16
Jun
2017

Unnötige Versicherungen Teil I: Sterbegeld- & Insassenunfallversicherung

Es gibt sehr viele Versicherungen, die rein aus Vorsorge abgeschlossen werden. Jedoch zeigt sich meistens sehr schnell, dass diese Versicherungen eigentlich nicht notwendig sind, sondern nur dazu dienen die Versicherungsnehmer zu beruhigen. Doch auch das kann bereits für ein besseres und ruhigeraes Leben sorgen. Wir haben euch bereits in unserem ersten Teil über die Reisegepäckversicherung & Glasversicherung informiert.

Überflüssige Versicherungen sind nicht grundlegend eine falsche Entscheidung, sollten aber sehr gut überdacht werden. Denn nicht jede Versicherung ist sinnvoll und wird wirklich gebraucht. Auch hängt der Gebrauch natürlich auch immer von einem persönlich und dessen Umstände und Umfeld ab.

Die Sterbegeldversicherung und die Insassenunfallversicherung sind zwei Arten von Versicherungen, die nicht jeder braucht, aber viele Versicherungsnehmer abgeschlossen haben. Ob die Versicherungen wirklich sinnvoll sind und wann eine solches Versicherungsmodell benötigt wird, erklärt unser Ratgeber etwas genauer. Wir gehen intensiver auf die Themen Sterbegeldversicherung und Insassenunfallversicherung ein.

Unnötige Versicherungen Teil I: Sterbegeld  & Insassenunfallversicherung

Wichtige Infos zur Sterbegeldversicherung

Die Sterbegeldversicherung ist sicherlich nicht jedem Nutzer bekannt, da sie auch nur wenigen Versicherungsnehmern als Angebot vorliegt. Dabei kann die private Sterbegeldversicherung in vielen Fällen sehr hilfreich sein, denn sie zahlt bei Tod des Versicherungsnehmers einen vorher festgelegten Betrag an die Angehörigen aus. Mit dem sogenannten Sterbegeld können die Bestattungskosten für den Versicherungsnehmer von der Versicherung übernommen werden bzw. die Angehörigen haben die Möglichkeit, mit dem Geld die Kosten abzudecken.

Wer eine Sterbegeldversicherung ins Auge gefasst hat, sollte wissen, dass die entsprechenden Versicherungen natürlich bei zahlreichen Versicherungsunternehmen zu bekommen sind. Obwohl die Sterbegeldversicherung in vielen Fällen als sinnvoll angesehen werden kann, zählt das Versicherungsmodell doch mit zu den „unnötigen“ Versicherungen. Der Grund für diese Einordnung ist, dass die Versicherung natürlich nicht lebensnotwendig ist und demnach nur von Personen in Anspruch genommen werden sollte, die wirklich ausreichend Geld für diese Versicherung besitzen. Wie genau die Sterbeversicherung funktioniert, wieso sie eigentlich doch ganz sinnvoll ist und was es noch über dieses spezielle Versicherungsmodell zu sagen gibt, haben wir aufgefasst und in diesem Ratgeber wiedergegeben.

Ist eine Sterbegeldversicherung generell sinnvoll?

Unnötige Versicherungen Teil I: Sterbegeld  & InsassenunfallversicherungDie Zeiten haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert, denn früher war es so geregelt, dass die Hinterbliebenen ein Sterbegeld von den Krankenversicherungen erhielten, um die Kosten für die Bestattung zu sichern.

Dieses gesetzliche Sterbegeld wurde 2004 verabschiedet. Jedoch erhalten auch heute noch bestimmte Personengruppen eine Unterstützung, wenn ein Angehöriger verstorben ist. Zu diesen Personenkreisen gehören Beamte, die von Ihren Arbeitgeber eine Unterstützung und somit ein Sterbegeld erhalten. Normalerweise müssen die Kosten für die Bestattung jedoch aus dem Vermögen des Verstorbenen beglichen werden. Sollte dieses Vermögen nicht ausreichen, dann kann müssen die Angehörigen die restliche Summe aufbringen. Die Kosten für eine Beerdigung sind durchaus sehr umfangreich. Hier können sehr schnell einige Tausend Euro zusammenkommen, wobei bei den reinen Bestattungskosten noch kein Ende in Sicht ist, denn auch die laufenden Kosten müssen beglichen werden. Dazu gehört unter anderem die Grabpflege.

