27
Apr
2016

Dating-Apps – Der große Ratgeber um das Thema Tinder, Lovoo und Badoo

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glückliches Pärchen Dating Apps – Der große Ratgeber um das Thema Tinder, Lovoo und Badoo

Bild: Einen Partner haben möchte jeder – warum nicht über eine Dating-App auf die Suche gehen? Bildquelle: Falcona – 225607279 / Shutterstock.com

 

Im Internet auf Partnersuche gehen – was für den Einen ein Widerspruch in sich ist, wirkt auf den Anderen als eine Offenbarung. Heutzutage wird vieles mit dem Smartphone erledigt – warum nicht auch die Partnersuche? Die Vielfalt an Dating-Apps und Flirt-Communities ist dabei kaum noch zu überblicken, da wird es schwer rauszufinden, welche App die eigenen Bedürfnisse am besten befriedigen kann. Die Nutzung von Smartphones hat unser Leben stark verändert, wodurch auch gerade Dating-Apps wie Lovoo, Tinder oder Badoo zurzeit einen im Boom sondergleichen erleben.

Dating Apps Wie beliebt sind sie Dating Apps – Der große Ratgeber um das Thema Tinder, Lovoo und Badoo

Infografik: Inwiefern hat sich Ihr Dating-Verhalten durch die Nutzung des Smartphones verändert? – Umfrage in Deutschland vom Juni 2014 – 2.017 Befragte von 18 bis 64 Jahren. Bildquelle: Eigene Darstellung

Welche ist die richtige Dating-App für mich?

Tinder Lovoo Badoo
Erscheinungsjahr 2012 2011 2006
Nutzer 2 Millionen 30 Millionen 200 Millionen
Unternehmenssitz USA (Kalifornien) Dresden London

Möchte man mit dem Smartphone flirten und neue Kontakte knüpfen, findet man die unterschiedlichsten Apps – diese unterscheiden sich jedoch vor allem im Funktionsumfang stark voneinander. Angefangen von umfangreichen Communities, bei denen man neben dem schnelle Flirt auch noch andere Bekanntschaften machen kann, bis zur schnellen Flirt-App ist für alle Bedürfnisse etwas dabei. Wir haben die drei Typen mal miteinander verglichen:

  • Community-Apps: Seit es das Internet gibt, gibt es auch Online-Communities. Dass das Netz auch zum Flirten und um Bekanntschaften zu machen genutzt, wundert da wenig. Mit der reinen Suche ist es jedoch nicht getan: Man möchte mehr, entspanntes unterhalten und Spaß ist den Usern extrem wichtig. Daher bieten Community-Date-Apps auch einen meist großen Umfang an Funktionen und Features. Die Gestaltung des eigenen Profils bietet da ziemlich ausführliche Möglichkeiten zur Personalisierung. Von Hobbies über Interessen bis zum Aussehen kann man nahezu alles über sich verraten. Besonders wichtig sind auch Fotos von einem, schließlich möchte man auch gesehen werden. Ähnlich wie auf Facebook, lassen sich Statusmeldungen, neue Veränderungen im Profil und andere, lustige Sachen hochladen und dem Rest der Welt zeigen, wodurch zum Stöbern durch die Profile eingeladen werden soll. Durch Funktionen wie die Zufalls- und Umkreissuche lassen sich leicht neue Leute finden. Die Suche ist ein essentieller Bestandteil von Dating-Apps findet sich in nahezu allen Vertretern. Bei der Zufallssuche werden einem neue Leute vorgeführt. Dort kann man dann anwählen, ob man an ihnen interessiert ist – stimmen beide zu, wird der Kontakt zueinander freigeschaltet und man kann anfangen zu kommunizieren. Mit der Umkreissuche dagegen erfährt man schnell, wer sich so in der Nachbarschaft tummelt.
  • Blitz-Dating-Apps: Speed-Dating ist schon seit langem ein Begriff. Blitz-Dating-Apps setzen das Prinzip virtuell um. Man erhält wenig Funktionen und Partnervorschläge im Sekundentakt und muss sich schnell entscheiden. Im Großen und Ganzen wird von den Apps lediglich ein Foto vom Gegenüber. Auf den großen Umfang wird konsequent verzichtet, es geht hierbei rein um das kennenlernen – auf ein ausführliches Profil wird verzichtet. Ein schneller Blick entscheidet über Hop oder Top. Es geht um „Like“ oder weg. Nur wenn sich beide gefallen können Nachrichten ausgetauscht werden. Ansonsten geht es zum nächsten Foto. Irgendwann findet sich schon noch der oder die Richtige.
  • Spotted-Apps: Wer kennt das nicht: Auf einer Party hat man heimliche Blicke ausgetauscht, in der Uni nur flüchtig gesehen oder eine schnelle Begegnung in der Fußgängerzone – verpasste Gelegenheiten bereut man im nu und hofft auf eine zweite Chance – und genau hier kommen sogenannte Spotted-Apps ins Spiel. Der Vorteil ist, dass man sich quasi schon „in echt gesehen“ hat, bevor man anfängt zu schreiben. Dafür registriert die Flirt-App, wo der Nutzer und wo die anderen Nutzer sich befinden. Für verpasste Gelegenheiten sind das die idealen Dating-Apps. Kern der Anwendungen ist eine Timeline, bei der alle App-Nutzer angezeigt werden, die sich während des Tages in der Nähe befunden haben, wobei ein Spielraum von einigen hundert Metern gegeben wird, sodass diese Timeline nicht so dünn besetzt ist. Schön ist es zu sehen, in welcher Gegend sich mögliche Flirtpartner aufgehalten haben. Braucht man für den Chat oder Nachrichten noch einen Einsteiger, kann man darauf wunderbar anknüpfen.

