26
Sep
2016

Dealgigant – Die kurze Geschichte einer Firma

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dealgigant webseite Dealgigant – Die kurze Geschichte einer FirmaDas Internet prägt unsere Zeit wie kaum eine andere technische Errungenschaft. Was einmal mit einer einfachen Möglichkeit zum Informationsaustausch begann, ist mittlerweile beinahe zu einem Universum geworden. Es ist weltumspannend und von unglaublicher Tiefe. Und in seinen schier unendlichen Weiten gibt es auch verwunderliche Phänomene. Dinge, die man kaum glauben kann, die überraschen, und manchmal auch Dinge, denen man eher misstrauen sollte.

Es ist ein unverzichtbarer Wirtschaftsfaktor geworden, und kaum eine Firma kommt noch ohne eine Internetpräsenz aus. Viele nutzen es für ihre Öffentlichkeitsarbeit, oder für die Verbreitung von Informationen. Oft ist es aber auch die Information selbst, die gehandelt wird.

So etwas kann richtig gut funktionieren, so dass die betreffende Firma es schafft, sich zu etablieren. Manch einer schafft es dabei bis ganz nach oben. Bei Unternehmungen wie zum Beispiel Facebook geht es ausschließlich um Informationen. Hier wird nichts produziert. Es wird eine Plattform zur Verfügung gestellt, die es relativ rasch geschafft hat, weltweit zu einem Standard in der Kommunikation zu werden. Und damit kann wahnsinnig viel Geld erwirtschaftet werden, weil Facebook gleichzeitig auch eine hervorragende Bühne für Werbung darstellt. Man muss die Art und Weise, in der dort mit Informationen umgegangen wird, nicht mögen, und doch zeigt dieses Beispiel auf faszinierende Art, wie Unternehmertum im Internet funktionieren kann.

Gleichzeitig muss man natürlich auch berücksichtigen, dass dort, wo so viel Licht scheint, auch der Schatten nicht weit ist. Gemeint sind die mittlerweile unzähligen Webseiten, die man als Endverbraucher besser tunlichst meiden sollte. Hier werden dann unvergessliche Reisen, lebensverlängernde Präparate, Bekanntschaften mit wunderschönen Frauen und Männern, oder das neueste Kameramodell zum unschlagbaren Super-Sonderpreis angeboten. Und wer sich darauf einlässt und eine Einzugsermächtigung gewährt, oder gar in Vorkasse geht, der ist dann verraten und verkauft. Solche schwarzen Schafe, Scharlatane und Gauner hat es immer gegeben. Man kennt die Szenen aus Wildwest-Geschichten, wenn jemand im Planwagen ins Dorf gefahren kam, um irgendeine Wundermedizin zu verkaufen, bei der es sich tatsächlich um gefärbtes Wasser aus der nächstbesten Pfütze handelte. Für solche Leute bietet das Internet heute genauso phantastische Möglichkeiten, wie für den seriösen Anbieter.

Für den Endverbraucher ist es manchmal schwierig, die Guten von den Bösen unterscheiden zu können. Und auch, wenn viele Nutzer des Internets mittlerweile die gebotene Vorsicht walten lassen, so gibt es doch immer noch mehr als genügend Menschen, die sich anscheinend auf so ziemlich alles einlassen, um sich anschließend zu wundern, wenn sie die Leidtragenden sind.

Dealgigant – eine vermeintlich gute Idee

dealgigant logo Dealgigant – Die kurze Geschichte einer FirmaDoch von Anfang an! Der Unternehmer Eckhard Schulz gründete im Februar 2011 die Deutsche dealgigant GmbH & Co. KG und übernahm als Mitinhaber die Position des Geschäftsführers. Seinen Sitz hatte die Firma in Dortmund. Und als Internetunternehmen bestand der Kern des Unternehmens in einer Webseite. Im Wesentlichen wurden auf dieser Webseite Rabatt-Angebote vorgestellt. Dabei arbeitete man mit verschiedenen Partnern zusammen. Zunächst beschränkten sich die Angebote nur auf das Ruhrgebiet, später erfolgte dann die Ausweitung auf ganz Deutschland sowie auf die Nachbarländer Österreich und Schweiz, also auf den deutschsprachigen Raum.