Um die Kosten von den eigenen Angehörigen abzuwenden, gibt es die Möglichkeit die Sterbegeldversicherung abzuschließen. Hierfür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, denn die Versicherungen haben ihre eigenen Auslegungen der verschiedenen Versicherungsleistungen. Ein Vergleich der Versicherungen kann also durchaus weiterhelfen, die passende Versicherung zu finden. Anhand dieser Ausführungen lässt sich sehr gut erkennen wie wichtig eine Sterbegeldversicherung sein kann.

Natürlich kann das Geld für die Kosten der Beerdigung auch anderweitig zusammengespart werden. Wer beispielsweise eine Lebensversicherung besitzt und diese bis zum vereinbarten Stichtag beinbehält, kann das Geld ebenfalls für die Beerdigung nutzen. Ob die Sterbegeldversicherung für den Versicherungsnehmer wirklich sinnvoll ist, lässt sich nur durch die Ausrechnung der Versicherungssumme ermitteln.

Sterbegeldversicherung: Wie genau funktioniert die Versicherung?

Bevor wir näher auf die Sterbegeldversicherung eingehen möchten, noch ein kleiner Hinweis an dieser Stelle. Die Versicherung gehört mit zu den Kapitallebensversicherungen und nimmt in diesem Zusammenhang einen speziellen Platz ein, denn die Versicherung bildet natürlich mit den eingezahlten Beiträgen ein Kapital. Im Gegensatz zu der Lebensversicherung spart man bei der Sterbegeldversicherung nicht auf die Rente, sondern vielmehr auf die Kostenabdeckung der Beerdigung.

Das Besondere an der Sterbegeldversicherung ist, dass der Zeitpunkt, wann die Versicherung in Anspruch genommen wird, vollkommen egal erscheint, solange die Wartezeit nicht mehr vorhanden ist. Geregelt sein kann die Sterbeversicherung in unterschiedlicher Weise. Sie kann als Einmalzahlung zur Verfügung stehen oder in monatlichen Beiträgen an die Begünstigten ausgezahlt werden. Welchen Umfang die Auszahlungen einnehmen, bestimmt der Versicherungsnehmer zu Beginn der Versicherungszeit. Dabei spielen unter anderem auch der Gesundheitszustand und natürlich das Alter eine Rolle. So wie es bei vielen Versicherungen der Fall ist.

Wer vorhat eine Sterbeversicherung zu nutzen, sollte natürlich beim Abschluss diese Aspekte mit bedenken. Denn sie sind die ausschlaggebenden Faktoren, wenn es am Ende um die Auszahlung und deren Höhe geht.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme bei der Sterbegeldversicherung sein?

Die Höhe der Versicherungssumme, die schlussendlich auch den Angehörigen zur Verfügung steht, hat einen Einfluss auf die Versicherungsbeiträge. Versicherungsnehmer haben somit einen unmittelbaren eigenen Einfluss wenn es um die Versicherungsbeiträge geht. Es ist genau zu überlegen, welche Beiträge monatlich möglich sind, um die genauen Versicherungssummen ermitteln zu lassen. Die Versicherungssummen, die Angehörige am Ende ausgezahlt bekommen, liegen meist zwischen 2.000 und 10.000 Euro. Das ist jedoch nur ein Beispiel und es sind durchaus wesentlich höhere Summen möglich. Eine höhere Versicherungssumme ist aber nur dann sinnvoll, wenn spezielle Wünsche während der Beerdigung erfüllt werden müssen. Ist eine einfache Beerdigung gewünscht, dann reichen die hier beschriebenen Summen vollkommen aus. Eine Beratung beim entsprechenden Versicherungsgeber ist zu empfehlen, denn die Sterbegeldversicherung kann mittlerweile auch online abgeschlossen werden.

