27
Sep
2016

Teclast X89 Kindow im Test

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Bildschirmfoto 2016 09 15 um 09.14.40 Teclast X89 Kindow im TestVorab: Ich möchte mich recht herzlich bei Gearbest bedanken, sie haben uns das Gerät zur Verfügung gestellt, so dass wir es testen und euch vorstellen durften. Ich habe mich in den letzten Wochen mit dem Teclast X89 Kindow intensiv auseinander gesetzt und möchte hiermit meine Erfahrungen zu dem Dual-Boot Tablet mit euch teilen. In diesem Testbericht werde besonders auf das Dual-Boot-System des Tablets eingehen, da ich dieses echt spannend finde und es ein wirklich interessantes Konzept ist. Besonders interessant finde ich auch, dass das Tablet als eBook-Reader beworben wird – wie auch schon der Name andeutet – und möchte auch gerne darauf eingehen, wie das auf dem Tablet funktioniert. Außerdem informieren wir euch immer über ein aktuelles Angebot zum Teclast X89 Kindow.

Bei dem Teclast X89 Kindow handelt es sich um ein 7,5 Zoll-Tablet vom chinesischen Hersteller Teclast, das für weniger als 100€ auf dem Markt gehandelt wird. Auf dem Tablet ist sowohl Windows 10, als auch Android 4.4 vorinstalliert und aktiviert. Das Display löst mit von 1.440 x 1.080 Pixeln auf, was ich für ein Tablet der Größe durchaus beachtlich finde. Dabei sieht man keine einzelnen Pixel, die Pixeldichte scheint also mit 240 dpi angemessen zu sein.

Der Rahmen des Tablets ist aus Kunststoff, wobei das Gerät beim Gebrauch nicht knarzt und sich hochwertig anfühlt. Die Rückseite ist mattiert und aufgeraut, sodass das Tablet gut in der Hand liegt. An der Seite des Tablets befinden sich ein An-/Aus-Button, ein Button für die Lautstärke und Anschlüsse für Kopfhörer (3,5 mm-Klinkenstecker), Micro-SD, Micro-HDMI und Micro-USB.

Das Booten des Tablets dauert unabhängig vom Betriebssystem etwa 40 Sekunden. Beim Wechsel zwischen beiden Systemen, welcher über einen Button auf dem jeweiligen Startbildschirm möglich ist, habe ich Zeiten zwischen 40 Sekunden und 1 Minute und 15 Sekunden messen können. Das Betriebssystem Android läuft nach dem Starten sehr flüssig und schnell, wohingegen Windows 10 teilweise ruckelt und langsam auf Eingaben reagiert. Hier merkt man leider recht deutlich, dass die Hardwareanforderungen für Windows höher als für Android sind.

Im Betrieb von Android 4.4 auf dem Tablet kam es bei mir leider des Öfteren zu Verbindungsabbrüchen beim WLAN-Betrieb – bei einer sonst sehr stabilen WLAN-Verbindung im Haushalt.

Lesen von eBooks macht auf dem Teclast X89 sehr viel Spaß. Das Tablet hat mit seinen 7,5 Zoll eine ziemlich gut handhabbare Größe zum Lesen von eBooks. Über die Helligkeitseinstellung kann das Display so beleuchtet werden, dass das Lesen angenehm für die Augen ist. Die mitgelieferten Reader-Apps (und sonstige Apps) habe ich direkt nach Erhalt des Tablets deinstalliert und über den Play Store die Kindle-App installiert, die auf dem Tablet hervorragend läuft.

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Android 4.4 wird auf dem Kindow mit einer großen Auswahl an vorinstallierten Sprachen ausgeliefert, sodass sich Deutsch sehr leicht auswählen lässt. Unter Windows muss man für die deutsche Sprache zuerst das entsprechende Sprachpaket über die Systemeinstellungen herunterladen. Da Windows beim ersten Start sehr viele Updates nachlädt, kann es durchaus einige Stunden dauern, bis das Tablet einen aktuellen Stand hat und auf Deutsch läuft.