Sozusagen die Kernkompetenz des Unternehmens war der Deal. Man kauft sein Radio nicht irgendwo, sondern bei Firma Müller XYZ. Als Gegenleistung erhält man als Kunde dann einen Gutschein. Oder aber beim Kauf von Waren im Gegenwert von mindestens so und so viel Euro bekommt man so und so viel Euro gutgeschrieben. Etwas ausgefeilter sind Cashback-Systeme. Hier wird für den Konsumenten ein Konto eingerichtet, auf das, je nachdem was und wie viel er in dem Unternehmen einkauft, eine anteilige Summe eingezahlt wird. Dieses Cashback kann der Kunde zum Beispiel ansparen, um sich dann bei der selben Firma etwas kaufen zu können, ohne dabei noch einmal Geld anfassen zu müssen. Der Vorteil für die Firma liegt dabei in der Kundenbindung. Dabei ist es nicht wirklich so, dass etwa der Gewinn durch dieses „Entgegenkommen“ durch Rabatte oder ähnliches geschmälert würde, oder dass diese Firma dem Verbraucher etwa eine Wohltat angedeihen ließe. Vielmehr sind die Preise von vornherein so gestaltet, dass sie trotz der Einräumung von Preisnachlässen, der Teilnahme an Cashback etc. immer noch Gewinn abwerfen – nur eben etwas weniger. Dafür fühlt der Kunde sich wohl und bleibt der Firma treu. Langfristig sollte sich eine solche Praxis also auszahlen.

dealgigant tankdeal Dealgigant – Die kurze Geschichte einer FirmaAuf der Webseite des Anbieters fand der Endverbraucher also branchenübergreifend Angebote dieser Art. Es ist anzunehmen, dass der Unternehmer mit den betreffenden Firmen Partnerschaften eingegangen ist. Der Normalfall wäre dabei, dass zum Beispiel ein großes Kaufhaus dafür bezahlt, dass es mit seinem Rabattangebot auf der Seite vertreten ist und entsprechend präsentiert und verlinkt wird. Die Höhe der Zahlung an den Anbieter würde sich dann an der Häufigkeit orientieren, mit der der Beitrag dann durch Besucher der Homepage angeklickt wird. Die Besonderheit, dieser Unternehmer seinen Partnerunternehmen dabei zu bieten hatte, bestand in der branchenübergreifenden Agglomeration solcher Angebote mit der Intention, gezielt sogenannte Schnäppchenjäger anzusprechen. Und davon gibt es ja viele.

Ein guter Gedanke, aber nicht neu! Es gibt eine Reihe von Webseiten mit vergleichbaren Angeboten. An dieser Stelle sei die Firma Groupon genannt. In dieser Nische des Internets ist sie der absolute Marktführer. Groupon ist bereits 2008 in den USA gegründet worden, ist mittlerweile in 48 Ländern vertreten, auch in Deutschland, und wird regelmäßig von etwa 52 Millionen Menschen aktiv genutzt. Eine erschlagende Konkurrenz!

Nach eigenen Angaben verfügte man zu Spitzenzeiten über mehr als eine halbe Million Newsletter-Abonnenten und etwa 130.000 registrierte Verbraucher im deutschsprachigen Raum. Das ist durchaus bemerkenswert, aber verglichen mit Groupon alles andere als gigantisch. Ob der Geschäftsführer Herr Schulz im Sinn hatte, dem US-Unternehmen irgendwann einmal die Stirn bieten zu können, ist nicht bekannt. Aber immerhin unterschied er sich in seiner Angebotsstruktur, indem sich die Firma vor allem auf Marken-Deals, so auch in der Lebensmittelbranche, spezialisierte. Aber das war noch nicht entscheidend, denn es gab noch einen Unterschied.

