7
Jul
2016

Brexit – So profitiert man beim Online-Shopping!

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Durch die Ankündigung, dass Großbritannien die EU verlassen möchte, sank der Kurs des britischen Pfundes drastisch von 1,30€ auf 1,19€. Damit bekommt man als Bürger Europas beim Einkauf im Vereinigten Königreich mehr als bisher für sein Geld. Da von der britischen Insel nach Deutschland keine Zollgebühren erhoben werden, kann man somit viele Produkte sehr günstig über das Internet von der Insel beziehen. Dabei gilt es jedoch, einiges zu beachten – wir erklären, was genau!

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Sparen beim Einkauf im UK

Das Prinzip ist ganz einfach: Durch den Beschluss der britischen Bevölkerung, die EU zu verlassen, sank der Wert des britischen Pfunds massiv und hält diesen Tiefpunkt bislang auch bei. Finanzexperten sehen in naher Zukunft keine Indizien für einen Anstieg des Wertes.

Einkaufen in Großbritannien

Um in Großbritannien einzukaufen, muss man jedoch nicht zwangsweise das eigene Land verlassen oder sich auf bis dato unbekannten Webseiten zurechtfinden. Der Großteil der deutschen Bevölkerung fürchtet aber die Sprachbarriere, Englisch ist hierzulande zwar die beliebteste Fremdsprache, Englisch-Sprechende über 40 finden sich jedoch kaum! Doch es geht auch anders: Bequem auf Deutsch Produkte zu suchen und nach individuellen Kaufkriterien zu filtern, das kann man folgendermaßen und auf folgenden deutschsprachigen Seiten:

  • eBay: In der mobilen App von eBay lässt sich in den Länder-Einstellungen das Zielland auswählen. Wählt man hierbei „United Kingdom“ aus, kann man bequem mit der App durch die Kategorien browsen und die Artikel durchstöbern. Unser Tipp: Fügt man Artikel aus der UK-Suche der Merkliste hinzu, sind diese auch weiterhin verfügbar, wenn man wieder auf Deutschland umgestellt hat – so lassen sich einzelne Produkte einfach miteinander vergleichen und berechnen, wo sich der Einkauf mehr lohnt. Auf der Webseite muss man hingegen etwas anders vorgehen: Hier muss man direkt auf ebay.co.uk anstatt ebay.de gehen und sich mit seinem eBay-Account anmelden. Jedoch sind dann auch die Kategorien-Bezeichnungen größtenteils auf Englisch, was anfangs etwas Verwirrung stiften kann. Bezahlen kann man bequem per PayPal – wie beim deutschen eBay auch.
  • Amazon: Der Amazon-Shop macht es dem User etwas leichter. Hier reicht es, sich in den Einstellungen den gewünschten Shop auszusuchen und schon kann das muntere Shoppen beginnen. Auch hier lassen sich Produkte in der Merkliste speichern und mit heimischen Produkten vergleichen. So lässt sich auch leichter der günstigste Preis ermitteln. Bei Amazon sollte man jedoch eine Kreditkarte besitzen und stets griffbereit haben, um auch in ausländischen Shops zahlen zu können.
  • Asos: Im britischen Mode-Portal kann man bequem und direkt aus Deutschland einkaufen.

Bei diesen Produkten kann man richtig sparen

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Generell gestaltet sich der Einkauf in Großbritannien ziemlich simpel und entspannt. Um jedoch nicht ewig nach Waren von der Insel suchen zu müssen und dann enttäuscht festzustellen, dass die Preise sich von denen in Deutschland gar nicht allzu stark unterscheiden, haben wir eine Übersicht zusammengestellt, bei welchen Produkten man derzeit richtig gute Schnäppchen machen kann, wenn man sie aus England bezieht:

  • Bekleidung: Kleidung und Schuhe waren schon immer günstiger als bei uns, durch den aktuellen Wechselkurs lohnt es sich jetzt erst recht, im Vereinigten Königreich auf virtuelle Brexit-Shopping-Tour zu gehen!
  • CDs/DVDs/Blu Ray Discs: Musik und Filme sind aktuell sehr preiswert aus England zu beziehen – jedoch sollte man bei Filmen darauf achten, ob sie über eine deutschsprachige Tonspur verfügen, was nicht selbstverständlich ist. Wer Filme jedoch gerne in der Originalfassung auf Englisch schaut, findet hier ein wahres Film-Eldorado. Auch Musik-Fans kommen voll auf ihre Kosten: CDs sind im Moment fast um die Hälfte reduziert!