Nachrichtenfunktionen oder auch zusätzliche App-Features lassen sich die Flirt-App-Anbieter gerne mal bezahlen. Bislang halten sich die Kosten für die Dating-App zwar in Grenzen, eine entsprechende Entwicklung ist bei der Nachfrage jedoch zu erwarten. Teure Abos mit langen Laufzeiten braucht man nicht fürchten und auch sonst kann man sich vor miesen Machenschaften recht sicher fühlen. Das Grundprinzip der Apps beruht auf Ortung über das Smartphone. Dadurch machen Fake-Profile wenig Sinn. Auf der anderen Seite dürfte das Bewegungstracking dem ein oder anderen aufgrund von Datenschutzbedenken negativ aufstoßen. Da das jedoch gerade der Zweck der Apps ist, muss man eben in den sauren Apfel beißen.

Die drei besten Dating-Apps

Welches ist jetzt aber beste Dating-App? Bei einer Google-Recherche springen einem unzählige Programme ins Gesicht. Dazu kommt, dass die meisten exakt das Gleiche zu versprechen scheinen. In der Werbung heißt es so schön „Alle 11 Minuten verliebt sich jemand über parship.de!“ – Wir schauen in diesem Ratgeber bewusst nur auf Dating-Apps und nicht auf Online Dating-Portale wie parship.de, neu.de oder friendscout24.de. Wir haben die drei beliebtesten und am weitesten verbreitete Apps Deutschlands, Lovoo, Badoo und natürlich Tinder genauer unter die Lupe genommen.

Tinder – „Love me Tinder, love me sweet“

tinder app Dating Apps – Der große Ratgeber um das Thema Tinder, Lovoo und Badoo

Bild: Die Dating-App Tinder ist die beliebteste Flirt-App Deutschlands. Bildquelle: Eziutka – 404917801 / Shutterstock.com

 

Der große Hype um Tinder ist in der Zwischenzeit zwar schon verflogen, die Anwendung bleibt aber trotzdem eine der beliebtesten Dating-Apps und gehört schon längst zur Grundausstattung auf dem Smartphone des modernen Singles. Den Ruf, eine Sex-App zu sein wird sie zwar nicht los, schließlich ist sie dafür bestens geeignet! Mit keiner anderen Anwendung soll es schneller möglich sein, Kontakte für eine unterhaltsame Nacht zu zweit zu bekommen – und das nicht nur bei den heterosexuellen Nutzern. Die Dating-App zählt in der Zwischenzeit stolz über 2 Mio. Nutzer allein in Deutschland. Kurioserweise sind davon angeblich ganze 42 % in einer festen Beziehung oder sogar verheiratet. Da die App nur lokal arbeitet, bekommt man nicht alle User zu sehen, sondern die, die sich in einem Radius von maximal 160 km um den eigenen Standort befinden. Der Suchradius kann natürlich auch kleiner eingestellt werden, ebenso lässt sich das Alter eingrenzen.

Einfach über Facebook anmelden!

