20
Okt
2015

Der beste Ski für den Skiurlaub, oder doch lieber ein Leihski? – Ratgeber

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Apres Ski Der beste Ski für den Skiurlaub, oder doch lieber ein Leihski?   Ratgeber

Bild: Nach einem langen Tag auf Skiern ist für die meisten Apres Ski angesagt. Bildquelle: AS-kom – 130591721/Shutterstock.com

 

Die Lust am Skifahren

Wer sich aktuell auf den Ski Alpin Weltcup am Wochenende in Sölden in Österreich freut und zumindest vor dem Fernseher hofft, dass Felix Neureuther antritt, der hat ja vielleicht sogar Lust die eigenen Füße in die Hand zu nehmen und sich den Berg runter zu stürzen. Wer das sogar regelmäßig macht, der sollte über einen eigenen Satz Ski nachdenken, da sich die Leihgebühren schnell zu einem stattlichen Sümmchen addieren und man so locker eigene Ski hätte haben können.

Wer sich die aktuelle Kollektion bei der jährlichen ispo in München angesehen hat, kann sicher nicht abwarten, diese auch in dieser Wintersaison zu testen. In diesem Jahr sind All Mountain Modelle “in”, ein Schritt weg von den breiten Freerides aus der vergangenen Saison.

Doch für wen lohnt sich ein eigener Ski eigentlich? Ich versuche euch das eigene Nutzerprofil festzulegen:

Ski leihen oder direkt kaufen? 

Verteilung der Ausgaben von Wintersport Tagesgästen Der beste Ski für den Skiurlaub, oder doch lieber ein Leihski?   Ratgeber

Statistik: Für den Service und den Verleih wendeten die Tagesgäste 4 Prozent ihrer Gesamtausgaben auf.

 

Weder noch. Direkt kaufen sollte niemand einen Ski. Gerade Einsteiger- und Gelegenheitsfahrer, die im Jahr nur wenige Tage im Winterurlaub verbringen, sollten auf Leih-Ski setzen. Gerade wer noch nicht weiß, ob die Skipiste das gewohnte Zuhause ersetzen soll, hat hier die Möglichkeit für wenige Euro zu testen, ob Skifahren überhaupt spannend ist und vor allem – bleibt. Der Vorteil bei den Miet-Ski – ihr könnt eure Ski einfach tauschen, wenn euch irgendwas nicht passt oder ihr noch nicht den besten Ski für euren persönlichen Stil gefunden habt.

Skifahrer die regelmäßig in den Urlaub fahren und jedes Jahr mehrere Tage oder gar Wochen auf der Piste verbringen, nennen wir sie mal “Vielfahrer“, bietet sich der Kauf der eigenen Ausrüstung an, da ein Mietpreis von mindestens 20 € pro Tag schon nach weniger als 2 Wochen zu höheren Kosten führen kann, als hätte man sich direkt einen Ski gekauft.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man den Ski seinen eigenen Vorlieben anpassen kann. Das fängt bei der individuellen Auswahl des Skimodells an, geht über die Einstellung der Bindung bis hin Präparation der Ausrüstung vor dem ersten Ausritt. Ein großer Nachteil ist jedoch, dass die eigenen Ski sorgsam behandelt werden wollen. Hat man bei den Verleih-Ski meist immer die aktuelle Generation unter den Schuhen, sind die 2015er Ski in 3 Jahren schon ziemlich in die Jahre gekommen. Natürlich sind die Weiterentwicklungen nicht so extrem, wie beispielsweise in der Automobilindustrie, aber der eigene Ski will gut gepflegt werden (weitere Kosten) und muss auch gut verstaut sein, sowohl daheim, als auch bei der Fahrt in das Skigebiet.

 

Skifahrzeit Der beste Ski für den Skiurlaub, oder doch lieber ein Leihski?   Ratgeber

Bild: Winterzeit – Skifahrzeit. Ab auf die Piste und hinunter ins Tal. Bildquelle: IM_photo – 118366168/Shutterstock.com

 

Der größte Vorteil gegenüber Leih-Ski ist sicher das Gefühl die eigenen Ski unter den Füßen zu haben. Jeder versierte Fahrer weiß nach einer Woche auf der Piste, wo die Grenzen bzw. Eigenschaften seiner Ski liegen. Das ist wie im eigenen PKW – leiht man sich ein Auto fährt man erst zaghaft, testet vielleicht die Grenzen aus oder bleibt immer unter dem Potential – in diesem Fall – der Ski. Die eigenen Ski legt man an, fährt den Berg einmal runter und weiß – sie fahren wie im letzten Jahr – und los gehts. Der Spaßfaktor ist um ein vielfaches größer, weil die Ungewissheit und damit auch die Angst geringer ist. Ein riesen Vorteil: Viele Skigeschäfte bieten Leihski, so dass man den neuen Ski erstmal testen kann und die Mietgebühr wird dann mit dem Kaufpreis verrechnet.