Außerdem fällt auf, dass durch zwei installierte Betriebssysteme relativ wenig freier Speicher von den verarbeiteten 32 GB bleibt. Glücklicherweise kann der interne Speicher durch eine Micro-SD-Karte um weitere 128 GB erweitert werden, sodass man keine Probleme bekommt.

Die Ladezeit des Teclast X89 Kindow ist relativ lang, wobei die Akkukapazität mit 3500 mAh auch wirklich ordentlich ist. Im Android-Betrieb kann man auch mehrere Stunden Spiele und sonstige Apps nutzen ohne, dass man währenddessen laden muss. Negativ ist mir jedoch aufgefallen, dass das Tablet im Betrieb nicht geladen wird und nicht gestartet werden kann, wenn es auflädt. Dafür muss man es zuerst vom Ladekabel trennen und nach dem Starten dann wieder anschließen, sodass es über Netzbetrieb läuft. Ich empfinde das als umständlich gelöst; ich wollte aber auch nicht im BIOS – das hier vermutlich schwerer zugänglich ist – entsprechende Einstellungen ändern. Ein Ladegerät ist im Lieferumfang nicht anbei. Ihr könnt euer Tablet einfach über den Micro-USB-Anschluss aufladen.

Mit Android 4.4 handelt es sich leider um eine ziemlich alte Version des Betriebssystems. Über die Updatefunktion konnte ich bislang noch keine aktuellere Version des Betriebssystems installieren. Ich hoffe sehr, dass Teclast hier nachlegt und zumindest Android 5.1 für das Gerät freischaltet.

Eingangs schrieb ich, dass das Tablet nicht einmal 100€ kostet, tatsächlich ist es sogar noch weit günstiger. So kostet das Tablet aktuell gerade einmal 67€ inkl. Versand.
Beim Bestellvorgang sollte man immer darauf achten über die Priority Line zu bestellen oder aus dem EU-Warehouse, damit das Paket über bzw. aus der UK zu euch kommt, wo GearBest die Steuern für euch entrichtet.

Zur Lieferzeit sei gesagt, dass diese etwas dauern kann. Erfahrungsgemäß schickte GearBest mir meine Bestellungen spätestens am nächsten Tag los. Abhängig vom ausgewählten Warenhaus konnte die Lieferung zwischen wenigen Tagen und wenigen Wochen liegen. Die Lieferung aus dem EU-Warehouse erfolgte immer innerhalb weniger Tage. Das Teclast X89 wurde mir aus dem China-Warehouse gesendet und brauchte knapp 2 Wochen zu mir.

Wenn ihr noch Fragen zum Gerät habt, könnt ihr die Kommentarfunktion nutzen, ich werde euch dann dort anworten.

Hardwarespezifikationen:

  • CPU: Intel Baytrail Z3735F Quad Core-Prozessor mit 1.33GHz (taktet auf bis zu 1.83GHz)
  • RAM: 2GB
  • ROM: 32GB interner Speicher (erweiterbar um bis zu 128 GB)
  • Windows 10 und Android 4.4
  • 7,5-Zoll-Touchscreen mit 1440 x 1080 Pixeln
  • Bluetooth 4.0-Unterstützung
  • Micro-HDMI-Ausgang
  • Lagesensor
  • Lieferumfang: Tablet, OTG-Adapter, USB-zu-Micro-USB-Kabel
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6 Kommentare zu "Teclast X89 Kindow im Test"

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Gast
Malik
2 Monate 12 Tagen her
Hallo zusammen, ich habe mir auch ein Tablet von GearBest gekauft und dies hat auch Win 10 und Android 4.4 mit 32 GB Speicherkapazität. Soweit ist das Table auch gut verarbeitet, und läuft sicher. Nur zwei Dinge sind meiner Meinung nicht so gut gelungen: 1. Bei Android waren zwei App’s genau zwischen zwei Fenstern. Normalerweise hat man ja auf Android mehrere Fenster, die man mit wischen nach rechts oder links wechseln kann. Und ich habe einige Apps installiert und dann waren halt die App Icons zwischen zwei Fenstern. Habbe sie aber verschieben können. Scheint mir aber ein Bud zu sein.… weiterlesen »
Ralph
Admin
Ralph
2 Monate 12 Tagen her

Sehr schöner Beitrag – danke Markus.

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