Das Besondere an dieser Singlebörse ist die simple und sehr schnelle Anmeldung über das eigene Facebook-Konto. Von dort aus werden auch die Profilfotos geladen, die man von sich bei der Singlebörsen-App zeigen möchte. Zusätzliche, eigene Bilder können nicht über die App hinzugefügt werden. Darüber hinaus zieht sich die App nahezu alle dort gespeicherten persönlichen Infos. Dadurch zeigt die Flirt-App nicht nur an, wenn übereinstimmende Interessen bestehen, auch gemeinsame Freunde sind einzusehen – was für viele etwas abschreckend wirken kann. Eine Anmeldung ohne Facebook ist nicht möglich, wodurch sich die Singlebörse eine Verringerung von Fake-Profilen verspricht. Und tatsächlich: Die Anzahl von Fakes ist im Verhältnis zu anderen Apps und Online-Börsen gering, aber doch existent. Schließlich hat man binnen Minuten ein neues Facebook-Konto erstellt, durch das man sich auf Tinder anmelden kann. Trotzdem: Die Anzahl von perfekten von Fotos von perfekt anmutenden Menschen, die meistens an schönen Reisezielen fotografiert worden sind, ist verdächtig hoch und wirkt doch etwas inszeniert zum Teil.

Hot or Not – in Sekunden!

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Bild: Gefällt einem das Bild, swiped man nach rechts. Quelle: Tinder.com

 

Das Funktionsprinzip von Tinder ist einfach: Man bekommt die Bilder der anderen Nutzer gezeigt und muss sich entscheiden, ob man denjenigen kennenlernen möchte. Gefällt das Bild, wischt man es einfach nach rechts, ist dies nicht der Fall, wird nach links gewischt. Im Anschluss kommt sofort das nächste Bild – wer tatsächlich hinter dem Bild steckt, erfährt man, wen der- oder diejenige ebenfalls auf „Like“ gedrückt hat. Abgebildet werden können wahlweise beide Geschlechter, eben wie man es eingestellt hat und worauf man aus ist! Insgesamt bekommt als erstes lediglich folgende Informationen von seinem gegenüber:

  • Profilbild
  • Name
  • Alter
  • Letzter Aufenthaltsort
  • 3 bis 5 weitere Bilder
  • Kurzer Text mit maximal 500 Zeichen.

Zu den Bildern lässt sich auch ein sehr kurzer Text mit maximal 500 Zeichen schreiben, in dem man sich kurz beschreiben kann, ein Zitat einsetzen kann oder einfach nur eine kleine Statusmessage wie man es von WhatsApp kennt veröffentlichen. Hat der Nutzer mehr als nur das Profilbild hinterlegt, kann man sich so einen näheren Eindruck vom möglichen Flirtpartner machen. Meist ist es jedoch ein schneller Wisch nach links – modernes Speed-Dating eben.

„It’s a match!“ – Jetzt geht’s los!

Erwidert der Gegenüber das „Like“, heißt es bei beiden „It’s a match!“ und der Chat wird freigeschaltet, sodass man endlich beginnen kann zu schreiben. Der Vorteil hierbei liegt klar auf der Hand: Man bekommt nur Nachrichten von Leuten, die man auch wirklich toll findet. Aber auch Tinder bietet in der Zwischenzeit zusätzliche Funktionen für zahlungswillige Kunden an: So kann man sich für 19,99 Euro im Monat aussuchen, wo die App außerhalb des Standortes nach potenziellen Partnern suchen soll. Auch die Anzahl der „Likes“ ist als Premium Mitglied unbegrenzt – als Gratismitglied muss man mit einer begrenzten Zahl pro Tag leben. Ebenso lässt sich ein versehentliches „Nope“-Wischen rückgängig machen.

Deutschlands beliebteste Dating-App

tinder Dating Apps – Der große Ratgeber um das Thema Tinder, Lovoo und Badoo

Bild: Übersicht der Premiumfunktionen. Quelle: Tinder.de

 

Dank des immensen kostenlosen Funktionsumfangs, des niedrigen Anteils an Fake-Profilen und der einfachen aber effektiven Funktionen, ist Tinder eindeutig die beste Dating-App. Die Dating-App ist schnell, einfach und macht Spaß – zumindest für eine ziemlich lange Zeit. Immer neue Bilder halten die Spannung hoch. Kommt es zum „Match“ ist man gegenüber dem traditionellen Kennenlernen zumindest leicht im Vorteil: Schließlich weiß man dann, dass man seinem gegenüber auch gefällt – die Frage nach der weiteren Kontaktaufnahme bleibt jedoch. Schlimmer ist die Beliebigkeit – Hop oder Top entscheidet sich in Sekundenbruchteilen. Ob das nun am Aussehen oder der eigenen Präsentation liegt. Wer selbst in Augenblicken entscheidet, darf sich nicht wundern, wenn man ebenso schnell beurteilt wird. Tinder ist die Flirt-App mit den tollsten Bildern und den attraktivsten Teilnehmern. Vielleicht nimmt es die Software im Hintergrund auch mit dem gewählten Ort und dem Umkreis nicht so genau und spielt immer wieder neue Profile ein. Schließlich lebt die App von Abwechslung und der Hoffnung, immer wieder neue, interessante Menschen zu sehen. Ständig wiederholende Profile sind da uninteressant. Daher ist die Abwechslung mit Vorsicht zu genießen.