Im Kern hängt es stark von der Liebe für den Sport ab. Verbringt man wirklich jedes Jahr auf den Pisten oder bleibt der diesjährige Ausflug in die Kälte einmalig und im nächsten Winterurlaub wird es doch lieber wieder die Südseeinsel? Wer das für sich beantworten kann, weiß nun, ob er einen Ski kaufen sollte oder nicht.

Doch welchen Ski sollte man kaufen? Welches Anforderungsprofil habe ich? Natürlich gibt es auch hier unterschiede und man sollte das auf der Piste herausfinden, aber damit ihr mal davon gehört habt, habe ich mich wohl auf die drei häufigsten Gruppen beschränkt:

  1. Der “Sport Carver“: Dieser Skier erfüllt nahezu alle Anforderungsprofile und ist somit für die größte Gruppe von Interessenten gemacht. Er verzeiht Fehler und eignet sich für mittleres Tempo und mittellange Schwünge (beim Kurven fahren). Dies sind meist laufruhige Skis, die vielseitig einsetzbar sind.
  2. Der “All Mountain” Ski: Dieser Ski ist sowohl für Fahren auf, als auch abseits der Piste geeignet. Der Ski ist für fortgeschrittene Fahrer geeignet und lässt sich sehr gut kontrollieren und steuern, unabhängig von den Pistenbedingungen.
  3. Der “Race Carver“: Diese Ski sind nicht für Einsteiger geeignet. Er besitzt eine sehr hohe Laufruhe und wird am liebsten mit Vollgas gefahren. Das heißt – wenige enge Kurven, sondern Riesenslalom mit weiten Radien. Dabei hat dieser Ski auf harten Pisten extrem viel Grip und viel Stabilität.

Damit ihr hier nicht nur “was von Skifahren gehört habt”, sondern auch eine kleine Auswahl seht, habe ich die Testsieger aus der Saison 2014/15 für die jeweilige Kategorie aufgelistet. Vorteil gegenüber der aktuellen Saison 2015/16 ist meist, dass die Änderungen nur marginal sind, dafür aber eine Menge Geld gespart werden kann. Wer sich die Kaufberatung vom DSV durchlesen möchte klickt hier.

Sport Carver: Salomon 24 Hours Max: Der Salomon ist ein Ski für mittlere bis lange Schwünge. Der Ski ist spielerisch zu händeln, auch wenn es den ganzen Tag auf die Piste geht. Der Ski lässt sich spielerisch beherrschen und garantiert schnellen Fahrspaß. Auf Testberichte.de gibt es die Note 1,0. Im Netz lassen sich Angebote ab 429€ finden.

salomon 24 hours max 2015 Der beste Ski für den Skiurlaub, oder doch lieber ein Leihski?   Ratgeber

All Mountain: K2 AMP Rictor 82 XTI: Der K2 ist einer der beliebtesten Skier in seiner Kategorie. In Sachen Performance, Kantengriff und Kontrolle macht dieser Ski unter allen Bedingungen eine gute Figur. Mit Bindung beginnt der Ski aus der 2015er Kollektion bei rund 450 €. Bei Testberichte.de gibt es die Note 1,0.

k2 amp rictor 82 xti 2015 Der beste Ski für den Skiurlaub, oder doch lieber ein Leihski?   Ratgeber

Race Carver: Atomic Redster Doubledeck SL 3.0: Der Atomic Doubledeck 3.0 SL ist sehr drehfreudig und ideal für kurze Schwünge im Slalom. Er fährt sehr laufruhig und präzise, mit sehr guten Handling. Auf Testberichte.de gibt es die Note 1,0. Je nach Größe der Ski legt man zwischen 499-599 € auf die virtuelle Ladentheke. 

atomic redster doubledeck 3 0 sl 2015 Der beste Ski für den Skiurlaub, oder doch lieber ein Leihski?   Ratgeber

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