Dieser Unterschied führte zwar zu der gewünschten Aufmerksamkeit, führte aber letztlich zum Untergang des Unternehmens. Herr Schulz musste irgendwie erreichen, dass die Internetnutzer nicht irgendeine Webseite mit Rabatt-Angeboten aufsuchten, sondern eben seine Homepage. Er hatte eine Idee!

dealwin detail Dealgigant – Die kurze Geschichte einer FirmaEr entwickelte quasi eine eigene Art von Cashback-Verfahren. Zu diesem Zweck gründete er das Tochterunternehmen goowin. Das genaue Vorgehen sei hier zum besseren Verständnis anhand eines Beispiels erklärt: Ein Schnäppchenjäger besuchte die Homepage. Dort wurde er mit einem Angebot in Empfang genommen, das seine Aufmerksamkeit erregte. Er musste auf einen Button klicken, der ihn automatisch in eine Routine schickte, in der er sich als Kunde registrieren konnte. Der eigentliche Anlass für den Klick bestand in der Aussicht zum Beispiel auf einen „10 € für 25 €“ Cashback-Deal. Was bedeutet das? Der Kunde musste zunächst einmal in Vorleistung gehen und erwarb bei Dealgigant einen Amazon-Gutschein im Wert von zehn Euro. Dann meldete sich der Kunde bei Amazon an und kaufte dort unter Verwendung des Gutscheins für 25 € Waren ein. Amazon schickte daraufhin dem Konsumenten eine Rechnung, die er bei der Tochtergesellschaft goowin hochladen konnte. Daraufhin bekam der Kunde dann die Differenz in Höhe von 15 € auf sein Girokonto überwiesen. Also nicht als Warengutschein, oder als gutgeschriebene Punkte für irgendetwas, sondern tatsächlich in EURO. Der Kunde hatte also nach Abschluss des Deals 10 € ausgegeben und konnte für 25 € einkaufen. Die Differenz zahlte der Unternehmer! Es ist unklar, ob das Unternehmen wenigstens für die Vermittlung des Gutscheins von Amazon irgendeine Vergütung bekommen hat. Die 15 € gingen jedenfalls eindeutig zulasten des Unternehmers.

Dieser und ähnliche Deals waren regelmäßig auf der Webseite des Unternehmens zu finden. Natürlich war diese Form des Cashback durch die Vorleistung der Kunden und die Rücküberweisung deutlich komplizierter als andere Gutscheinsysteme. Immerhin musste der Kunde gegenüber goowin auch seine Kontodaten angeben. Die ersten Versuche erfolgten auch recht zaghaft. Möglicherweise erwies sich in diesem Punkt die Zusammenarbeit mit bekannten Markenanbietern und Plattformen als hilfreich, denn die anfängliche Angst, zum Opfer eines Gauners zu werden, war bald verflogen. Immerhin – schlimmstenfalls hätte man ja die Waren, also den Gegenwert für das ausgegebene Geld, bereits geliefert bekommen!


Aber der Deal klappte tatsächlich! Alle fragten sich, wie das alles funktionierte. Was hatten sie davon, seinen Kunden Geld zu schenken? Natürlich sprach sich das herum und Herr Schulz hatte erreicht, was er erreichen wollte. Die Bekanntheit seines Unternehmens wuchs. Und zwar so rasant, dass die Medien darauf aufmerksam wurden. Schon ein halbes Jahr nach der Gründung der Firma wollte RTL eine Fernsehdokumentation über die rasche Entwicklung des Unternehmens drehen. Dieser sollte mit einem Bericht über andere Gutschein-Plattformen kombiniert werden, kam dann aber doch nicht ins Fernsehen.

Dealgigant: Ein jähes Ende

Stattdessen kam auf einem anderen Sender ein anderer Bericht über diese Firma, der jedoch mangelhaft recherchiert war und den ganzen Bereich des besonderen Cashback-Systems komplett wegließ. Dies sorgte für erhebliche Irritationen, die so weit gingen, dass die Firma Lidl die Partnerschaft mit dieser Firma beendete.

Das war zwar nicht gut, aber die Verbraucher frequentierten die Seite weiterhin und nutzten fleißig die sensationellen Lockangebote. Nach wie vor verstand niemand, wie das System funktionierte, ohne dass der Anbieter dabei Gewinn machte. Im Auftrag der Zeitschrift Computerbild wurde eine Reihe von Testkäufen durchgeführt. Alle Transaktionen wurden reibungslos abgewickelt und es gab eigentlich überhaupt nichts zu beanstanden. Trotzdem kam die Redaktion der Zeitschrift zu dem Schluss: „Ein fader Beigeschmack bleibt!“

Der Anbieter nahm auf Nachfrage dazu Stellung und meinte, mit diesem Vorgehen verfolge man eine Marketingstrategie; man wolle Marktanteile erobern. Das erforderliche Geld dafür käme aus dem Budget für Marketing. Schulz hatte sich entschieden, nicht die konventionellen Wege der Öffentlichkeitsarbeit zu beschreiten, sondern seine Spezial-Deals als Werbung zu benutzen.