Lovoo – it’s all about Lovoo

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Bild: Auch mit der Dating-App Lovoo lässt sich richtig Spaß haben. Bildquelle: Mikadun – 139026350 / Shutterstock.com

 

Im direkten Vergleich zu Tinder ist Lovoo als Community sehr viel aufwändiger gestaltet – es steht nicht nur die Partnersuche im Vordergrund, sondern auch das entspannte chatten oder neue Bekanntschaften knüpfen. Der größte Teil der Teilnehmer sind jedoch eindeutig die Flirtwilligen. Allein in Deutschland zählt die App mehr als 8 Millionen Nutzer. Viele davon suchen einfach nur eine Bekanntschaft und haben dank der App die unterschiedlichsten Möglichkeiten um Leute kennenzulernen. Diese Vielfallt macht Lovoo als Dating-App sehr interessant. Damit sich die Mitglieder auch finden, bieten sich gleich mehrere Funktionen an:

  • Zufallsfunktion: Hier bekommt man ein Profil nach dem anderen angezeigt. Macht das Profilbild neugierig, kann man weitere Infos einsehen – dazu gehört auch ein ausführlicheres Profil, das anzeigt, ob der User verifiziert wurde oder nicht. Die Betreiber möchten natürlich so wenig Fakeprofile wie möglich haben und versuchen dies durch eine Überprüfung des Profilbilds auszuschließen.
  • Chat: Über den Chat lässt sich sofort kostenlos Kontakt zu einem anderen Lovoo-Nutzer aufnehmen. Geht das einem zu schnell, kann man einfach ein „Mag ich“ verteilen oder dem Nutzer auch direkt folgen. Durch dieses weitere Community-Merkmal wird man dann immer benachrichtigt, wann die Person neue Bilder oder Nachrichten hinterlässt.
  • Timeline: Hier werden neue Meldungen angezeigt. Dazu gehören natürlich die Neuigkeiten von Personen, denen man folgt, aber auch von Leuten aus der Umgebung gibt es News.
  • Neuigkeiten: Wer auf die ganz große Entdeckungstour gehen möchte, kann sich Neuigkeiten nach beliebten Themengebieten anzeigen lassen. Diese werden durch Hashtags ermittelt, mit denen die Meldungen markiert wurden. Meistens sind es Fotos, wodurch das Stöbern recht kurzweilig ist.
  • Umkreissuche: Ähnlich wie in Tinder, bietet auch Lovoo eine Umkreissuche an – hier wird einem dargestellt, wer sich gerade in der Nähe befindet. Optisch ist diese Suche an ein Radar angelehnt und erweckt dadurch den Eindruck, man könne sogar die Himmelsrichtung bestimmen. Das funktioniert in einem Umkreis von maximal 4 Kilometern und lässt sich bis zu 200 Meter um einen herum reduzieren.
  • Benachrichtigungszentrale: Damit die neuen Eindrücke, interessante Personen und Unterhaltungen auch verwaltet werden, gibt es für Chats und Kontakte ein eigenes Menü. Über die Benachrichtigungszentrale man einsehen, wer das eigene Profil besucht hat und wem dein Bild gefällt – die Funktion ist aber zahlenden Mitgliedern vorenthalten.