Diese Produkte sind in Deutschland günstiger

Hersteller passen ihre Preise an das Zielland an. Während Bekleidung und Accessoires zum Beispiel auf der Insel günstiger zu beziehen sind, liegen die Preise für elektronische Geräte über denen aus Deutschland. Folgend die Produkte, die man lieber in Deutschland kaufen sollte:

  • Computer und Laptops: Zu den sehr hohen Preisen kommt die meistens inkompatible Hardware, zum Beispiel das Tastatur-Layout bei Laptops und Computern, sowie die fehlende deutsche Spracheinstellung.
  • Smartphones: Smartphones und Handys sind bei uns viel preiswerter zu bekommen. Die Preisunterschiede sind zu gering, als dass sich der Aufwand lohnen würde, das Gerät aus dem Ausland zu beziehen.
  • Werkzeuge: Wer sich eine neue Bohrmaschine oder ähnliche Geräte kaufen möchte, sollte in Deutschland einkaufen. Geräte dieser Art sind hierzulande mitunter am günstigsten!

Das muss man beim Einkauf in Großbritannien beachten!

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Ob es sich nun um eine Shopping-Tour durch London, einen Kurztrip über das Wochenende oder das Einkaufen über das Internet handelt – beim Einkaufen auf der europäischen Halbinsel gibt es einiges zu beachten! Was den Zoll betrifft, muss man sich aber (noch) keine Sorgen machen, jedoch gibt es folgende Unterschiede zum Online-Kauf in deutschen Online-Shops, die man unbedingt vorab beachten sollte:

  • Versandkosten: Da das Paket nicht innerhalb Deutschlands versendet wird, kommen höchstwahrscheinlich Versandkosten auf einen zu, die jedoch aufgrund des niedrigen Pfundkurses auch günstiger ausfallen. Größere Online-Shops bietet trotz der Distanz ab einem gewissen Betrag eine kostenfreie Lieferung nach Deutschland an!
  • Lieferzeit: Auch, wenn viele Shops mit sehr kurzen Lieferzeiten werben, für den Versand nach Deutschland sollte man immer ein paar Tage mehr berechnen, oft sogar eine ganze Woche. Die Waren sind zwar vom Zoll befreit, werden aber trotzdem oft unterwegs aufgehalten und genauestens gecheckt. Sinn und Zweck der Kontrolle ist die frühzeitige Erkennung von Artikeln, die für den deutschen Markt nicht zugelassen sind, wie Produkt-Fälschungen oder elektronische Geräte ohne CE-Prüfzeichen.
  • Kompatibilität: Bei elektronischen Geräten gilt es zu beachten, dass in Großbritannien der sogenannte BS-1363-Stecker anstelle der hier in Deutschland und Mitteleuropa üblichen Steckdosen verwendet wird. Das Stromnetz unterscheidet sich nicht, daher genügt in den meisten Fällen ein einfacher Adapter, um die Geräte benutzen zu können. Diesen gibt es schon für wenige Euro im Handel zu erstehen. Bei manchen Geräten reicht es aber auch oft, den Kaltgeräte-Stecker gegen einen Deutschen zu tauschen – mit dem Adapter ist man jedoch immer auf der richtigen Seite.
  • Sprache: Da aus Großbritannien bezogene Geräte für den örtlichen Markt konzipiert wurden, fehlt es oft an deutschen Sprachoptionen. Bei Computern und Laptops ist besondere Vorsicht geboten: Das Tastatur-Layout von britischen Systemen unterscheidet sich vom deutschen. Während in Deutschland das „QWERTZ“-Layout üblich ist, benutzen die Briten das „QWERTY“-Layout.
  • Wechselkurs: Bei der Online-Zahlung in einem britischen Shop sollte man auf jeden Fall in der Landeswährung – in diesem Fall Britische Pfund – bezahlen. Händler rechnen gerne zu ihren Gunsten um, was den eigentlichen Vorteil des Ausland-Einkaufs wieder aufhebt! Bei den meisten Online-Shops kann man angeben, in welcher Währung man zahlen möchte. Deshalb lohnt sich das Umrechnen auf eigene Faust, anstatt auf die Angaben der Händler zu vertrauen!

Reisen nach Großbritannien

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Das Auswärtige Amt bestätigt, dass zurzeit keine Gefahr für Großbritannien-Reisen vorliegt – trotz des Volksentscheids gegen die EU am 23. Juni 2016. Es gilt jedoch nach wie vor die Terrorgefahr in Irland!

Baldige Preisanpassung!

Durch den erwarteten Andrang von Touristen auf der Insel ist vorauszusehen, dass die Fluggesellschaften auf kurz oder lang die Preise anpassen werden – und zwar nach oben! Deshalb sollte jeder, der vorhat, in das Land zu reisen, frühzeitig buchen und sicherheitshalber in den nächsten Wochen oder Monaten reisen. Sollte der Pfund-Kurs allmählich wieder ansteigen, hat man somit die beste Zeit zum Einkaufen abgepasst!