Also durchaus ein planvolles Vorgehen! Der Kunde sollte auf die Seite der Firma kommen, weil er dort vielleicht ein neues tolles Angebot zum Beispiel im Sinne des oben beschriebenen „10 € für 25 €“ Cashback-Deals vorzufinden hoffte. Und bei dieser Gelegenheit sollte der Kunde sich dann auf der Seite umsehen, was es noch alles gab, um dann den einen oder anderen Klick auf die Buttons der beworbenen Partnerfirmen zu setzen. Nun die erste Hälfte dieser Absicht wurde wunderbar verwirklicht. Nur mit der zweiten Hälfte klappte es nicht! Die Kunden stürzten sich zahlreich auf das jeweilige Lockangebot, zeigten jedoch am Rest der Seite eher wenig Interesse.

Für die Firma bedeutete das, dass die eigentliche Einnahmequelle in eher geringem Ausmaß funktionierte, so dass die horrenden Ausgaben für die Marketingidee schon bald nicht mehr refinanziert werden konnten. Die Marketingstrategie verschlang mehr Geld als damit verdient werden konnte. Später stellte sich heraus, dass Eckhard Schulz etwa 20 Millionen Euro in sein Portal investiert hatte.

Im November 2012 kam dann das Ende, und es wurde für beide Firmen Insolvenz angemeldet.

dealgigant offline Dealgigant – Die kurze Geschichte einer FirmaNun gab es in der Tat viele Leidtragende, nämlich all jene, die sich von goowin ihre Cashback-Zahlungen holen wollte. Doch das Unternehmen war zahlungsunfähig. Da es sich um eine GmbH handelte, erfolgte die Haftung nur im Rahmen der bei der Unternehmensgründung erbrachten Einlage. Immerhin hatten ja alle Kunden ihre Waren erhalten und der Wert ihres ausgegebenen Geldes blieb ihnen erhalten. Aber das gegebene Versprechen war nicht eingehalten worden. Und die ausstehenden Gelder addierten sich auf eine stattliche Summe. Wie viel Schaden tatsächlich entstanden ist, konnte nicht ermittelt werden. Aber so ist das nun einmal, wenn eine Firma insolvent ist, und das diesbezügliche Verfahren lief völlig ordnungsgemäß ab. Eine Reihe von Partnerfirmen distanzierte sich öffentlich von diesen Firmen.

Was bleibt? Kritische Fragen

Dennoch fragten sich nun alle, was da eigentlich geschehen war. Hatte sich da jemand gehörig verrechnet? Hatte Herr Schulz die Übersicht verloren und Dinge durcheinandergebracht, die nicht durcheinandergebracht werden sollten? Immerhin unterhielt er zeitgleich noch ein Online-Reisebüro, die Firma „Deutsche Reise Touristik GmbH“, welches auch heute noch aktiv ist.

Oder sollte an diesem seltsamen Geschäft doch etwas faul gewesen sein?

1999 wurde gegen die Firma Lottoteam Klage wegen Lottosteuerhinterziehung erhoben. Die Firma gehörte Eckhard Schulz! Die Firma hatte Lottoscheine über ein Callcenter verkauft, das ebenfalls ihm gehörte. Nach sieben Jahren wurde der Prozess gegen die Zahlung einer Dreiviertelmillion Euro eingestellt. Die Schulz’schen Firmen erwiesen sich als derartig ineinander verschlungen, dass die genauen Finanzströme für Außenstehende nicht nachvollziehbar waren. Und in letzter Zeit ist der Verdacht laut geworden, dass Schulz sich beim Ankauf von Lebensversicherungen des Betruges schuldig gemacht hat.