Jedoch ist der persönliche Abschluss mit vielen Vorteilen behaftet, denn als Versicherungsnehmer kann man so die wichtigsten Fragen zur Versicherung allgemein stellen und sich die Versicherungsbeiträge genauer berechnen lassen.

Unnötige Versicherungen Teil I: Sterbegeld  & Insassenunfallversicherung

Weitere wichtige Faktoren für den Abschluss der Versicherung

Neben der einfachen Höhe der Endsumme sind natürlich auch noch weitere Faktoren sehr wichtig. Um die Summe der Beiträge besser berechnen zu können, sind der Gesundheitszustand und natürlich auch das Alter enorm von Bedeutung. Einige Versicherungen verlangen in diesem Zusammenhang eine sogenannte Gesundheitsprüfung. Denn bestimmte Vorerkrankungen bringen für die Versicherung ein entsprechendes Risiko. Deswegen muss der Versicherungsnehmer entsprechend die Gesundheitsprüfungen der Versicherungen absolvieren. Dazu gehört auch die Beantwortung verschiedener Gesundheitsfragen. Anhand dieser Antworten errechnet der Versicherungsgeber nicht nur das für ihn bestehende Risiko, sondern eben auch die Beiträge. Das hat zur Folge, dass Versicherungsnehmer mit einer Vorerkrankung Risikozuschläge zahlen müssen oder von der Versicherung abgelehnt werden können.

Es verlangen aber nicht alle Anbieter einer Sterbegeldversicherung die Beantwortung der Fragen oder eine Gesundheitsprüfung. Jedoch kann dann der durchschnittliche Beitragssatz höher liegen, denn die Versicherungen gehen in diesem Fall grundsätzlich von einem Risiko aus. Wer gesundheitliche Probleme haben sollte, kann sich der Gesundheitsprüfung damit entziehen und versuchen die Versicherung entsprechend zu nutzen.

Wartezeiten und Beitragszahlungsdauer beim Abschluss beachten

Neben den Beiträgen, dem Alter und der Gesundheit muss ein Antragssteller noch viel mehr beachten. Was viele Antragssteller noch vor der Unterschrift vernachlässigen, sind die Wartezeiten. Denn viele Policen besitzen eine Wartezeit, die sich auf mehrere Monate bzw. bis zu drei Jahre erstrecken kann. Mit dieser Wartezeit sichern sich Versicherungen entsprechend ab, denn wenn der Versicherungsnehmer in der Wartezeit verstirbt, dann werden nur die bisherigen Beiträge an die Hinterbliebenen ausgezahlt und nicht die Versicherungssumme. Demnach muss die Absicherung durch die Sterbegeldversicherung schon sehr frühzeitig erfolgen, sodass eine Chance auf Auszahlung besteht. Es gibt natürlich auch hier Ausnahmen, denn verschiedene Versicherungen bieten die Police ohne eine Wartezeit an. Jedoch kann das zu Problemen in den Beiträgen führen, denn diese sind entsprechend umfangreich.

Es gibt aber noch eine weitere Besonderheit, die viele Versicherungsnehmer nicht bemerken. Die sogenannte Beitragszahlungsdauer ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt, der eine genaue Betrachtung bedarf. Es gibt Versicherungen bei denen keine lebenslängliche Zahlung der Beiträge vereinbart werden kann. Die Zahlung der Beiträge erfolgt vielmehr bis zu einem bestimmten Alter. Ist das Alter erreicht, dann müssen keine weiteren Beiträge eingezahlt werden. Der Versicherungsschutz besteht jedoch weiterhin, bis er in Anspruch genommen werden muss. Interessant ist dieser Aspekt vor allem für Beitragszahler, die erst ab dem Rentenalter die Regelung der Bestattungskosten in Anspruch nehmen wollen.