Das Geld zählt doch bei der Partnersuche

Zu den regulären, kostenlosen Funktionen bietet Lovoo die sogenannte „VIP Mitgliedschaft“ an. Mit dieser kann man direkt einsehen, wer einen besucht hat und die eigenen Bilder mag, man bekomm einen AdBlocker und das eigene Profil wird hervorgehoben, sodass es mehr Aufmerksamkeit bekommt. Auch Nachrichten werden besonders hervorgehoben, sodass diese auch in vollen Postfächern besonders beliebter Lovoo-Mitglieder leichter sichtbar sind und nicht untergehen – unabhängig davon wie voll das Postfach ist. Um diese VIP-Funktionen freischalten zu können, bietet Lovoo zwei Bezahlmodelle an. Für die VIP-Mitgliedschaft gibt es ein Abo-Modell mit unterschiedlicher Laufzeit. Die Preise erstrecken sich von 12 Euro für eine einmonatige Mitgliedschaft bis hin zu einem Ein-Jahres-Abo in Höhe von 70 Euro. Wem das Abo zu teuer ist, kann viele Funktionen auch per Credits freischalten. Credit-Pakete gibt es ab 4 Euro. Auch so lassen sich Nachrichten bevorzugt anzeigen oder Profile von Besuchern freischalten. Frauen werden übrigens bevorzugt behandelt – für sie stehen mehr Funktionen kostenlos zur Verfügung, während Männer für den gleichen Funktionsumfang deutlich früher in die Taschen greifen müssen. Fair ist das nicht, die Betreiber wollen aber gerade junge Damen anlocken.

Tolle Funktionen, liebevoll und geistreich gestaltet

lovoo Dating Apps – Der große Ratgeber um das Thema Tinder, Lovoo und Badoo

Bild: In der Übersicht von Lovoo lassen sich viele neue Leute finden. Quelle: Tinder.com

 

In der Werbung wird die Radarfunktion von Lovoo als besonderes Feature hervorgehoben. Die Funktion ist zwar nett animiert, wirkt jedoch etwas gesponnen, wenn man genauer darüber nachdenkt. Die Stärken der Lovoo-App liegen im Entdecken: Ob per Zufallsgenerator, im Umkreis oder nach Hashtags sortiert – die gezeigten Bilder und Mitteilungen sorgen für Unterhaltung und laden so zum Stöbern ein. Hat man eine interessante Person gefunden, kann man mit dieser leicht, schnell und vor allem kostenlos in Kontakt kommen. Trotzdem gibt die Dating-App genug Anreize zum Geldausgeben – schließlich möchte man gerne sehen, wer das eigene Profil besucht hat und wer Gefallen an einem findet. Der Unsicherheitsfaktor bleibt jedoch leider trotzdem, sorgt aber für etwas Spannung.

Badoo – der große Versuch, alles richtig zu machen

Singlefrau mit Handy Dating Apps – Der große Ratgeber um das Thema Tinder, Lovoo und Badoo

Bild: Die Dating-App Badoo versucht, die wichtigsten Features aus anderen Apps zusammenzufassen. Bildquelle: Antonio Guillem – 360777107 / Shutterstock.com

 

Die Kern-Features von Badoo sind die Umkreissuche und Volltreffer-Spiel – dass dabei versucht wird, das Niveau von Tinder und Lovoo zu erreichen ist offensichtlich. Die Dating-App kommt mit einem geringeren Funktionsumfang und büßt dafür einiges an Community-Gefühl ein. Die Hauptdisziplin jedoch, das Kennenlernen von Leuten, ist mit Badoo in einer durchaus interessanten und lustigen Art und Weise möglich. Am einfachsten steigt man mit dem Volltreffer-Spiel in die Suche ein. Hier werden Bilder gezeigt, die man „liken“ oder „kicken“ kann. Weitere Profilinfos werden gleich dazu angezeigt, weitere Fotos gibt’s beim Tippen auf den Bildschirm. Das Prinzip ist bekannt und mittlerweile in jeder Dating-App vertreten. Bei Badoo verspricht der Anbieter jedoch, dass die angebotenen Treffer auf deinem Profil basieren – „Volltreffer“ eben. Im Idealfall läuft also ein Algorithmus im Hintergrund, der die Auswahl anhand von Profil und Verhalten ermittelt. Wenigstens die Berücksichtigung eigener Interessen sollte man erwarten können. Bei der Benutzung scheint das Volltreffer-Spiel jedoch weniger wählerisch zu sein. Die Stadt und die Altersgruppe scheinen bereits zu reichen, damit die App jemanden anzeigt. Die Kontaktaufnahme klappt anschließen nur dann, wenn beide ein „Like“ verteilt haben und es ein „Match“ gibt – ganz nach dem Prinzip „Tinder“.