Ob an diesen Vorwürfen etwas dran ist, oder nicht, kann hier nicht beurteilt werden. Fest steht jedoch, dass das Gebaren, sozusagen für jeden Zweck die passende Firma aus dem Ärmel ziehen zu können, sehr stark an die Mafia erinnert. Und dass diese Mafia nicht nur aus Herrn Schulz besteht, zeigt der Umstand, dass zumindest die Dealgigant GmbH & Co. KG als Kommanditgesellschaft firmierte. Er war dabei also nicht allein, sondern es gab jemanden, der etwas zum Gelingen des Unternehmens beisteuerte. Da bei Internetunternehmen nicht viel an Produktionsmitteln erforderlich ist und Schulz die Geschäftsleitung selbst gemacht hat, wird es wohl das Geld sein, das da jemand zumindest anteilig beigesteuert hat.

Nun wäre es gewiss müßig, darüber noch allzu lange nachzudenken, doch wie es aussieht, ist Herr Schulz dabei, seiner unternehmerischen Tätigkeit noch ein weiteres Kapitel hinzuzufügen. „Dealgarant“ ist im Internet gesichtet worden. Es handelt sich um eine Webseite, die der von Dealgigant vom Aufbau her zumindest sehr ähnlich sieht. Das im Logo enthaltene Emblem wurde jedenfalls schon einmal direkt übernommen. Ein Hinweis auf ein Wiederaufleben des alten Cashback-Systems fehlt bislang. Überhaupt befindet sich diese Seite seit 2013 noch immer im Aufbau. Ob und wann sie in Betrieb geht, ist nicht klar. Fest steht jedoch, dass auch dies eine Firma von Herrn Schulz ist. Übrigens: Die Homepagegestaltung kommt von Gold Medien International S.E. & Co.KG. …S.E.? Das bedeutet „Europäische Gesellschaft“ (Societas Europaea). Das Mindestkapital für eine solche Gesellschaft liegt bei 120.000 €. Und sie kann durch einen Vorstand geführt werden. Und wer mag das in diesem Fall wohl sein? Richtig: Herr Schulz!
cb tease Dealgigant – Die kurze Geschichte einer Firma

Dealgigant: Ein Fazit

Als Betrachter der Situation hat man nun die Wahl. Es kann sein, dass Eckhard Schulz jemand ist, der tatsächlich nicht über das erforderliche kaufmännische Können verfügt, um am Markt zu bestehen. Anscheinend kann er es sich aber leisten, es immer wieder zu versuchen und hat einfach Spaß daran, Firmen zu sammeln. Und vielleicht fühlt er sich gut dabei, möglichst viele leitende Funktionen auf sich zu vereinen. Vor allem in letzterem Punkt stünde er wirklich nicht alleine da, denn die Politik lebt vor, dass man auch dann viele Positionen in Personalunion besetzen kann, wenn man eigentlich nicht dafür geeignet ist.

Und es kann natürlich auch sein, dass der Mann das Bild des munter drauflos unternehmenden Mannes, bei dem schon mal etwas schiefgehen kann, sozusagen vor sich herträgt, und dass die offensichtliche Wirrnis in seinem vielfältigen Engagement nur eine Tarnung für Machenschaften ist, die zumindest bis dato noch niemand durchschaut hat.

Es gibt immer wieder Situationen, in denen dann irgendwann herauskommt, wie viel kriminelle Energie hinter einer scheinbar ganz harmlosen Sache gesteckt hat. Und dann fragen sich alle, wie es sein konnte, dass das niemand gemerkt hat.

In der Geschichte um die Firma bleiben viele Fragen bis auf weiteres ungeklärt. Von den Nutzern des dazugehörigen Cashback-Systems kamen nach dem Ende des Unternehmens viele Stellungnahmen. Die einen waren wütend, dass sie ihr Geld nicht zurück bekommen haben. Andere waren aber auch traurig, dass die schöne Zeit, in der man immer wieder so tolle Einkaufsangebote bekam, vorbei war.

Auf jeden Fall kann man den tatsächlichen und potentiellen Kunden seiner Unternehmungen nur raten, Vorsicht walten zu lassen.

All jenen, die in ihrer Tageszeitung regelmäßig den Wirtschaftsteil auslassen, weil sie ihn öde finden, sei jedenfalls versichert, dass Wirtschaft alles andere als langweilig ist!

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