Im Vergleich: Sterbegeldversicherung und Risikolebensversicherung

Wenn es um das eigene Ableben geht, versuchen die meisten Menschen nicht über diese Situation nachzudenken. Dabei ist gerade die Kostenfrage besonders wichtig und sollte entsprechend sehr schnell geklärt sein. Denn wenn das eigene Vermögen nicht ausreicht, dann müssen die Angehörigen aushelfen. Um diesem Faktor aus dem Weg zu gehen, greifen viele Versicherungsnehmer zur Sterbegeldversicherung. Dieses Versicherungsmodell hat natürlich zahlreiche Vorteile aber auch Nachteile. Um eine umfassende Absicherung zu bekommen, sollte deswegen nicht nur die Sterbegeldversicherung in Betracht gezogen werden, sondern eben auch die Risikolebensversicherung. Die Risikolebensversicherung kann im Falle des Todes ebenfalls einen gewissen Beitrag auszahlen. Verbraucher müssen also am Ende eine Entscheidung treffen, die durchaus sehr schwer fallen kann, denn beide Versicherungen haben Ihre Vorteile. Nun steht jedoch die Frage im Raum, warum gerade eine Risikolebensversicherung für die Absicherung des Todesfalls sinnvoll sein soll. Die Risikolebensversicherung hat den Vorteil, dass die Versicherungssummen sich nicht ausschließlich auf einen bestimmten Teil der Kosten beziehen, sondern eine umfassende finanzielle Absicherung der Hinterbliebenen ermöglicht. Jedoch gibt es in diesem Zusammenhang auch einen Nachteil, denn die Risikolebensversicherungen haben demnach auch einen höheren Versicherungsbeitrag.

Unnötige Versicherungen Teil I: Sterbegeld  & Insassenunfallversicherung

Jedoch gibt die Risikolebensversicherung die Möglichkeit einer umfassenden finanziellen Absicherung, denn die Versicherungssummen sind entsprechend höher. Eine genaue Entscheidung kann nur mit einem Vergleich der persönlichen Belange erfolgen.

Ist eine Sterbegeldversicherung sinnvoll?

Ist die Sterbegeldversicherung sinnvoll, wenn es um die Abdeckung der Bestattungskosten geht? Diese Frage lässt sich nur mit einem vielleicht beantworten. Denn sie kann durchaus sinnvoll sein, muss es aber nicht. Im Grunde gehört die Versicherung mit zu den „sinnlosen“ Versicherungen, denn wirklich benötigt wird sie nicht. Als Versicherungsnehmer hat man mit unter die Möglichkeit frühzeitig über die finanziellen Belange nachzudenken und die Kosten für die Beiträge monatlich auf ein Sparkonto zu legen. Denn dadurch lassen sich die Kosten für eine Beerdigung ebenfalls finanzieren.

Die meisten Verbraucher kommen erst in einem Alter von 50 oder 60 Jahren darauf, dass die Kosten für eine Beerdigung relevant sind. In diesem Alter kann es sehr hilfreich sein, die Beiträge an eine Versicherung zu zahlen. Denn die Sterbegeldversicherung zahlt nach der Wartezeit die Versicherungssummen aus, egal wie viel Geld eingezahlt wurde.

Die Vorteile der Versicherung

Um eine Entscheidung für oder gegen die Versicherung zu fällen, ist es wichtig sich die Vorteile noch einmal anzusehen. Am Ende muss natürlich jeder Versicherungsnehmer selber entscheiden wie er für sein Ableben spart.

