippen bedienen kann. Im intensiven Dauerbetrieb wird das Handy zwar warm, aber nicht unangenehm heiß.

Upgrade für deutsche Lokalisierung notwendig

Bei der Verwendung vom Mi5 fällt auf, dass Deutschland nicht als Lokalisierung gewählt werden kann. Daher funktionieren auch Apps, die auf den Standort zugreifen (wie beispielsweise Wetter-Apps) nicht richtig. Um dieses Problem zu beheben, müsst ihr die MiUI 7 auf MiUI 8 upgraden, was kann kostenfrei über die Entwicklerhomepage gemacht werden kann. Dafür ist eine Registrierung bei Xiaomi notwendig, um das Smartphone als Entwicklergerät freischalten zu lassen; alternativ kann man natürlich warten, bis die MiUI 8 auf offiziellem Weg freigegeben wird. Eine Anleitung für das Upgrade auf MiUI 8 findet ihr hier. Nach dem Upgrade ist es dann möglich, als Lokalisierung Deutschland zu wählen und entsprechende Apps funktionieren einwandfrei. Außerdem bekommt ihr neue Icons, die Oberfläche wird etwas modernisiert und einige neue Apps werden installiert.

Lieferumfang

Der Lieferumfang des Geräts ist relativ unspektakulär. Neben dem Mi 5 erhält man lediglich einen Quick Start Guide auf Chinesisch, ein Netzteil (für chinesische Steckdosen), ein USB-Kabel (Typ C) und ein Tool zum Öffnen des SIM-Karten-Slots.

Anschaffung und Kosten

gb kaufen Xiaomi Mi 5   TestberichtEine wichtige Frage ist natürlich die der Anschaffung des Device und der Kosten. Die Kosten variieren selbstverständlich abhängig von der Ausstattung des Smartphones. Xiaomi gibt für die „kleine“ Ausführung mit 3 GB RAM und 32 GB ROM eine UVP von knapp 280€ an, die mittlere Kategorie mit 64 GB ROM schlägt mit etwa 320€ zu Buche, wohingegen die teuerste Ausführung mit Keramik-Rückseite, 4 GB RAM und 128 GB ROM sogar 375€ kostet. Das sind im Vergleich zu Geräten mit ähnlicher Ausstattung, die man hierzulande bekommt, natürlich echte Kampfpreise. Bei GearBest bekommt ihr das Mi 5 (32 GB ROM, 3 GB RAM) für ungefähr 260€ in Weiß inkl. Versand, wobei wir euch nahelegen, dass ihr es via „Priority Line – Germany Express“ bestellt. Damit geht die Lieferung über die UK und die Einfuhrsteuer wird von GearBest dort für euch entrichtet. Im Lieferumfang ist zwar ein Netzteil anbei, aber es handelt sich leider um eines für den chinesischen Markt, sodass ihr entweder ein anderes benutzen müsst oder für wenige Euros einen Adapter besorgen solltet.
Zur Lieferzeit sei gesagt, dass diese etwas dauern kann. Erfahrungsgemäß schickte GearBest mir meine Bestellungen spätestens am nächsten Tag los. Abhängig vom ausgewählten Warenhaus konnte die Lieferung zwischen wenigen Tagen und wenigen Wochen liegen. Die Lieferung aus dem EU-Warehouse erfolgte immer innerhalb weniger Tage. Das Mi 5 wurde mir aus dem China-Warehouse gesendet und brauchte knapp 2 Wochen zu mir.

Hardwarespezifikationen

  • Display: 5.15 Zolldisplay, 1920 x 1080 Pixel, 428 PPI
  • CPU: Qualcomm Snapdragon 820 64bit Quadcore-Prozessor mit 1,8 GHz
  • System: MIUI 7 (basiert auf Android 6.0, MIUI 8 kann über Herstellerseite kostenfrei freigeschaltet werden)
  • RAM + ROM: 3/4GB RAM + 32, 64 oder 128 GB ROM (nicht erweiterbar)
  • Kamera: 16 MP Rückkamera + 4 MP Frontkamera
  • Fingerabdruck-Sensor
  • Type-C
  • NFC
  • Bluetooth: 4.2
  • SIM Card: Dual Nano-SIM

Alternativen zum Xiaomi Mi5

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5 Kommentare zu "Xiaomi Mi 5 – Testbericht"

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Gast
coco
15 Tagen 12 Stunden her

So cool

Gast
hans
1 Monat 23 Tagen her

wie “neutral” der bericht doch ist

Ralph
Admin
Ralph
1 Monat 24 Tagen her

sehr cooler testbericht – danke markus

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