Umkreissuche mit Schwächen

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Bild: Im eigenen Profil kann man Bilder sowie weitere persönliche Angaben bearbeiten. Quelle: Badoo.com

 

Um Leute zu suchen, kann man alternativ auch die Umkreissuche, ähnlich wie in Lovoo benutzen. Die App zeigt sowohl Profile von Leuten aus der näheren Umgebung, als auch der Stadt, in der man sich befindet, an. Dabei kann man dann auch gleich weitere Infos über die Person erfahren, sowie weitere Bilder einsehen und direkt Nachrichten verschicken. Die Singlebörse zeigt gleiche Interessen sofort an und hebt sie hervor, sodass man gleich eine Vorlage für ein Thema bekommt – was in vielen Fällen der benötigte Eisbrecher sein kann! Ist man sich trotzdem unsicher, lässt sich ein höfliches „Gefällt mir!“ hinterlassen.

Keiner hat etwas zu verschenken

Nachrichten schreiben ist grundsätzlich kostenlos, doch die „Selbstdarstellung“ und das damit verbundene „Ranking“ bei den anderen Nutzern lässt sich die App ganz schön was kosten – der Anbieter nimmt sich raus, entsprechend den Zahlvorlieben der Nutzer, sie entsprechen anzeigen zu lassen. Darüber hinaus, bietet die Singlebörsen-App noch ein paar andere kostenpflichtige Dienste, die die Sichtbarkeit erhöhen sollen:

  • Volltreffer-Spiel: Das Tinder-ähnliche „Volltreffer-Spiel“ lässt sich durch Zahlungen beeinflussen, indem man zum Beispiel dabei häufiger angezeigt wird.
  • Bevorzugung bei den Chats: Die eigenen Nachrichten werden beim Empfänger immer als erstes angezeigt, wodurch die Wahrscheinlichkeit, dass diese auch gelesen werden steigt.
  • Profilbesucher überprüfen: Wer hat alles das eigene Profil angeschaut? Um das Einzusehen kann man für etwas Extrageld die Liste vollständig einsehen.

Ähnlich wie beiden anderen Apps gibt es auch hier zwei Bezahlmodelle – Zusatzdienste werden mit Punkten bezahlt, die in Paketen gekauft werden können. Das kleinste Paket berechnet die Datingapp mit 13 Euro, darüber hinaus kann das Abo „Super Powers“ dazu gebucht werden. Mit diesen „Superkräften“ schaltet man die Einsicht aller Profilbesucher frei und bekommt bevorzugten Zugang bei den Chats. Das kleinste Abo kostet schlappe 3 Euro für eine Woche oder man bucht für ein Jahr und zahlt 50 Euro insgesamt. Wirklich gut strukturiert ist das nicht.

Vorteile überwiegen eindeutig

Der Sinn einer Dating-App liegt klar auf der Hand: Nette Dates über die App finden und Spaß haben – und ebendiese Kernkompetenzen beherrscht Badoo ausgezeichnet. Statt sich mit unzähligen Features zu quälen, kann man sich mit ihr um den eigentlichen Zweck kümmern. Die Funktionen von Badoo sind hierfür sicher geeignet, man wird jedoch den Eindruck nicht los, dass sich Kontakte sehr viel leichter finden, wenn man bezahlt. Natürlich lässt sich die App im Prinzip kostenlos nutzen, doch wie gut die Gratis-Variante im Vergleich zum Standard-Konto funktioniert ist unklar.

Die Apps im Vergleich

Dating Apps ein Vergleich Dating Apps – Der große Ratgeber um das Thema Tinder, Lovoo und Badoo

Infografik: Die Dating-Apps Tinder, Lovoo und Tinder im direkten Vergleich. Bildquelle: Eigene Darstellung

 

Grundsätzlich kommt man mit allen drei Apps zum Schuss – ihren Sinn erfüllen alle tadellos, vor allem, wenn man bereit ist dafür zu zahlen. Wir haben hier noch alle Vor- und Nachteile in einer Übersicht zusammengefasst:

Nicht nur zum Daten geeignet

Tinder ist der Zwischenzeit zum Trend geworden und gehört für jeden Single zur Standard-Ausstattung – in der Zwischenzeit gibt es sogar Lieder über Tinder! Wer mehr als nur Daten möchte ist jedoch mit Lovoo oder Badoo besser ausgestattet – die Community-Funktion lassen alten Tagen gedenken, als Facebook noch nicht im Umlauf war und man in sozialen Netzwerken noch unter Pseudonymen angemeldet war. Die hohe Nachfrage nach solch Apps haben die Betreiber erkannt und verlangen nun für viele, richtig gute Funktionen Geld. Die Preise halten sich zwar größtenteils im Rahmen, sind gewissermaßen ein Armutszeugnis für unsere Entwicklung: Zahlen um Menschen kennenlernen zu können fühlt sich irgendwie falsch an.

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