  • finanzielle Absicherung auch im hohen Alter
  • recht geringe Beiträge
  • es muss keine Gesundheitsprüfung stattfinden

Das sind die unmittelbaren Vorteile, die jedoch durch Nachteile begleitet werden:

  • geringere Versicherungssummen bei häufig hohen Kosten
  • lange Wartezeiten sind möglich

Sie gehört zwar mit zu den „sinnlosen“ Versicherungen kann aber in vielen Fällen durchaus einen Sinn machen. Sinnvoll ist es natürlich generell frühzeitig über die Kosten nachzudenken.

Das wichtigste zur Insassenunfallversicherung

Die Insassenunfallversicherung ist ein weiteres Versicherungsmodell, welches viele anzweifeln. Denn es handelt sich wie bei vielen Versicherungsangeboten um ein Zusatzmodell. Die Insassenunfallversicherung kommt bei Personenschäden auf, die der Versicherungsnehmer und die Insassen bei einem Unfall erleiden. Fachpressen stellen den Versicherungsschutz in Frage und bezweifeln die Wichtigkeit dieser Versicherung enorm. Wir haben uns genauer mit dem Thema befasst.

Insassenunfallversicherung deckt Personenschäden bei Unfällen ab

Unnötige Versicherungen Teil I: Sterbegeld  & InsassenunfallversicherungMan kann davon ausgehen, dass rund vier Millionen deutsche Autofahrer eine Insassenunfallversicherung zusätzlich abgeschlossen haben. In der reinen und sehr wichtigen KFZ-Versicherung ist diese Versicherung nicht verankert, denn sie gilt als Zusatzversicherung, die Versicherungsgesellschaften aber sehr gerne anpreisen. Wer sich damit noch nicht befasst hat, wird sich fragen was die Insassenversicherung ist und was sie macht.

Die Insassenunfallversicherung kommt bei bleibenden Personenschäden der mitfahrenden Insassen nach einem Unfall auf. Man bezeichnet die Versicherung deswegen auch sehr gerne als Kfz-Unfallversicherung. Die Insassenunfallversicherung unterscheidet sich enorm von den anderen Versicherungsmodellen, denn bei dieser Versicherung ist es egal, wer an dem Unfall schuld war. Die Versicherung schützt den Versicherungsnehmer vor den finanziellen Folgen eines Unfalls, wenn Insassen verletzt wurden.

Somit schließt die Versicherung sogenannte Versicherungslücken, die durch andere Versicherungen entstehen. Denn die meisten Versicherungsmodelle übernehmen die Schäden an Fahrzeugen des eigenen Autos und des Gegners, jedoch nicht die Folgen, die Insassen erleiden.

Wer sich für eine Insassenunfallversicherung entscheiden sollte, versichert alle Unfälle, die mit der Nutzung eines Autos verbunden sind. Damit werden also nicht nur Personenschäden abgesichert, die durch das eigene Führen eines Autos zustande kommen, sondern auch Insassenschäden, die beim Beladen des Fahrzeuges, beim Ein- und Aussteigen oder beim Reinigen entstehen können. Durch die Versicherung abgedeckt sind der Fahrzeugführer und alle Insassen.

Werden die Insassen eines Fahrzeuges verletzt oder sogar getötet, dann zahlt die Versicherung den vorher festgelegten Beitrag.

Unnötige Versicherungen Teil I: Sterbegeld  & Insassenunfallversicherung

Die Arten der Insassenunfallversicherung

Wie bei den meisten Versicherungen gibt es auch bei der Unfallversicherung verschiedene Vertragsausführungen, die Versicherungsnehmer in Anspruch nehmen können. Auch die Insassenunfallversicherung bietet diese Varianten an. Zu erkennen sind sie unter dem Namen Pauschalsystem oder Platzsystem. Beim Pauschalsystem wird die Versicherungssumme pauschal berechnet, wobei es keine Rolle spielt, wie viele Insassen mitfahren. Die Versicherungssumme wird bei einem Unfall dann durch die Anzahl der Insassen geteilt.