Das darf man bei der Reise in das UK nicht vergessen

Hat man bei der Reise etwas vergessen, kommt es oft zu Schwierigkeiten. Um diese zu vermeiden, haben wir hier eine Check-Liste mit allen wichtigen Sachen angefertigt:

Vorbereitung auf die Reise
  • Wertsachen verstecken
  • Blumen gießen
  • Haustier-Pflege organisieren
  • Anrufbeantworter einrichten
  • Über Roaming-Gebühren informieren
  • Wichtige Dokumente und Ausweise kopieren
  • Anstehende Zahlungen erledigen
  • PINs und Zugangscodes gut merken oder verschlüsselt ins Handy speichern
  • Elektrogeräte vom Stromnetz nehmen
  • Auto richtig parken
  • Lebensmittel, die verfallen könnten, aus dem Kühlschrank nehmen
  • Freunden oder Familie die Urlaubs-Adresse hinterlassen
  • Schlüssel hinterlegen
  • Heizung ausschalten
  • Bei längeren Reisen: Wasser abdrehen
  • Müll entsorgen
  • Fenster und Türen verriegeln
  • Licht ausschalten
Bekleidung
  • Unterwäsche
  • Socken und Strümpfe
  • Oberbekleidung
  • Jacken, Windbreaker oder Regenmantel
  • Gürtel
  • Schlafanzug oder Nachthemd
  • Passendes Schuhwerk
  • Badelatschen
  • Handtücher und ggf. Bademantel
  • Abendbekleidung & schicke Kleidung
  • Badehose, -anzug oder Bikini
  • Brustbeutel oder Geldgürtel
  • Uhren und Schmuck
  • Sonnenbrille mit Schutz-Etui
Wichtiges
  • Reiseführer
  • Wörterbuch
  • Foto-Kamera mit Zubehör
  • Smartphone mit Zubehör
  • Ladegeräte
  • Schreibzeug und Papier
Dokumente
  • Impfpass
  • Kreditkarte / EC-Karte (noch gültig?)
  • Bargeld
  • Ausweise
  • Grüne Versicherungskarte
  • Visum
  • Führerschein
  • Auslandskrankenversicherung
  • Flug- / Bahntickets
  • Hotelbestätigungen
  • Notfalltelefonnummern
Sonstiges
  • Duschgel
  • Shampoo
  • Deo
  • Zahnbürste
  • Zahnpasta
  • Rasierer, Rasierschaum, Aftershave
  • Sonnenmilch & After-Sun
  • Nagelfeile und -schere
  • Badehandtuch
  • Strandtuch
  • Badetasche

Very british? Langfristige Folgen des Brexit

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Es ist zu erwarten, dass das Vereinigte Königreich auf Dauer eine ähnliche Stellung in der EU einnimmt wie die Schweiz – nämlich politisch neutral. Der Vertrag von Lissabon sieht einen Prozess von zwei Jahren vor, bis Großbritannien endgültig aus der EU ausscheidet. In der Schweiz und Norwegen zum Beispiel dürfen sich EU-Bürger bis zu 90 Tage visumsfrei in dem Land aufhalten. Laut dem Auswärtigen Amt erkennen jedoch viele Behörden und Banken den EU-Personalausweis in der Schweiz und in Norwegen nicht an, weshalb bei einem längeren Aufenthalt ein Reisepass nötig ist.

Entschädigung bei Euro-Airlines

Dazu kommt, dass die Fahr- und Fluggastrechte vom Brexit betroffen sein könnten: EU-Leitlinien sprechen Reisenden bei Verspätung oder Annullierung der Reise eine entsprechende Entschädigung zu, wenn sie mit der Bahn oder mit dem Flugzeug innerhalb der EU reisen – wie das allerdings in Zukunft mit England-Reisenden aussieht, bleibt offen.

Mobilfunk in Gefahr

Möchte man aus dem Urlaub seine Familienmitglieder oder Freunde zu Hause kontaktieren, kann das nach dem EU-Austritt Britanniens teuer werden, da britische Mobilfunkanbieter von den europäischen Anbietern tariflich so behandelt werden, wie bislang die Nicht-Europäischen.

Noch ist der Brexit von Vorteil

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Für den interessierten Online-Käufer und Reiselustigen ist der Brexit zurzeit eine wahre Goldgrube – vorausgesetzt, man hat alle nötigen Vorkehrungen getroffen und sich ausreichend informiert, wie man richtig durch den Brexit sparen kann. Oft reichen einige einfache Tricks wie Ländereinstellungen in den einzelnen Online-Shops, um im britischen Shop einkaufen zu können und von günstigeren Preisen zu profitieren. Behält man dabei im Auge, dass man immer in der Landeswährung zahlt und eine Kreditkarte sowie einen eigenen Währungs-Umrechner zur Hand hat, lassen sich richtig günstige Schnäppchen erzielen.

Bildquellen:

  • Brilliantist Studio – 439616611 / Shutterstock.com
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