Das Platzsystem hingegen ist vollkommen anders aufgebaut. Bei diesem System muss der Versicherungsnehmer vorab entscheiden welcher Platz im Fahrzeug mit welcher Deckungssumme abgesichert ist. In diesem Fall gibt es noch einen weiteren Unterschied, denn verschiedene Versicherungen bieten in diesem Fall Fixsummen an, die angepasst werden können. Eine umfassende Beratung durch eine Versicherung kann die Deckungssummen genauer aufzeigen und hilft dabei die verschiedenen Summen zu definieren.

Wann zahlt die Insassenversicherung?

Es gibt durchaus viele Versicherungsfälle, in denen die Insassenversicherung nicht zahlt. Grundlegend ist es aber sehr unwahrscheinlich. Ob die Versicherung am Ende für den eigenen Bedarf sinnvoll ist, hängt immer von den Betrachtungen der Versicherungsbestandteile ab. Wir wollen nun aufzeigen wann die Insassenunfallversicherung die Schäden übernimmt:

  • Unfallverursacher begeht Fahrerflucht und ist nicht auffindbar
  • Unfallverursacher ist Radfahrer oder Fußgänger
  • Unfall ist im Ausland geschehen
  • Fahrer verletzt sich beim Unfall und erleidet bleibende Schäden

Das sind die Kernpunkte an denen die Versicherung entsprechend übernimmt. Natürlich haben alle Autobesitzer KFZ-Versicherungen und Unfallversicherungen. Jedoch besitzen diese Versicherungen bestimmte Klausen, die eine Zahlung manchmal ausschließt. In den meisten Fällen übernimmt dann die Insassenversicherung.

Als Ergänzung zur lückenhaften KFZ-Versicherung

Unnötige Versicherungen Teil I: Sterbegeld  & InsassenunfallversicherungEs ist üblich, dass die KFZ Versicherung die Schäden für Personen übernimmt. Dafür kommen normalerweise die Versicherungen der Unfallverursacher auf. Seit dem Jahr 2002 ist die sogenannte „Gefährdungshaftung“ in Kraft. Dadurch übernehmen Versicherungen Schäden an Personen, wenn der Fahrzeuglenker den Unfall unverschuldet verursacht hat. Das kann beispielsweise bei einem Wildwechsel erfolgen. Im Falle eines selbstverschuldeten Unfalls kann nur der Mitfahrer und das Unfallopfer Anspruch nehmen, der Verursache jedoch nicht. In diesem Fall kann die Insassenversicherung einspringen.

Hat die Insassenunfallversicherung einen Sinn?

Früher gab es diverse Lücken in der Autoversicherung, die beispielsweise bestimmte Schäden nicht abdeckte. Heute jedoch kann jeder Autobesitzer diese Lücken durch die Leistungen der KFZ-Versicherung abdecken. Es ist nur wichtig die Leistungen der KFZ-Versicherung entsprechend anzupassen.

Demnach ist die Insassenversicherung wenig sinnvoll. Sie deckt zwar viele Unfallschäden ab, belastet das Konto aber auch zusätzlich, denn die Versicherungsbeiträge sind natürlich entsprechend umfangreich. Wer anständig fährt, kann die meisten Unfälle durch die KFZ-Versicherung abdecken.

Fazit zur Sterbegeldversicherung und zur Insassenunfallversicherung

Beide Versicherungen sind, wenn das nötige Kleingeld vorhanden ist, in einigen speziellen Fällen sinnvoll. Es gibt jedoch genug Alternativen, um beide Versicherungen meist erheblich günstiger zu ersetzen. Die Sterbegeldversicherung wird erst wirklich interessant, wenn man bereits im Rentenalter ist und entsprechend nicht vorgesorgt hat. Dabei fällt jedoch auch ein besonders hoher Beitrag an. Die Insassenunfallversicherung ist nur dann zu empfehlen, wenn die KFZ-Versicherung noch nicht angepasst werden konnte.

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